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Weinqualität

Was macht einen guten Wein aus? Wichtigstes Qualiätskriterium deutscher Weine ist das Mostgewicht, anhand dessen ein Wein als Qualitätswein (QbA) oder Prädikatswein (Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese) eingestuft wird. Aber auch Qualität anhand von Geruch und Geschmack zu erkennen, lässt sich erlernen. So werden auch unsere Weine regelmäßig von Experten verkostet.

Von QbA bis Beerenauslese: Das deutsche Qualitätssystem

Glaszylinder mit Weinprobe

Das wichtigste Qualitätskriterium für die deutschen Weine ist das Mostgewicht. Die Maßeinheit hierfür ist Oechsle – nicht benannt nach einem schwäbischen Rind, sondern nach dem Physiker Ferdinand Oechsle (1774 bis 1852). Er erfand die Senkwaage, mit deren Hilfe der Zuckergehalt des Traubensaftes – also das Mostgewicht – bestimmt werden kann. Für die verschiedenen Qualitätsstufen gelten unterschiedliche Mostgewichte, die in Grad Oechsle (°Oe) gemessen werden. Wird die Waage in Traubenmost versenkt, zeigt sie an, um wie viel Gramm ein Liter Most mehr wiegt als ein Liter Wasser, was auf den Zuckergehalt und damit auch den potenziellen Alkoholwert schließen lässt: 1 Grad Oechsle = 1 Gramm schwerer (auf 1 Liter Most bezogen) als ein Liter Wasser.

Die Bandbreite der Werte in der Qualitätstabelle ergibt sich aus den verschiedenen klimatischen Bedingungen der Anbaugebiete.

Eine Spätlese wird später als die anderen Weine aus vollreifen Trauben gelesen, die das Mindestmostgewicht erfüllen. Für eine Auslese werden die besten vollreifen bis überreifen Trauben ausgewählt. Beerenauslesen werden aus edelfaulen Beeren gemacht. Die Edelfäule ist ein Pilz, der die Traubenschale perforiert. Dadurch verdunstet das Wasser in der Traube, und die Zuckerkonzentration im Saft steigt auf natürliche Weise an.

Alle deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine durchlaufen eine Qualitätsweinprüfung. Dort werden die chemische Zusammensetzung und die geschmacklichen Eigenschaften geprüft. Dafür gibt es eine amtliche Prüfnummer, die auf jedem Etikett stehen muss. Die letzten Ziffern dieser Nummer geben den Monat und das Jahr der Prüfung an.

Kategorie Mostgewicht (mindestens)
Qualitätsweine
QbA (Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete) 50 - 70 °Oe
Prädikatsweine
Kabinett 67 - 82°Oe
Spätlese 76 - 90°Oe
Auslese 83 - 100°Oe
Beerenauslese 110 - 128°Oe

Warum verkosten Profis „blind“?

Die Qualität eines Weines muss so objektiv wie möglich beurteilt werden. Da jeder seine ganz persönlichen Erfahrungshintergründe hat, ist das nicht einfach; ein Profi weiß aber, worauf zu achten ist: reintöniges Aroma, fehlerfreie Machart, Harmonie und Ausgewogenheit der einzelnen Elemente! Um die Verkoster nicht zu beeinflussen, werden die Flaschen so verhüllt, dass man nicht sehen kann, um welchen Wein es sich handelt. Solch eine Verkostung nennt man „Blindprobe“. Sie ist bei allen Qualitätsbeurteilungen üblich.

Das Lidl-Qualitäts-Manifest

  • Lidl bietet seinen Kunden sorgfältig ausgewählte Weine mit hoher Qualität zum günstigsten Preis.
  • Wir arbeiten mit zuverlässigen Erzeugern und Kellereien mit zertifizierten Qualitätsstandards zusammen, die unsere Qualitätsvorgaben einhalten. Dazu gehört die Rückverfolgbarkeit jeder einzelnen Flasche.
  • Wir lassen alle Weine von unserer Qualitätskontrolle sensorisch und analytisch prüfen. Eine unabhängige externe Qualitätskontrolle prüft laufend die einzelnen Chargen, um eine kontinuierliche Qualität zu gewährleisten.
  • Wir achten auch darauf, dass die Qualität in der Flasche nicht vom Verschluss beeinträchtigt wird.
  • Wir stellen uns dem Wettbewerb, indem wir unsere Weine bei Verkostungen prüfen lassen.

Korkfehler weitestgehend ausgeschlossen

Zur Qualitätssicherung verwenden wir für einen großen Teil unserer Weine neutrale Verschlüsse wie Kunststoff-Stopfen und hochwertige Drehverschlüsse, welche die Weinqualität sichern und das Aroma erhalten. Dadurch können Korkfehler weitestgehend ausgeschlossen werden. Der Wein ist länger haltbar und unterliegt keinen Umwelteinflüssen. Wir wissen heute, dass Wein ohne Sauerstoffeinfluss natürlicher reift. Drehverschlüsse sind überall einfach zu öffnen, luftdicht, geschmacksneutral, und verhindern Korkschmecker. Außerdem kann die angebrochene Flasche einfach wieder verschlossen und der Wein Platz sparend im Stehen aufbewahrt werden. Das ist echter Fortschritt.

Qualität erkennen - Sind Sie eine Weinnase?

Mit Früchten gefüllte Weingläser

Auch wenn Sie kein staatlich geprüfter Weinsachverständiger sind, können Sie Weinaromen erkennen und gute von schlechter Qualität unterscheiden. Sie brauchen dazu vor allem Ihre Nase und Ihre Zunge. Denken Sie sich einen frisch aufgeschnittenen Apfel. Können Sie diesen zarten, frischen Duft von dem Geruch eines überreifen, braun gewordenen (oxidierten) Apfels unterscheiden? Genau darauf kommt es an.

Guter Wein soll sauber und frisch duften und ausgewogen schmecken. Das heißt, alle Komponenten – Säure, Süße, Fruchtgeschmack und andere Aromen, bei Rotweinen Gerbstoffe – stehen in einem harmonischen Verhältnis. Nichts darf „zu viel“ sein, aber auch nichts „zu wenig“.

Typische Weißweinaromen erinnern an Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Aprikosen, Grapefruits und andere Zitrusfrüchte, gelegentlich tropische Früchte wie Ananas, Bananen oder Mangos. Auch Düfte von weißen Blüten kommen vor, manchmal sogar Noten von frischem Heu.

Rotweine erinnern im Duft oft an Kirschen, Pflaumen, Backpflaumen, Brom-, Heidel- oder Himbeeren (frisch, als Kompott oder Marmelade). Hinzu kommen Gewürznoten wie schwarzer Pfeffer, Zimt oder Nelke, manchmal auch Aromen von getrockneten Pilzen und Röstbrot (Barriqueweine). Roséweine duften oft nach Erdbeeren. Edelsüßweine haben typische Noten von eingelegten gelben Früchten und Honig.

Nachfolgende Aromen haben im Wein nichts zu suchen: muffigbittere Noten (Korkfehler !), alter Pappkarton, Nagellack, Essig, faule Eier („Böckser“), vergammeltes Obst, Sherry (außer bei reifen Weißweinen und natürlich beim Sherry). Bei Rotweinen sind stark an gekochtes Obst erinnernde Noten unerwünscht. Wirkt ein Weißwein im Duft müde und fad, hat er möglicherweise einen Schaden durch Lichteinfluss genommen. Abhilfe: nicht zu lange stehen lassen!

Jeder Qualitätswein wird amtlich geprüft. Die Kommission prüft die chemische Zusammensetzung sowie Geruch und Geschmack. Um eine amtliche Prüfnummer („A. P. Nr.“ auf jedem Etikett) zu erhalten, muss eine Mindestpunktzahl erreicht werden. Für das Deutsche Weinsiegel ist die Hürde, die der Wein bei der Prüfung nehmen muss, höher.

Deutsches Weinsiegel

Diese von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) vergebene Auszeichnung setzt Qualitätsstandards für Weine, die über den gesetzlichen Mindestanforderungen liegen. Dabei steht die Bewertung der sensorischen Eigenschaften der Weine, insbesondere des Geschmacks, im Vordergrund der Kennzeichnung. Das Weinsiegel gibt es für liebliche, halbtrockene und trockene Weine in jeweils unterschiedlicher Farbe. Es bietet dem Verbraucher eine gute Orientierung bei der Auswahl von Weinen mit gutem Geschmack.

Deutsches Weinsiegel; rot: lieblich, grün: halbtrocken, gelb: trocken