Der Golfplatz: Wo ist was?

Inklusive aller Nutzflächen hat ein Golfplatz einen Flächenbedarf von ca. 60ha – 75ha. Ein Areal, auf dem man schon mal die Orientierung verlieren könnte, gäbe es nicht ein paar allgemein gültige Regeln zur Architektur der Plätze.

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Die Anordnung der Golfbahnen

Zentrale Elemente eines Golfplatzes sind die Golfbahnen, auch Spielbahnen genannt. Alle Bahnen zusammen bezeichnet mal als Golf Course, der üblicherweise aus 18, manchmal aus 9 Bahnen besteht. Das Routing, also die Anordnung der Golfbahnen zueinander, führt die Spieler auf traditionellen Plätzen auf den ersten 9 Löchern vom Clubhaus weg und auf den zweiten 9 zum Clubhaus hin. Die überwiegenden Plätze in Deutschland entsprechen jedoch dem modernen Routing, das aus zwei Schleifen besteht. Man startet am Clubhaus und wird nach 9 Löchern am Ende der ersten Schleife wieder dorthin zurückgeführt, was den Vorteil hat, dass sich halbe Runden ohne unnötige Wegstrecken zum Clubhaus angenehm spielen lassen. Trotz der vorherrschenden modernen Architektur werden die ersten 9 Löcher auf den Scorekarten aller Plätze als „Out“ und die zweiten 9 Löcher als „In“ bezeichnet. Auch die Begriffe Front Nine und Back Nine werden gemeinhin verwendet, obwohl sie der Architektur der meisten Plätze nicht entsprechen.


Der Aufbau einer Golfbahn

Eine Golfbahn besteht aus einer Fläche für den Abschlag, dem Fairway, einigen mehr (Semirough) oder weniger (Rough) gepflegten Flächen, die den Fairway säumen, unterschiedlichen Hindernissen und dem Grün.

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Auf der Abschlagfläche finden sich farblich unterschiedliche Markierungen, die sogenannten Tee Boxen, also die Standflächen für den Abschlag der Damen (rot) und der Herren (gelb). Zusätzliche Farben kennzeichnen die Abschläge für Profis, Kinder und Senioren. Häufig finden sich alle Markierungen in unterschiedlichen Abständen auf einer Fläche, nicht selten liegen sie aber auch versetzt und mehrere Meter auseinander, um Hindernisse für Spieler unterschiedlicher Spielstärken ins Spiel zu bringen oder aus dem Spiel zu nehmen.

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Die gut gepflegte und kurz gemähte Rasenfläche, die sich zwischen dem Abschlag und dem Grün erstreckt, nennt man Fairway. Auf dem Weg zum Grün muss sich der Golfer mit einigen Hindernissen wie Bunkern (mit Sand gefüllte Vertiefungen) natürlichen oder angelegten Teichen und Bachläufen (Wasserhindernisse) oder Knicks in der Spielbahn (Doglegs) im wahrsten Sinne herumschlagen. Das Ziel einer jeder Bahn ist das Loch, das sich durch eine Fahne gekennzeichnet auf dem Grün befindet.

Üben und Wohlfühlen

Jeder Golfplatz verfügt über einen Übungsbereich mit Driving Range, Putting Grün, Chipping und Pitching Grün und manchmal einem Kurzplatz. Im Clubhaus befinden sich Umkleiden, sanitäre Anlagen, Pro-Shops sowie das Sekretariat. Nach fleißigem Üben und einer guten Golfrunde dient das Clubhaus, gern auch 19. Loch genannt, mit guter Gastronomie und einladender Terrasse auch der verdienten Erholung.