Das Lied von Eis und Feuer - Die Herren von Winterfell

Taschenbuch; Autor: Martin, George R. R.

Die größte Fantasy-Saga unserer Zeit in vollständig überarbeiteter Neuausgabe! Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und...
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Die größte Fantasy-Saga unserer Zeit in vollständig überarbeiteter Neuausgabe!

Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!
Text Review

"Epochal!" TV Movie


Autor(en)

Martin, George R. R.


Erscheinungsdatum

10.12.2010


Abmessungen

(H) 0,21 (B) 0.13


Gewicht in Gramm

748 gr


Seitenzahl

571


Herausgeber

Blanvalet


Sprache

Deutsch


Reihe

Blanvalet Taschenbuch


Reihe Band Nr.

Nr.26774


Ausschnitt

_Wir sollten umkehren_, dr_te Gared, als es im Wald um sie zu dunkeln begann. _Die Wildlinge sind tot._ _Machen euch die Toten Angst?_, fragte Ser Weymar Rois mit nur dem Anflug eines L_elns. Gared lie_sich darauf nicht ein. Er war ein alter Mann, _ber f_nfzig, und junge Lords hatte er schon so manchen kommen und gehen sehen. _Tot ist tot_, sagte er. _Die Toten sind nicht unsere Sache._ _Sind sie denn tot?_, fragte Rois leise. _Welchen Beweis haben wir?_ _Will hat sie gesehen_, sagte Gared. _Wenn er sagt, dass sie tot sind, dann ist mir das Beweis genug._ Will hatte es gewusst. Fr_her oder sp_r w_rde man ihn in den Streit hineinziehen. _Meine Mutter hat mich gelehrt, dass Tote keine Lieder singen_, warf er ein. _Das hat meine Amme auch gesagt_, erwiderte Rois. _Glaub nie etwas, das du an der Zitze einer Frau h_rst. Selbst von den Toten kann man etwas lernen._ Seine Stimme hallte nach, zu laut im d_rigen Wald. _Wir haben noch einen langen Ritt vor uns_, erkl_e Gared. _Acht Tage, vielleicht neun. Und es wird Nacht._ Unbeeindruckt sah Ser Weymar Rois zum Himmel auf. _Das wird es jeden Tag um diese Zeit. Beraubt dich die Dunkelheit deiner Manneskraft, Gared?_ Will konnte den angespannten Zug um Gareds Mund erkennen, den kaum unterdr_ckten Zorn in seinen Augen unter der dicken, schwarzen Kapuze seines Umhangs. Gared geh_rte seit vierzig Jahren der Nachtwache an, als Mann und schon als Junge, und er war es nicht gewohnt, dass man sich _ber ihn lustig machte. Doch es war mehr als das. Hinter dem verletzten Stolz bemerkte Will noch etwas anderes bei diesem alten Mann. Man konnte es wittern, eine nerv_se Anspannung, die der Angst gef_lich nahe kam. Will teilte sein Unbehagen. Vier Jahre war er auf der Mauer. Als man ihn zum ersten Mal auf die andere Seite geschickt hatte, waren ihm all die alten Geschichten wieder eingefallen, und fast war ihm das Herz in die Hose gerutscht. Sp_r hatte er dar_ber gelacht. Inzwischen war er ein Veteran, hatte hundert Patrouillen hinter sich, und die endlose, finstere Wildnis, welche die S_dl_er den Verfluchten Wald nannten, konnte ihn nicht mehr schrecken. Bis zum heutigen Abend. Heute war irgendetwas anders. Eine Sch_e lag in dieser Finsternis, bei der sich ihm die Nackenhaare str_ten. Neun Tage waren sie geritten, nach Norden und Nordwesten und dann wieder nach Norden, hart auf den Fersen einer Bande von Pl_nderern. Jeder Tag war schlimmer als der Tag zuvor gewesen. Heute war der schlimmste von allen. Kalter Wind wehte von Norden her und lie_die B_e rascheln, als w_n sie lebendig. Den ganzen Tag schon schien es Will, als w_rden sie beobachtet, von etwas Kaltem, Unerbittlichem. Auch Gared hatte es gesp_rt. Will wollte nichts lieber als schnellstm_glich zur_ck in den Schutz der Mauer reiten, nur war das nichts, was man seinem Vorgesetzten anvertraute. Besonders nicht einem Vorgesetzten wie diesem. Ser Weymar Rois war der j_ngste Sohn eines alten Geschlechts mit allzu vielen Erben. Er war ein h_bscher Junge von achtzehn Jahren, mit grauen Augen, anmutig und schlank wie eine Klinge. Auf seinem m_tigen, schwarzen Streitross ragte der Ritter _ber Will und Gared mit ihren kleineren Kleppern hoch auf. Er trug schwarze Lederstiefel, schwarze Wollhosen, schwarze Hirschlederhandschuhe und ein feines, geschmeidiges Hemd aus schimmernden, schwarzen Ketten _ber Schichten von schwarzer Wolle und geh_etem Leder. Ser Weymar geh_rte noch kein halbes Jahr zu den Br_dern der Nachtwache, doch konnte niemand behaupten, er h_e sich auf seine Berufung nicht vorbereitet. Zumindest was seine Garderobe anging. Sein Umhang war die Kr_nung. Zobel, dick und schwarz und weich wie die S_nde. _Ich wette, die hat er alle eigenh_ig gemeuchelt, der Mann_, hatte Gared in der Kaserne beim Wein erkl_, _hat den kleinen Biestern die H_e umgedreht, unser gro_r Krieger._ Alle hatten in sein Lachen mit eingestimmt. Es f_t schwer, Befehle von


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