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Der Kinderpapst

Taschenbuch; Autor: Prange, Peter

Rom, 1032: Gerade zwölf Jahre alt, kommt Benedikt IX. auf den Thron, der jüngste Papst aller Zeiten. Doch die Macht hat einen hohen Preis: Um sie auszuüben, muss er die Liebe seines Lebens...
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Artikelnummer: 100107019

Rom, 1032: Gerade zwölf Jahre alt, kommt Benedikt IX. auf den Thron, der jüngste Papst aller Zeiten. Doch die Macht hat einen hohen Preis: Um sie auszuüben, muss er die Liebe seines Lebens opfern. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Während er in Blut watet, sehnt sich sein gebrochenes Herz nach Erlösung ...
Text Review

"Spannend (...).", Neues Deutschland, 09.10.2012 20151120


Titel Zusatz

Roman


Autor(en)

Prange, Peter


Erscheinungsdatum

08.11.2013


Abmessungen

(H) 0,19 (B) 0.12 (T) 0.04


Gewicht in Gramm

448 gr


Seitenzahl

624


Herausgeber

Piper


Sprache

Deutsch


Reihe

Piper Taschenbuch


Reihe Band Nr.

Bd.30251


Ausschnitt

Für Roman Hocke, der als Kind tatsächlich Papst werden wollte und es irgendwie auch geworden ist. "Deus caritas est." Papst Benedikt XVI. Prolog Congregatio 1981 Mit geschlossenem Mund gähnend, schielte ich auf meine Armbanduhr, in der Hoffnung, dass die Zeit dadurch ein bisschen schneller verging. Es war ein drückend warmer Julitag des Jahres 1981. Seit den frühen Morgenstunden tagte die päpstliche Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen in einem Verwaltungsgebäude des apostolischen Palasts. Dreißig Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe hatten sich versammelt, um sich durch ein Gebirge von Anträgen zu arbeiten, das scheinbar niemals schrumpfen wollte. Während ich meine Blicke an den schmucklosen Wänden des Konferenzraums entlang schweifen ließ, damit mir die Augen nicht zufielen, oder die Fliegen auf den Kuchenstücken zählte, die brave Nonnen Seiner Heiligkeit uns zur Stärkung aufgetischt hatten, folgte ich mit halbem Ohr der Verlesung der Fälle, über die wir zu beratschlagen hatten. Die Sitzungen der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen, an denen ich als Prokurator des Heiligen Stuhls und Lizentiat des kanonischen Rechts regelmäßig teilzunehmen hatte, waren für mich ein Beweis, dass der Teufel seine Opfer nicht nur körperlich durch Feuer und Schwefel quält, sondern mehr noch durch das Folterinstrument des Geistes die Langeweile. Wie oft hatte ich das alles schon gehört, diese immer und immer wieder gleichen Geschichten, aus denen ein lächerlicher, unaufgeklärter, längst überholter Kinderglaube sprach: hier eine Bilokation, dort eine Wunderheilung, als würde es auf der Welt von Heiligen und Märtyrern nur so wimmeln. Dabei war mir in all den Jahren meiner Tätigkeit kein einziges wirkliches Wunder untergekommen, trotz mannigfach erfolgter Selig- und Heiligsprechungen, ohne die offenbar die katholische Geistlichkeit immer noch nicht auskommen zu können glaubte. Wann würde meine Kirche endlich die Kraft finden, auf diesen Mummenschanz zu verzichten? Da wurden plötzlich die Stimmen am Tisch lauter. "Dieser Papst soll seliggesprochen werden? Ein Mann, der sich der Hurerei, des Mordes und sogar der Zauberei schuldig gemacht hat?" "Ja, ich bitte den Heiligen Stuhl, offiziell zu erklären, dass Benedikt IX., vulgo Teofilo di Tusculo, in die himmlische Glorie eingegangen ist und öffentliche Verehrung verdient." "Das ist unerhört! Da können wir ja gleich Satan selbst seligsprechen!" Als hätte der Heilige Geist einen Funken in meiner Seele entfacht, erwachte ich aus meinem Dämmerzustand. Hatte ich richtig gehört? War wirklich von Benedikt IX. die Rede? Ich wusste nicht viel von diesem Papst, kaum mehr, als dass er im 11. Jahrhundert gelebt hatte und bereits im Knabenalter auf den Stuhl Petri gelangt sein sollte. Doch das wenige, was von ihm überliefert war, sprach ganz und gar nicht dafür, ihn der Schar der Seligen zuzuordnen. Dieser unwürdige Stellvertreter Christi stand vielmehr im Ruf, so lasterhaft wie Caligula und so lüstern wie ein türkischer Sultan gewesen zu sein: ein der Hölle entwichener Dämon, der sich die Tiara aufgesetzt hatte, um als Papst verkleidet den Mächten des Bösen zum Triumph zu verhelfen. Paul Mortimer, ein Bischof aus Chicago von nicht mal vierzig Jahren, sprang mit dem Eifer der Jugend von seinem Platz auf, um lautstark gegen den Vorschlag zu protestieren: "Zwei Voraussetzungen sind zur Seligsprechung unabdingbar erstens der Ruf der Heiligkeit der in Frage stehenden Person, zweitens der Nachweis eines Wunders. Was, frage ich Sie, soll am Leben dieses liederlichen Papstes heiligmäßig gewesen sein?" Jiao Xing, der taiwanesische Kurienkardinal, der diesen überaus merkwürdigen Antrag auf Eröffnung eines apostolischen Prozesses gestellt hatte, setzte mit feinem Lächeln und leiser, singender Stimme zur Gegenrede an: "Ich verstehe Ihre Bedenken durchaus, Bischof Mortimer. Doch hat der Kirchenvater Augustinus uns nicht gel


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