Wissen, was Spaß macht

Wissen, was Spaß macht

Für Kleinkinder ist Spielen eigentlich nur ein anderes Wort für Lernen. Denn egal ob es darum geht, Farben, Formen, Buchstaben und Zahlen zu erkennen, sich die Position verdeckter Karten zu merken, eine Socke zum Leben zu erwecken oder einfach nur dem Geräusch eines herunterfallenden Löffels zu lauschen – in allem, was Kinder im Spiel erleben, lernen sie etwas über ihre Welt.

Aus den unendlich vielen Spielen, die es auf der Welt gibt, haben wir im Folgenden einige für Sie zusammengestellt – Spielideen jenseits von Holzeisenbahn und Puzzle, Game Boy und Spiele-App ... Viel Spaß!

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0–1 Jahr: Spielerisch das Leben entdecken

0-1 JahrNoch ist alles gemütlich! Ihr Kleines kann noch nicht krabbeln, liegt viel im Bettchen und schaut, was sich drumherum so alles tut. Und das kann allerhand sein. Da knistert doch zum Beispiel was! Geben Sie Ihrem Schatz eine Papiertüte in die Hand, die Sie vorher zusammengeknüllt haben. Das raschelt nicht nur wunderbar, sondern regt auch Tast- und Hörsinn an. Oder rollen Sie einen kleinen weichen Ball auf Ihr Kind zu, damit es danach greifen und damit spielen kann. Ein herunterhängendes Seil, zum Beispiel aus dem Kletterladen, regt ebenfalls die Greiflust an. Auch Schatten- und Klatschspiele sowie Spiele, die Finger und Zehen Ihres Lieblings zu Hauptfiguren machen, erfreuen die Lütten in dieser Phase.

KrabbelnDann kommt das große Krabbeln! Auch in dieser Phase sind Bälle die Nummer eins. Ob haarig (Tennisball), nachgiebig (Wasserball), weich (Schaumstoffball) oder stachelig (Noppenball) – diesem tollen Spielzeug jagt jeder gerne hinterher!

Mit wenig viel erreichen heißt das Motto: Nehmen Sie eine kleine leere Plastikflasche und füllen Sie sie mit Kies oder bunten Murmeln. Deckel drauf und los geht’s – das lässt sich herrlich rollen und macht gleichzeitig Geräusche!

SonneKrabbeln durch einen Tunnel? Das macht ja noch mehr Spaß! Sie können einen kaufen, aber genauso gut einen selbst basteln: Lassen Sie eine Decke oder ein großes Bettlaken so vom Tisch herunterhängen, dass die Längsseiten komplett abgehängt werden. Und dann nix wie drunter und durch! Besonders beliebt: Sie krabbeln voraus und ahmen Tiere nach. Das wird auch Ihr Spielkind mit Freude versuchen.

Eher was fürs Trainieren der Feinmotorik ist das Zehengreifspiel. Legen Sie Gegenstände wie Weinkorken, Tannenzapfen, Tischtennisbälle, kleine Quietschtiere u. a. in eine Kiste und lassen Sie sie von Ihrem kleinen Akrobaten mit den Zehen greifen.

WolkeIn diesem Alter ist das ganz normale Leben das schönste Spiel. Sie backen? Dann geben Sie Ihrem Kind auch einen Kochlöffel und ein kleines Schüsselchen. Der Papa heimwerkt? Sie werden staunen, wie spannend plötzlich ein Schraubendreher wird. Dabei ist es wichtig, alles zu erklären und das Kind zu loben.

Auch das Erzählen sollte nicht zu kurz kommen, zum Beispiel beim "Radeln". Setzen Sie sich Ihrem Kleinen gegenüber und pressen Sie die Fußsohlen gegeneinander. Nun fahren Sie zusammen Fahrrad. Erzählen Sie dabei lustige Geschichten: auf welchen Berg Sie nun radeln, an welchem Fluss entlang, was Sie auf dem Weg dorthin sehen und wen Sie zwischendurch besuchen.

1–2 Jahre: So fühlt sich die Welt an

SonneIhr Kind nimmt die Welt immer bewusster wahr und liebt es, neue Texturen zu entdecken. Besorgen Sie sich Stoffstücke aus unterschiedlichsten Materialien. Vom weichen Spülschwamm über Frottee bis hin zu ganz feinem Schmirgelpapier – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Diese Stoffstücke schneiden Sie in quadratische Formen und befestigen sie an einem Greifring, so dass eine „Stoffrassel“ entsteht. Ihr Kind kann nun die verschiedenen Materialien ertasten.

WissenGeräusche kann Ihr Kind schon sehr gut erkennen und unterscheiden. Deshalb spielen Sie mit ihm doch mal das Geräusche-Entdeckerspiel: Füllen Sie verschiedene Materialien wie Schrauben, Reiskörner, Nudeln, Zahnstocher, Zucker, Haselnüsse usw. in verschraubbare Plastikgefäße und lassen Sie Ihren kleinen Zuhörer die unterschiedlichen Klänge entdecken. Wenn Sie durchsichtige Behälter nehmen und zum Beispiel Federn zu den Reiskörnern geben, ist das auch fürs Auge spannend.

WolkeSobald die Kleinen größer werden, können Sie das Ganze auch als Memory spielen. Besorgen Sie sich 16 leere Filmdosen oder ähnlich undurchsichtige Behältnisse. In je zwei füllen sie nun das Gleiche aus verschiedenen Materialien. Dann verschließen Sie die Behälter. Im Spiel soll Ihr Kind nun durch Schütteln die gleichen „Geräuschpaare“ finden.