Weine von der Mosel

Weinkulturland mit Geschichte und Tradition

Das fünftgrößte Anbaugebiet in Deutschland ist auch die älteste Weinregion des Landes. Der Weinbau geht auf Kelten und Römer zurück. Die dicht mit Reben bepflanzten Steillagen an Mosel, Saar und Ruwer prägen das Landschaftsbild dieses Anbaugebietes. Die wichtigste Rebsorte der Region ist der Riesling. Er findet insbesondere auf den Devon-Schieferböden der Steillagen beste Wachstumsvoraussetzungen. Hier entstehen feinfruchtige, elegante und mineralische Weine, die entweder harmonisch trocken oder fruchtsüß ausgebaut werden.

Eine besondere Spezialität gedeiht an der Obermosel, wo der Fluss die Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland bildet. Hier findet die Elblingrebe ideale Bedingungen vor und wird in größerer Ausdehnung nur hier kultiviert. Elbling ist ein trockener, frischer Wein, der in der Region sehr häufig zum Essen genossen wird.

Auch wenn die meisten Moselwinzer sich als Rieslingexperten verstehen, so werden doch auch zunehmend Reben anderer Rebsorten gepflanzt, insbesondere auf den kalkhaltigen Böden. Weißer und Grauer Burgunder sowie Auxerrois und Chardonnay gehören dazu. Auch rote Rebsorten wie Spätburgunder und Dornfelder sind an der Mosel zunehmend vertreten.

Rebfläche
Ca. 8.800 ha, 6 Bereiche, 18 Großlagen, 524 Einzellagen

Rebsorten (nach Bedeutung)
Riesling, Müller-Thurgau, Elbling, Spätburgunder, Dornfelder, Weißer Burgunder, Kerner, Grauer Burgunder, Bacchus, Regent

Klima
Kontinental geprägtes Klima. Günstiges Kleinklima entlang des Neckars durch geschützte Tallagen.

Böden
Muschelkalk- und Keuperböden im Bereich der Obermosel, an der Mittelmosel und den Tälern von Saar und Ruwer Devonschiefer und an der unteren Mosel Sandstein mit Schluff und Tonschiefer.