Weine von der Nahe

Facettenreiche Region im Südwesten

Das Weinbaugebiet Nahe ist mit rund 4.000 ha Rebfläche das siebtgrößte Anbaugebiet in Deutschland. Die Besonderheit dieser Region am Fusse des Hunsrücks sind die hier vorhandenen Böden. Auf dem engen Raum entlang der Nahe findet man eine Bodenvielfalt, wie es sie in keiner anderen Weinbauregion Deutschlands gibt. Das ermöglicht den Winzern an der Nahe eine große Vielfalt an Rebsorten zu kultivieren. Das milde und ausgeglichene Klima mit viel Sonnenschein trägt seinen Teil zu dieser Sortenvielfalt bei.

An der Nahe dominiert daher der Riesling nicht so sehr wie in anderen Weinbauregionen Deutschlands. Nur gut ein Viertel der Rebfläche ist mit Rieslingreben bepflanzt. Besonders an der etwas kühleren, oberen Nahe sind die Bedingungen für den Riesling besonders vorteilhaft. An der unteren Nahe gedeihen die weißen Burgundersorten besonders gut, ebenso wie einige anspruchsvolle rote Rebsorten.

Naheweine zeichnen sich durch feinste Geschmacksfacetten aus. Vielfältige Aromen und mineralische Noten, feine Säure und frische Frucht kennzeichnen die Weine von der Nahe.

Rebfläche
Ca. 4.150 ha, 6 Großlagen, 310 Einzellagen

Rebsorten (nach Bedeutung)
Riesling, Müller-Thurgau, Dornfelder, Spätburgunder, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Silvaner, Kerner, Bacchus, Scheurebe

Klima
Kontinental geprägtes Klima, ausgeglichen, mild und mit geringen Niederschlägen. Günstiges Kleinklima entlang der Nahe am Fusse des Hunsrücks.

Böden
An der unteren Nahe Quarzit- und Schieferböden, Porphyr, Melaphyr und Buntsandstein an der mittleren Nahe, Verwitterungsböden mit Tonüberlagerungen aus Sandstein, Löss und Lehm bei Bad Kreuznach, heller Sandstein an der oberen Nahe.