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Das Lachen der Hyänen

Taschenbuch; Autor: Zacher, Johannes

Innerhalb kurzer Zeit kommen vier Menschen auf bestialische Weise ums Leben. Japanischer Wasabi in den zahlreichen Stichwunden der Opfer lässt auf ein nicht gerade angenehmes Ende schließen....
Wichtige Produktinformationen

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Artikelnummer: 100156243

Innerhalb kurzer Zeit kommen vier Menschen auf bestialische Weise ums Leben. Japanischer Wasabi in den zahlreichen Stichwunden der Opfer lässt auf ein nicht gerade angenehmes Ende schließen. Der ratlose Kommissar Kleeberg vermutet einen Täter aus dem asiatischen Milieu und engagiert Hài, Mitte dreißig, unverschämt gutaussehend und Deutsch-Vietnamese. Hài aber deckt eine ganz andere Verbindung zwischen den Opfern auf und weiß: die Hyänen sind los in der Berliner Großstadtwüste - und ihm immer einen Schritt voraus.
Text Review

"Zachers Roman steht wie ein offenes Rasiermesser in der Bücherwelt. Man schneidet sich an ihm. Bussi, Bussi und gut gelauntem Neues-Berlin-Schnickschnack setzt Zacher eine Bitterkeit entgegen, von der man viel zu selten liest.", Junge Welt, Eckhard Geitz, 22.05.2014


Titel Zusatz

Thriller. Originalausgabe


Autor(en)

Zacher, Johannes


Erscheinungsdatum

17.01.2014


Abmessungen

(H) 0,19 (B) 0.12 (T) 0.02


Gewicht in Gramm

290 gr


Seitenzahl

320


Herausgeber

Berlin Verlag Taschenbuch


Sprache

Deutsch


Reihe

BVT


Reihe Band Nr.

Bd.936


Ausschnitt

WIR Wir glauben, wir haben nichts damit zu tun. Wir reden uns ein, das sind nicht wir, das sind die Anderen. Wenn wir die Zeitung aufschlagen und die Schlagzeilen lesen, ertappen wir uns bei der Frage, ob auch uns so etwas passieren könnte. Wenn wir die Nachrichten hören, fällt es uns schwer, die böse Welt da draußen als Realität zu akzeptieren. Wo unsere eigene Welt doch so heil und friedlich ist. Wir schütteln den Kopf. Ausgeschlossen, da gibt es keinen Zusammenhang, keine Berührungspunkte, wir stehen auf der anderen Seite. Irrtum. Denn wenn wir dann im Auto sitzen, und jemand nimmt uns dreist die Vorfahrt, ohne einen Hauch von Unrechtsbewusstsein, spüren wir, dass sich etwas in uns regt. Etwas, was da nicht sein sollte. Uns überkommt die leise Ahnung, wie schrecklich es wäre, würde dieses Etwas aus uns hervorbrechen. Wenn unser Kind die halbe Nacht schreit und sich einfach nicht beruhigen lassen will, wenn es strampelt, beißt und spuckt und wir es übermüdet in den Armen wiegen, und es schreit immer noch, als würden wir es schändlich misshandeln, ertappen wir uns bei dem Impuls, es an die Wand schmettern zu wollen, damit endlich Ruhe ist. Wir erschrecken vor uns selbst, werden rot vor Scham. Wir verachten uns für den barbarischen Gedanken. Doch für einen Moment haben wir gespürt, welche Abgründe in uns schlummern, und wie schnell wir zur Bestie verkommen könnten. Wir drängen das Gefühl zurück, das wie ein giftiges Insekt mit unendlich vielen Beinchen langsam vom Magen aus die Speiseröhre nach oben krabbelt. Wir scheuchen es in den hintersten Winkel unseres Körpers, dorthin, wo es dunkel ist, weil wir hoffen, es dann nicht sehen zu müssen und es auf diese Weise vergessen zu können. Bis es sich wieder unerwartet meldet. Plötzlich wird uns klar: Wir können es nicht loswerden. Niemals. Irgendwo in uns ist ein Ort des Grauens, eine Schaltstelle des Bösen, ein Tummelplatz der Irrationalität. Es liegt alles in uns. Auf einmal ahnen wir, dass in jedem von uns ein Abgrund ist. Kommen wir ihm zu nahe, zieht es uns in die Tiefe. Auf ewig. ER Er weiß, sie werden ihn nicht kriegen. Er weiß, er ist ihnen immer mindestens einen Schritt voraus. Sie haben keine Spur, denkt er, nicht mal eine Ahnung. Sie rennen kopflos, wie mit verbundenen Augen in die verkehrte Richtung und wundern sich, dass sie nichts sehen. Sie handeln genauso, wie von ihm geplant und vorhergesehen. Sie werden ihn erst kriegen, wenn er es will. Davon ist er überzeugt. Doch bevor es soweit ist, will er noch einiges klarstellen, einiges erledigen. Er lächelt und zieht die blutigen Einweghandschuhe aus, steckt sie in seine Jackentasche. Er wird sie so lange an der Nase herumführen, bis er sie genau da hat, wo er sie haben möchte. Anschließend ist es nur noch ein Fingerschnipsen, und alles ist gut. Er schaut auf den blutigen Körper hinunter. Noch lebt er. Noch ist er nicht tot. Flehentlich schauen ihn die hervorquellenden Augen an, in denen sich Angst, Unverständnis, die Bitte um Erbarmen und abgrundtiefe Hoffnungslosigkeit spiegeln. So sieht der Tod aus, wenn er an der Tür scharrt, denkt er und lächelt. Es ist kein Mitleid in ihm, keine Trauer, keine Gnade. Nur Genugtuung. Er setzt sich auf den Sessel vor dem Fenster und wartet. Der Vorhang ist einen Spalt weit aufgezogen. Draußen ist es dunkel. Die Kugel des Fernsehturms leuchtet. Er hat alle Zeit der Welt. Er blickt wieder in die Augen des anderen, wartet auf dessen Tod. Er will teilhaben an seinem Sterben. Er will sehen, wie es mit ihm zu Ende geht, langsam, qualvoll. Wie das Leben aus dem Körper weicht. Er will die Angst des anderen sehen, die Schmerzen, das Entsetzen. Dabei scheint der sich keiner Schuld bewusst. Dieses Schwein, denkt er. Er glaubt sich frei von Verantwortung. Er glaubt, er kann andere benutzen, demütigen, um sie dann wegzuschmeißen wie ein vollgerotztes Papiertaschentuch, ohne die geringsten Folgen. Für die eigene Eitelkeit, das Imponierge


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