Tipps der Hebamme

Mein Name ist Maria Mädel und ich bin Hebamme in München.
Da mein Beruf sehr vielseitig ist, habe auch ich mich für das Gesamtpaket entschieden und arbeite sowohl in der Klinik im Kreißsaal, als auch freiberuflich in Wochenbett und Geburtsvorbereitung. Nun freue ich mich darauf, Ihnen an dieser Stelle meine Erfahrungen weiter geben zu können.


Wunde Brustwarzen - Wie heile ich am schnellsten? Kann ich dabei weiter stillen?
Ja, das ist wahrlich keine angenehme Sache und wahrscheinlich müssen Sie sich zu jeder Stillmahlzeit wieder neu überwinden. Ganz wichtig ist, dass Sie es sich in diesem Moment selbst am bequemsten machen und die für Sie angenehmste Stillposition finden. Dies kann zum Bespiel halb im Liegen, mit einem Kissen im Rücken und sogar ganz in Seitenlage auf dem Bett sein. Damit wechseln Sie auch gleichzeitig die Stillposition, welches bei wunden Brustwarzen eine besonders wichtige Rolle spielt, da so die Brust von unterschiedlichen Seiten belastet und nicht eine Stelle ständig wieder aufgerieben wird. Drücken Sie vor dem Stillen einen Tropfen Muttermilch ab, den sie dann auf dem Warzenvorhof verreiben, das hält ihn geschmeidig und schützt ihn während dem Ansaugen. Wenn Ihnen dies nicht ausreicht oder gar komisch erscheint, dann besorgen Sie sich eine Salbe aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt, welche reich an Wollfett und stillverträglich ist. Diese tragen Sie vor dem Stillen und auch danach auf den gesamten Vorhof auf. Ihr kleiner Spatz wird dies gar nicht merken, da die Salben in der Regel geschmacksneutral sind. Wenn Sie einmal in der Apotheke sind, dann besorgen Sie sich doch gleich ein paar ganz wunderbare Kompressen, die ebenfalls Wollfett und heilendes bioaktives Gel enthalten. Sie eignen sich wirklich fabelhaft, um sie hinter die Stilleinlage zu legen, da sie das unangenehme Ankleben der Brust an die Stilleinlage verhindern und angenehm kühlend wirken. Erfreuen Sie Ihren Partner und laufen sie häufig „Oben Ohne“ in der Wohnung umher, denn der Sauerstoff unterstützt den Heilungsprozess am besten. Auch eine Rotlichttherapie kann ich Ihnen nur empfehlen. Diese wirkt heilend und trägt zu Ihrem Wohlbefinden bei. Jetzt fragen Sie sich immer noch, ob Sie unter diesem Schmerz nicht lieber abstillen sollen? Dann probieren Sie es doch bitte vorher noch mit einem Stillhütchen, welches Sie in der Apotheke besorgen können oder von Ihrer Hebamme bekommen. Dieses stülpen Sie vor dem Stillen über die Brustwarze und vermeiden so, dass die Hautoberfläche noch weiter beansprucht wird. Das Hütchen spülen Sie nach dem Stillen mit lauwarmem Wasser ab und legen es in den dafür vorgesehenen Behälter, so können Sie es immer wieder verwenden. Sobald es Ihnen besser geht und die Brust sich etwas erholt hat können Sie das Stillen jederzeit wieder ohne das Hütchen probieren. Bitte entscheiden Sie in ganz schlimmen Fällen gemeinsam mit Ihrer Hebamme, in wie weit Sie Ihr Stillverhalten ändern sollen. In solchen Situationen habe ich auch schon sehr gute Erfahrungen mit einer Lasertherapie gemacht, die einige Krankenhäuser anbieten, um den einfach sehr beanspruchten Busen, der sich mit allen Mitteln nicht heilen lässt wieder zu regenerieren. Diese Methode ist nicht schmerzhaft, wirkt sehr schnell und hat keinerlei Nebenwirkungen. Weiter Stillen können Sie in jedem Fall, vielleicht mit kleinen Hilfsmitteln und einer großen Portion Tapferkeit. Aber ich bin mir sicher, dass Sie auch diese kleine Hürde meistern können.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal

Ihre
Maria Mädel
Hebamme


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Der optimalste und sicherste Schlaf für mein Kind
... eines der wichtigsten, aber auch oftmals angezweifeltesten Themen überhaupt. Nicht nur die Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs, Ihr Schwangerschafts-ratgeber, der Kinderarzt im Krankenhaus…. ja auch ich kläre Sie noch einmal auf zu diesem Thema. Denn auch Sie stoßen vielleicht auf die ein oder andere Empfehlung, wo entweder Ihre Mutter, die Schwiegermutter oder auch Sie selbst anfangen zu zweifeln und sagen: ,, Früher war das alles anders ! " Und da haben Sie auch gar nicht mal so Unrecht. Aber dank vieler Forschungen und Versuche, die Ärzte und Wissenschaftler durchgeführt haben, wurden diese Empfehlungen erstellt und die Zahl des früher häufiger aufgetretenen, „Plötzlichen Kindstodes " sank ab. Sprechen wir über den optimalen Schlaf Ihres Babys, dann müssen wir dieses Thema, welches das plötzliche unerwartete Sterben eines Säuglings zumeist in dem ersten Lebensjahr und der vermutlichen Schlafenszeit beinhaltet, berücksichtigen. Um dieses zu vermeiden, lesen Sie meine Empfehlung und nehmen Sie sich auch der Ihres Kinderarztes an, so können Sie alles nur richtig machen.

Ich möchte Ihnen nahelegen, das Kinderbettchen die ersten Monate nur im Elternschlafzimmer in Ihrer Nähe zu lassen und es mit einer latexfreien, luftdurchlässigen, TÜV geprüften Matratze zu bestücken. Legen Sie weder ein Kissen, eine Decke, Plüschtiere oder gar ein Nestchen in das Bett. In dieses gehört lediglich ein gut passender Schlafsack, den Sie sich am besten von einem Babyausstatter besorgen und empfehlen lassen. Ihr Kleines sollte also nicht in Ihrem Bett liegen, weil auch Sie Ihre Bewegungen nachts nur schwer kontrollieren können, sondern allein in seinem Bettchen, nur in diesem Schlafsack ohne Decke und Kissen schlafen. So verhindern Sie, dass es einen plötzlichen Sauerstoffmangel bekommt und befinden sich auf dem sicheren Weg, dass nichts es am Atmen hindern kann. Ihr Kind sollte auf dem Rücken und in einer rauchfreien Umgebung schlafen. Eine Schlafzimmertemperatur von 16- 18 ° Grad ist optimal. Auch wenn Ihnen das ganze ungemütlich und kahl erscheint, so bieten Sie auf diesem Wege Ihrem Kleinen die wohl sicherste und beste Schlafumgebung und müssen sich keinerlei Sorgen mehr machen, sondern können gemeinsam beruhigt und gemütlich einschlafen.

In diesem Sinne
Ihre Maria Mädel

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Mastitis - unangenehme Brustentzündung, Fieber, Krankheitsgefühl ......
Sie fühlen sich schlapp, haben Fieber , Ihr Busen ist rot, gespannt und schon bei der kleinsten Berührung könnten Sie davon laufen…. Einen Milchstau haben Sie vielleicht schon hinter sich und die Symptome bessern und bessern sich nicht. Oder Sie sind ganz überrascht von dem plötzlichen Auftreten der Beschwerden und suchen nach Antwort, wie das nun wieder passieren konnte. Ihr Kind trinkt regelmäßig, Sie hatten bisher keinen Milchstau und die Stillposition verändern Sie auch ständig. Dann kann die Ursache für Ihren Milchstau durchaus auch mal infektiös bedingt sein, ohne dass Sie es vorher bemerkt haben. Denn schon kleine Risse und Fissuren, die gerade in der Anfangszeit häufig mal auftreten, bilden eine gute Eintrittsforte für Keime, die eine Mastitis verursachen können. Diese infektiöse Mastitis tritt oft gemeinsam mit hohem Fieber, gerötetem und heißen Busen sowie starkem Krankheitsgefühl auf. Die nichtinfektiöse Variante ist oft eine Folge Ihres womöglich nicht ausreichend beseitigten Milchstaus. Da die Kapazität Ihrer Milchbläschen und Milchgänge ständig überschritten wird, tritt die Milch irgendwann in das umliegende Gewebe aus und das Immunsystem reagiert gleich meiner vorherigen Beschreibung.

Nun sollten Sie nicht nur Rücksprache mit Ihrer Hebamme halten, sondern unbedingt auch einen Arzt aufsuchen. Denn in diesem Fall kommen Sie wohl um die Behandlung mit einem Antibiotikum nicht herum. Zunächst sollten Sie es jedoch mit warmen Umschlägen vor dem Stillen, einem kalten Umschlag nach dem Stillen und kurzen Stillabständen von 2 Stunden versuchen. Wenn ihr Kind nach diesen 2 Stunden noch kein Interesse zeigt, sollten Sie abpumpen, um den Busen zu entleeren. Lassen Sie sich zudem ein Schmerzmittel sowie ein fiebersenkendes Mittel von Ihrem Arzt verschreiben, um die Sache etwas zu erleichtern. Bewahren Sie Bettruhe, trinken Sie ausreichend, um das Fieber zu senken und die Milch flüssig zu halten und scheuen Sie nicht davor, sich Hilfe im Haushalt zu holen. Mastitis bedeutet nicht gleich abstillen. Ihr Arzt kann Ihnen, wenn es notwendig ist ein stillverträgliches Antibiotikum verschreiben und Sie können ohne Bedenken weiter stillen. Jedoch kommt es immer wieder vor, dass die Kleinen die Milch zunächst verweigern, da sie bedingt durch die Infektion oft salzig schmeckt. Dann verwerfen Sie diese die ersten zwei Tage, füttern zu und stillen weiter, wenn es Ihnen wieder besser geht und Ihr Schützling wieder Gefallen daran findet. Suchen Sie in jedem Fall einen Arzt auf! Ruhen Sie! Nur Ihr Busen nicht, denn dieser sollte ständig entleert werden.

Ihre Maria Mädel

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Mein Kind trinkt nicht...
….und Sie sind wahrlich am verzweifeln, weil Sie ihm alles bieten, genügend Milch haben und sich einfach nicht zu helfen wissen. Manchmal liegt es daran, dass Ihr Kind vielleicht zu den Kleinsten gehört, zu früh und somit mit einem geringeren Geburtsgewicht auf die Welt gekommen ist. Die Zarten haben oft Schwierigkeiten mit dem Saugen und brauchen nur ein wenig Unterstützung. Sie können helfen, indem Sie ihm die Zeit verkürzen, in der es durch viel Ansaugen zur sogenannten kalorienreichen und sättigenden Milch gelangt. Dafür stimulieren Sie ihre Brust entweder mit der Hand und streichen die Vordermilch aus oder Sie nehmen dafür eine Handpumpe und pumpen für etwa eine Minute an, bringen so den Milchfluss in die Gänge und legen direkt im Anschluss Ihr Baby zum Weitertrinken an Ihren Busen an. Diese Methode ist für solche geeignet, die nicht genügend Kraft oder gar Schwierigkeiten beim Saugen haben. Vielleicht schläft Ihr Kind auch immer wieder ein und trinkt deshalb nicht oder nur wenig. Eine Ursache für die Müdigkeit kann auch die sogenannte ,,Neugeborenengelbsucht " (Hyperbilirubinämie) sein, bei der die Kinder häufig trinkschwach und müde sind. Ihre Nachsorgehebamme wird dieses in den ersten Wochen jedoch genauestens beobachten und Sie in solch einem Fall rechtzeitig zu einer Behandlung zum Kinderarzt schicken. Ansonsten gehen Sie bitte selbstständig zum Kinderarzt, um diese Möglichkeit auszuschließen. Schläft ihr Kind trotz aller ausgeschlossenen sonstigen Ursachen immer ein, dann verändern sie Ihr Stillverhalten, indem Sie häufiger die Seite wechseln. So muss ihr Kind aufmerksamer sein und wird durch das ständige Ansaugen munter gehalten. Damit ist gemeint, dass Sie ihr Kind nach fünf Minuten an die andere Brust anlegen und dies immer im Wechsel fortführen, bis Sie Ihre gewohnte Stillmahlzeit von mindestens 15 Minuten beendet haben. Wickeln Sie ihr Kind nach der Hälfte der Stillzeit und lassen Sie vielleicht sogar den Strampler aus, so fehlt der womöglich zu mollige Wohlfühlfaktor zum Weiterschlafen. Finden Sie eine Stillposition, die es Ihrem Kind besonders leicht macht. Dafür eignet sich meist die aufrechte Position, in der Sie Ihr Kind am besten im Wiegegriff stillen, da die Muttermilch so am leichtesten abfließen kann. Sie sollten an einem ruhigen Ort stillen, denn auch zu viel Lärm könnte die Ursache dafür sein, dass Ihr Kind nicht trinken mag. Auch Sie sollten durch nichts abgelenkt sein und sich nur auf diesen Moment konzentrieren. Eine weitere Ursache könnte in der Beschaffenheit Ihres Busens liegen. Vielleicht haben Sie sehr flache Brustwarzen oder gar solche, die sich nach innen ziehen. Dann wäre es gut, wenn Sie sich ein Stillhütchen aus der Apotheke besorgen, welches die fehlende Brustwarzenlänge ersetzt. Dieses stülpen Sie über den Warzenvorhof und dann können Sie Ihr Kind direkt wie gewohnt anlegen. Achten Sie stets darauf, dass Ihr Kind den Mund richtig aufmacht und die Brustwarze im Gesamten fasst, nur so entsteht ein guter und erfolgreicher Saugprozess. Nützt dies alles nichts, trinkt Ihr Kind weiter nur spärlich oder gar nicht, dann kontaktieren Sie bitte Ihre Hebamme oder suchen Sie einen Kinderarzt auf und lassen Sie Ihr Kleines untersuchen.

In diesem Sinne
Ihre Maria Mädel

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Rückbildung - Wie bekomme ich meinen Körper am schnellsten wieder in Form? Wann darf ich damit anfangen?
Sicher können Sie es kaum erwarten und möchten alles dafür tun, Ihren Körper so schnell es geht wieder in die alte Topform zu bringen. Noch nie hatten Sie womöglich so viel Motivation und Willenskraft. Das sind super Vorraussetzungen, jedoch muss ich Sie etwas bremsen. Denn Rückbildung bedeutet nicht nur Bauch weg, Kilos weg, schlank sein, sondern setzt an ganz wichtigen Grundvoraussetzungen an. Nämlich die, die der Körper für die Schwangerschaft benötigt hat. Sie beginnt mit dem Wochenbett direkt nach der Beendigung der Geburt und beinhaltet den Wegfall der Schwangerschaftshormone, die Änderung der Blutzusammensetzung, die Heilung der Geburtsverletzungen, das in Gangkommen der Milchbildung sowie das Zusammenziehen der Gebärmutter und der Heilung der Plazentahaftstelle. Ihr Körper startet diesen Prozess unmittelbar nach der Geburt der Plazenta. In diesem Moment fallen alle Schwangerschafts-hormone weg, Ihr Körper kann die Hormone für die Milchbildung frei geben und stellt sich so auf den Rückbildungsprozess ein. Sie können das Ganze jedoch sofort unterstützen, indem Sie Ihr Kind noch im Kreißsaal das erste Mal an die Brust anlegen. Das Ansaugen bewirkt die Ausschüttung eines wichtigen Hormons, welches nicht nur die Milchbildung anregt, sondern auch dafür sorgt, dass sich Ihre Gebärmutter zusammen ziehen und der Wochenfluss fließen kann. Stillen unterstützt demnach die Rückbildung. Für all dies ist das Wochenbett da, welches einen Zeitraum von 6 Wochen umfasst. Erst nach Ablauf dieser Zeit, in der Sie bedingt durch die ersten Veränderungen und das Stillen eh schon ein paar Kilos verloren haben, dürfen Sie aktiv starten und zunächst einmal einen Rückbildungskurs besuchen. In diesem Kurs stärken Sie als aller erstes den durch Schwangerschaft und Geburt beanspruchten Beckenboden, bevor Ihnen die Hebamme oder Physiotherapeutin Übungen für den Bauch zeigt. Der Kurs ist so aufgebaut, dass Sie Ihren Körper auf einem gut durchdachten Weg allmählich wieder in Form bringen. Melden Sie sich dafür rechtzeitig an. Für ganz Eifrige und Fitte gibt es auch schon vor Ablauf der 6 Wochen ein paar Tipps und leichte Übungen, die Ihnen Ihre Nachsorgehebamme geben und zeigen kann.

Vergessen Sie aber eines nicht: Alles braucht seine Zeit, so auch die Rückbildung, denn eine Schwangerschaft kommt und geht 9 Monate.

In diesem Sinne
Ihre Maria Mädel

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Schlimmes Bauchweh und quälende Blähungen ....
... dies quält eigentlich jeden Säugling. Schlimm anzusehen, aber auch irgendwo nachvollziehbar. Denn das Darmsystem unserer Kleinen ist leider noch lang nicht ausgreift. Alles erscheint fertig und vollkommen ausgebildet, aber das Verdauungssystem muss sich erst anpassen, reifen und sich entwickeln.

Aus diesem Gunde treten nicht selten schlimmes Bauchweh, Blähungen und Verdauungsprobleme nach der Mahlzeit auf. Die Natur hat es von Grund auf eingerichtet, dass sich die bereitgestellte Muttermilch dem Entwicklungsstand Ihrer Schützlinges anpasst. Am Anfang ist sie beispielsweise hochkalorisch, aber sehr leicht verdaulich und erst später steigt der Fettgehalt. Jedoch muss sich das Verdauungssystem an jeden aufgenommenen Nährstoff erst gewöhnen. Manche Sachen, die auch Ihnen des öfteren Blähungen verschaffen, sollten Sie deshalb vielleicht weglassen wie z. B. Linsen, Bohnen, Zwiebeln, Knoblauch, Krautsorten, jegliche Kohlarten und auch Äpfel. Trinken Sie viel Wasser, das verdünnt die Milch und lässt Sie leichter verdauen. Ganz optimal wäre zudem Fenchel- oder gar Fenchel-Kümmel Tee. Davon können Sie ihrem Kind auch gern 10 ml nach dem Stillen oder zwischendurch als Mittel gegen die Verdauungsbeschwerden geben. Außerdem kann eine im Uhrzeigersinn ausgeführte Bauchmassage, die Sie mit einem Öl aus der Apotheke oder einem Olivenöl noch verschönern können, Hilfe verschaffen.

Legen Sie es danach auf Ihren warmen Bauch, den Ihres Partners oder mit dem Bauch auf Ihren Arm und halten Sie es gut fest. Der Gegendruck und die Wärme werden ihm gut tun. Sie können Ihrem Kind zudem ein bis dreimal täglich ein sogenanntes Kümmelzäpfchen geben. Denn auch dieses kann die starken Blähungen lindern. Zudem können Sie den Aufbau der Darmflora mithilfe probiotischer Tropfen, welche Sie auch wiederum in der Apotheke erhalten, unterstützen. Diese sind vor allem zur Vorbeugung von Blähungen gedacht.

Sollten all die kleinen Helfer keine Besserung erbringen bzw. Ihr kleiner Sonnenschein von den üblichen Drei-Monats-Koliken betroffen sein, dann stellen Sie sich doch bei einem Osteopathen vor. Dieser kann gerade bei den immer wieder auftretenden Koliken oft Erleichterung verschaffen.

In diesem Sinne
Ihre Maria Mädel

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Was tun, wenn ich einen Milchstau bekomme ...?
Sie sind vielleicht froh, dass sie endlich das Gefühl und die Sicherheit haben, genug Milch zu produzieren, um ihr Kind ausreichend satt und zufrieden zu stellen. Auch die Stillzeiten haben sich auf einen guten für sie angenehmen und durchaus vorhersehbaren Rhythmus eingependelt...

Die Brust ist nach dem Trinken weich und das Spannungsgefühl lässt nach. Dann ist nicht nur Ihr Schützling, sondern auch Sie entspannt. Doch wie alles im Leben kann schon die klitzekleinste Veränderung alles durcheinander werfen und plötzlich ist Ihr Kind womöglich unzufrieden und unruhig während der Stillmahlzeit, sucht anschließend weiter nach der Nahrungsquelle oder schreit sogar ganz furchtbar. Zu allem Übel haben Sie auch trotz Trinkversuch und anlegen immer noch das Gefühl einen stein harten und gespannten Busen zu haben und im schlimmsten Fall fühlen Sie sich auch noch krank und schlapp.

Dann kann dies ein Zeichen für einen Milchstau sein, der häufig in der 3.- 4. Stillwoche oder auch später oder früher auftritt. Er kann sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten und entsteht durch die Schwellung der Brustdrüsen. Vermeiden Sie die größte Panik und blicken Sie vielleicht im ersten Moment um sich… Wohlmöglich ist ihre Unterstützung im Wochenbett ( Mutter, Freundin, Schwester, Schwiegermutter ) gerade abgereist und nun müssen Sie sich allein mit Kind im Alltag zurecht finden. Haben vielleicht kochen, putzen, waschen etc. noch gar nicht mit in Ihre Stillmahlzeiten eingebaut und wollen jetzt alles auf einmal schaffen… Das kann und soll auch noch nicht funktionieren. Genau dies spürt Ihr Kind und schläft vielleicht jetzt tagsüber unruhiger und vollzieht dies auch während der Mahlzeiten. Trinkt vielleicht nicht mehr die volle Mahlzeit oder verschläft sogar eine. Dies ist einer der Hauptursachen für einen Milchstau, dass die Brust nicht genügend entleert wird , sich die Folgemilch dahinter staut und so natürlich das Abtrinken erschwert wird. Vielleicht haben Sie, aber auch einfach nur einen zu engen Still BH oder ein zu enges Oberteil getragen oder ihr Kind hat plötzlich durchgeschlafen und ein- oder gar zwei Mahlzeiten ausgelassen. Wenn Sie die Ursache herausgefunden haben, sollten sie zunächst daran anknüpfen und diese beseitigen. Anschließend schauen Sie, dass Sie die Brust mit warmen Umschlägen( Spucktücher ) umwickeln, sodass sich die Gefäße weiten und Sie die harten Stellen in Richtung Brustwarze ausstreichen können. Dies können Sie auch unter dem Anlegen tun. Dabei ist es ganz wichtig, dass Sie die Stillposition verändern und das Kind nicht nur im Wiegegriff, sondern auch mal rücklings oder seitlich anlegen,sodass die Brust von allen Seiten gleichmäßig entleert werden kann. Finden Sie wieder einen engmaschigen Stillabstand von ca 3h. Ist Ihr Kind zu müde und der Busen schmerzt, dann pumpen Sie mit einer Handpumpe ab, bis die Stelle weicher wird. Anschließend kühlen Sie Ihren Busen mit kalten Umschlägen ( am besten eignet sich Quark ) . Falls Sie nun immer noch das Gefühl haben, dass Sie es nicht schaffen den Stau zu beseitigen, suchen Sie bitte einen Arzt auf, um mögliche Folgen wie etwa eine Brustentzündung ( Mastitis) zu vermeiden. Ich wünsche Ihnen eine gute Besserung.

Ihre Maria Mädel

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Wie rege ich am besten die Milchproduktion an und was trägt mein Körper dazu bei?
Bereits in der Schwangerschaft beginnt Ihre Brust zu reifen und das sogenannte ,,Kolostrum " (die Vormilch) zu bilden. Mit der Beendigung der Geburt, dem damit verbundenen Wegfall der Schwangerschaftshormone und dem ersten Anlegen Ihres Lieblings wird die sogenannte Laktation (Milchbildung) angeregt. Dafür ist zum einen ein bestimmtes Hormon verantwortlich, das sogenannte Prolaktin. Desweiteren führt der Prozess des regelmäßigen Saugens an der Brust dazu, dass der Prolaktin-spiegel hoch ist und somit auch die Milchproduktion angeregt wird und erhalten bleibt. Sie unterstützen Ihre Milchproduktion am besten, wenn Sie von Beginn an regelmäßig stillen und zwar an beiden Brüsten. Das mag Ihnen anfangs komisch vor kommen, weil Sie vielleicht nichts sehen oder das Gefühl haben, es kommt noch nichts, aber die Vormilch ist bei jeder Frau vorhanden und reicht dem gerade erbsengroßen Magen aus, um satt zu werden. Trinken Sie von Anfang an Stilltees, Fencheltee, Karamalz oder auch ein alkoholfreies Weißbier. Ernähren Sie sich ausgewogen und bauen Sie milchfördernde Nahrungsmittel in Ihren Speiseplan ein, wie zum Beispiel eine stärkende Brühe, Hafer und Gerste, Mandeln, Nussmilch, Cashewkerne, frisches Obst und Gemüse oder auch Malzkaffee. Vermeiden Sie Stress, vor allem in den ersten zwei Tagen nach der Geburt und gönnen Sie sich viel Ruhe und Zeit mit Ihrem kleinen Sonnenschein. Auch feuchtwarme Wickel vor dem Anlegen, Akupunktur oder ausgewählte homöopathische Mittel können bei der Milchbildung und deren Aufrechterhaltung helfen. In der Regel setzt der richtige Milcheinschuss nach drei bis vier Tagen ein. Dann - glauben Sie mir - haben Sie den wohl sichersten Beweis, dass Sie ausreichend Nahrung für Ihren Schützling bereitstellen.

Und dann ist es an der Zeit, diese zu genießen und sich ganz auf die Bedürfnisse Ihres Kindes einzulassen.

In diesem Sinne
Ihre Maria Mädel

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Wunder Po, wie kann ich vorbeugen und was hilft am besten?
Sie öffnen die Windel und erblicken plötzlich einen geröteten, womöglich gereizten und schlimmsten Falls sogar offenen, wunden Po. Und ihr Baby schreit bei jeder vollen Ladung oder gar Berührung…. Dann sollten Sie schnellsten handeln. Als allererstes lassen Sie unbedingt, falls Sie solche verwenden, die Feuchttücher zum Säubern weg. Diese sind zwar praktisch, enthalten aber oft Duftstoffe und andere Zusätze, die die zarte Haut noch nicht verträgt und austrocknet. Verwenden Sie stattdessen einen in warmes Wasser getränkten Einmalwaschlappen und fügen einen Tropfen Olivenöl hinzu. Das reizt den Po nicht und spendet ihm gleichzeitig Feuchtigkeit. Föhnen Sie ihn lieber bei niedriger Temperatur trocken statt abzureiben, halten Sie dabei aber vorher Ihre Hand darunter und testen Sie die Temperatur, um den optimalen Abstand zu Ihrem Kind zu wählen. Ist der Po trocken, dann reiben Sie ihn entweder mit einer Zinksalbe, einer hamamelis reichen oder einer calendula haltigen Salbe ein. Alle drei erhalten Sie in der Apotheke. Sie können zudem einen Knäuel Heilwolle in die Windel legen, auch diese hat sich schon oftmals als heilend bewährt. Denken Sie daran Ihr Kind häufig zu wickeln, mindestens bei jeder Stillmahlzeit und auch mal dazwischen, damit der wunde Po gut trocken gehalten wird. Lassen Sie Ihr Kind in Ihrem Beisein auch mal frei auf dem Wickelplatz oder einer Decke strampeln, damit die wunde Stelle an die Luft gelangt und so trocknen kann.

Besonders wichtig ist, dass Sie in der Stillzeit besonders auf die Ernährung achten und möglicherweise an der ein’ oder anderen Stelle auf Sachen verzichten, die einen wunden Po auslösen können. Dies sind z. B. scharfe Gewürze (Chili, Cayennepfeffer, Paprika), rohe Tomaten, rohe Paprika, scharfer Rucola, Orangen, Zitronen und alles was noch sehr viel Säure enthält. Auch in Fruchtsäften ist davon sehr viel enthalten.

Ein kleiner Tipp zum Ende wäre noch, vielleicht einmal die Windelsorte zu wechseln. Viele Kinder vertragen die ein’ oder andere Sorte einfach nicht. Es ist zwar etwas zeit- und kostenaufwendig, aber oft ist schon diese Kleinigkeit die Lösung des doch ganz schön schmerzhaften Problems.

In diesem Sinne
Ihre Maria Mädel
Hebamme


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Zu viel Milch, was kann ich tun ohne dabei gleich ganz abzustillen?
Dieses Problem taucht nicht selten auf, sollte Sie aber nicht weiter verunsichern, sondern vielleicht auch ein wenig stolz machen. Jedoch denken Sie wahrscheinlich genau jetzt nicht daran, wie schön es doch ist, Muttermilch für drei zu haben. Ihr Busen wird ständig prall gefüllt sein, die Muttermilch läuft ganz von selbst auch zwischendurch und womöglich hat Ihr Kleines sogar Probleme beim Trinken, weil die Milch in viel zu großer Menge in den Mund fließt.

Dann sollten Sie dringend etwas tun, ohne jedoch die Produktion gleich ganz einzustellen. Oft kann man die genaue Ursache für eine überschüssige Milchproduktion gar nicht so richtig feststellen. Meist produziert der Körper einfach sehr viel, ohne dass man die Milchbildung bewusst von außen stimuliert. Jedoch sollten Sie trotzdem zunächst einmal darauf achten, ob Ihr Kind vielleicht einen zu großen Appetit, ein häufiges Trink- oder sei es nur ein übermäßiges Saugbedürfnis zeigt.

Die ständige Stimulation an der Brust regt den Milchspendereflex an und Sie produzieren ständig nach. Achten Sie also darauf, dass Ihr Kind einen wenn möglich regelmäßigen Rhythmus findet und vermeiden Sie, dass sie/er nach dem Beenden der Mahlzeit Ihren Busen noch weiter als Saug- oder gar Beruhigungsersatz hernimmt. In diesem Fall ist der Schnuller ein wirklich sinnvoller Ersatz, den Sie ohne Bedenken verwenden können. Verzichten Sie zudem auf milchbildende Produkte wie Fenchel, Stilltees, Malz- oder gar alkoholfreies Weißbier. Um die Milchbildung zu senken, trinken Sie weiterhin viel Wasser und vor allem ein bis drei Tassen Pfefferminz- oder Salbeitee am Tag. Die Teemenge sollte sich danach richten, wie viel Milch Sie zu viel haben. Kühlen Sie Ihren Busen nach dem Stillen mit kalten Umschlägen (kalte Quarkkompressen eignen sich perfekt) und streichen Sie den restlichen Milchanteil, der Ihren Busen nach dem Stillen noch füllt in Richtung Brustwarze aus, so dass die Milch frei abfließen kann. Vermeiden Sie es, zusätzlich abzupumpen, da dies meist die Milchproduktion noch mehr anregt. Kontaktieren Sie in jedem Fall Ihre Hebamme, die am besten einschätzen kann, was Ihnen in welcher Dosierung hilft. Zudem kann sie Ihnen eventuell mit ein paar Globuli oder der Überweisung zum Facharzt, der Ihnen gegebenenfalls auch mal ein Medikament verschreibt, weiter helfen.

In diesem Sinne
Ihre Maria Mädel

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