Herd und Backofen einbauen: Selber machen oder machen lassen?

Hobbyhandwerker und Sparfüchse übernehmen gerne den Großteil der im Haushalt anfallenden Arbeiten möglichst selbst. Während das Verlegen von Teppich oder Fliesen oder das Anbringen einer Lampe meistens keine Schwierigkeiten bereitet, wenig Gefahren birgt und normalerweise höchstens Zeit und Nerven kostet, sollte vor der Installation von Elektrogroßgeräten lieber zweimal überlegt werden. Das Anschließen und Einbauen von Herd und Backofen ist keine Aufgabe, die jeden Tag anfällt – dementsprechend fehlt den meisten auch die Übung im Umgang mit dieser Herausforderung. Ob Herde und Öfen eigenhändig angeschlossen werden sollten und was beim Einbau generell zu beachten ist, erfährst du hier.

Herd und Backofen einbauen: Selber machen oder machen lassen?

Hobbyhandwerker und Sparfüchse übernehmen gerne den Großteil der im Haushalt anfallenden Arbeiten möglichst selbst. Während das Verlegen von Teppich oder Fliesen oder das Anbringen einer Lampe meistens keine Schwierigkeiten bereitet, wenig Gefahren birgt und normalerweise höchstens Zeit und Nerven kostet, sollte vor der Installation von Elektrogroßgeräten lieber zweimal überlegt werden. Das Anschließen und Einbauen von Herd und Backofen ist keine Aufgabe, die jeden Tag anfällt – dementsprechend fehlt den meisten auch die Übung im Umgang mit dieser Herausforderung. Ob Herde und Öfen eigenhändig angeschlossen werden sollten und was beim Einbau generell zu beachten ist, erfährst du hier.

Herd und Backofen einbauen und anschließen: Das gilt es zu beachten

Das Einbauen und Anschließen eines Herdes oder Backofens zählt zu den eher anspruchsvolleren Aufgaben für Hobbyelektriker. In sogenannten Sonderbauten wie Schulen, Krankenhäusern oder gastronomischen Betrieben ist es in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, dass die Installation eines Elektroherds durch einen Fachmann vorgenommen werden muss. Auch ein Vermieter, der eine Wohnung oder ein Haus mit Elektrogeräten vermieten möchte, muss diese von einem Elektriker anschließen lassen.

Elektriker baut ein Kochfeld einDer Fachmann weiß genau, worauf er beim Einbau achten muss.

Wer auf eigene Faust einen neuen Herd oder Backofen in seine privaten Räume einbauen möchte, befindet sich in einer rechtlichen Grauzone. Erlaubt ist es zwar nicht direkt, jedoch werden nur in seltensten Fällen Strafen fällig. Dennoch sollte der feste Anschluss eines Elektroherds oder -kochfelds am Starkstromanschluss mit 400 V nur durch einen vom Energieversorgungsunternehmen eingetragenen Elektriker erfolgen, um Schäden und Unfälle zu vermeiden. Ein weiteres Argument für den Herdanschluss durch den Fachmann besteht darin, dass im Falle eines Versicherungsschadens, der mit dem Herd oder Ofen zusammenhängt, die Kosten bei einer Eigeninstallation oftmals nicht übernommen werden. Wer die Arbeiten nicht an einen Experten auslagert, dessen Handeln wird als grob fahrlässig eingeschätzt, sodass der Versicherungsschutz nicht greift. Einige autarke Backöfen lassen sich aber zum Beispiel auch mit den üblichen 230 V aus der Steckdose betreiben – dann stellt die eigenhändige Installation kein Problem dar. Vor dem Anschließen gilt jedoch: Sicherungen rausdrehen und die Steckdose mit einem Spannungsprüfer testen.

Wie hoch sind die Kosten für die Installation durch den Elektriker?

Eine neue Küche mit Elektrogroßgeräten kann schnell mehrere tausend Euro kosten. Doch Sparsamkeit ist kein Grund, um auf einen Elektriker für den Einbau des Herdes zu verzichten: Meistens kostet der Herdanschluss nicht mehr als 50 Euro zuzüglich der Pauschalen für die Anfahrt, einen eventuellen Einbau und die Entsorgung des Altgeräts – eine kleine Investition, die langfristig viel Ärger ersparen kann.

Regeln und Tipps für den Einbau von Herd und Backofen

Bevor Herd und Backofen eingebaut werden, sollten einige Aspekte gut durchdacht werden. Einmal aufgebaut und angeschlossen lassen sich die Geräte schließlich nur mit großem Aufwand an einen anderen Ort verrücken. Die richtige Vorbereitung hilft dabei, das Maximum aus den Kochgelegenheiten herauszuholen und das Arbeiten in der Küche so komfortabel wie möglich zu machen.

Standort

Wer eine komplett neue Küche plant, sollte genau überlegen, an welcher Stelle Herd und Backofen am sinnvollsten ihren Platz finden. Bei der Wahl des Standortes sind verschiedene Faktoren zu beachten:

  • Leicht brennbare Materialien wie Vorhänge sollten nicht in der Nähe des Herdes platziert sein.

  • Der Herd sollte nicht direkt unter dem Fenster aufgestellt werden, damit Töpfe beim Öffnen des Fensters nicht versehentlich umgestoßen werden können.

  • Herd und Backofen sollten nicht direkt neben Kühlschrank und Gefrierschrank aufgestellt werden, da die Hitze die Leistung der Kühlgeräte beeinträchtigen kann.

  • Für reibungslose Arbeitsabläufe sollten die Laufwege zwischen Herd und Backofen, Spüle und Kühlschrank höchstens 1,20 bis 2,10 m betragen – das sogenannte Küchendreieck.

  • Die passende Stromversorgung – Starkstrom oder normale Herdanschlussdose – muss am gewünschten Standort vorhanden sein oder durch einen Elektriker installiert werden.

Maße

Um ein gesundes Arbeiten zu ermöglichen, sind die Maße und die Einbauhöhe von Herd und Backofen beim Einbauen entscheidend. Moderne Einbaubacköfen werden oftmals in Hochschränken verbaut. Hier sollte sich die Oberkante des Ofens etwa auf Schulterhöhe befinden. Handelt es sich um einen freistehenden Herd oder ein Modell, dass in den Küchenschrank eingebaut wird, sollte die Höhe der Arbeitsfläche und damit des Kochfeldes 1 m (bei einer Körpergröße bis 1,75 m) bis zu 1,50 m (bei einer Körpergröße ab 1,80 m) betragen.

Vorbereitung

Vor dem Einbau eines Backofens ist es ratsam, die Tür vorher aufzubauen. Dieser Schritt bringt gleich zwei Vorteile mit sich: Zum einen ist das Gerät dadurch leichter und einfacher zu handhaben. Zum anderen sinkt das Risiko, dass die Tür versehentlich beschädigt und der neue Ofen direkt zum Reparaturfall wird.