Weine aus dem Rheingau

Riesling in Vollendung

Keine andere Weinbauregion definiert sich so über eine einzige Rebsorte wie der Rheingau über den Riesling. 80% der gesamten Rebfläche ist mit dieser edlen Rebsorten bestockt und national wie international hat die Region und der Rheingau-Riesling einen ausgezeichneten Ruf. Insbesondere die Rheingauer Riesling Spätlesen gehören zu den Vorzeigeweinen dieses Anbaugebietes.

Die Vorteile einer späten Traubenlese sollen hier erstmals im Jahre 1775 durch das Kloster Johannisberg entdeckt worden sein. Auf den trockenen und steinigen Südhängen, die vom Taunus vor den rauen Nordwinden geschützt werden, übersteht der Riesling auch kalte Herbsttage ohne Probleme. So können die Trauben einer Spätlese die verlängerte Reifeperiode zur Ausbildung herrlicher Aromen und feiner Fruchtsäuren nutzen.

In jüngerer Zeit macht der Rheingau mit einer kompromisslosen Qualitätsoffensive Furore. Als erste deutsche Weinbauregion haben die Rheingauer Winzer und der Weinbauverband im Jahre 1999 eine Lagenklassifikation "Erstes Gewächs" eingeführt. Die Lagenkarte wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst in einem aufwendigen Verfahren erstellt.

Rebfläche
Ca. 3.100 ha, 1 Bereich, 11 Großlagen, 129 Einzellagen

Rebsorten (nach Bedeutung)
Riesling, Spätburgunder, Weißer Burgunder, Müller-Thurgau, Grauer Burgunder, Dornfelder, Kerner, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Dunkelfelder

Klima
Mildes Klima mit warmen Sommern und milden Wintern. Schutz durch Taunus und Rhein als Wärmespeicher. Temperaturmittel 10,6° C

Böden
Schwere Mergelböden mit Schiefer, Quarzit, Kiesel, Sandstein und Lehm. Tiefgründige, meist kalkhaltige Böden aus Sandlöss.