Weine aus Saale-Unstrut

Weine der besonderen Art

Im nördlichsten Anbaugebiet Deutschlands liegen die Weinberge in den Flusstälern von Saale und Unstrut, die dem Anbaugebiet auch ihren Namen geben. Die Weinberge sind meist mit jahrhundertealten Trockenmauern terrassiert und haben eine Ausrichtung nach Süden. Nur in diesen geschützten Hanglagen lassen sich so weit nördlich noch Qualitätsweine erzeugen.

Die häufigste Rebsorte in diesem kleinen Anbaugebiet ist der Müller-Thurgau oder auch Rivaner genannt. Da die sonst so ertragreiche Rebsorte hier eher geringe Erträge liefert, bringt sie besondere Feinheiten hervor, die man so anderswo nur selten findet. Auf rund einem Viertel der Rebfläche werden rote Rebsorten kultiviert. Weine werden in Saale-Unstrut ganz traditionell überwiegend trocken ausgebaut. Es sind authentische Weine mit fein nuancierter Frucht und spritziger Säure. Besonders der Weißburgunder liefert unter den klimatischen Bedingungen der Region ganz besonders edle Tropfen.

Rebfläche
Ca. 750 ha, 3 Bereiche, 4 Großlagen, 34 Einzellagen

Rebsorten (nach Bedeutung)
Müller-Thurgau, Weißer Burgunder, Riesling, Silvaner, Dornfelder, Grauer Burgunder, Portugieser, Bacchus, Spätburgunder, Roter Traminer

Klima
Kontinental geprägtes Klima mit vielen Sonnenstunden. Günstige Bedingungen nur in den engen Flusstälern.

Böden
Muschelkalk, Buntsandstein, Lösslehm, Kupferschiefer