Der Weihnachtshund

Taschenbuch; Autor: Glattauer, Daniel

Eine Liebesgeschichte, wie sie schöner nicht sein könnte Max will vor Weihnachten flüchten und auf die Malediven fliegen. Dabei ist ihm Kurt, sein Hund, im Weg. Kurt war leider eine...
Wichtige Produktinformationen

nur
online
Lieferung: Innerhalb von 2 Werktagen
8.99* inkl. MwSt. Versandkostenfrei!

Versandkosten und Lieferzeiten

Artikelnummer: 100103111

Eine Liebesgeschichte, wie sie schöner nicht sein könnte

Max will vor Weihnachten flüchten und auf die Malediven fliegen. Dabei ist ihm Kurt, sein Hund, im Weg. Kurt war leider eine Fehlinvestition. Er schläft meistens. Und wenn er sich bewegt, dann höchstens irrtümlich. Katrin wird demnächst dreißig und leidet unter Eltern, die darunter leiden, dass sie noch keinen Mann fürs Leben gefunden hat. Mit Weihnachten kommt der Höhepunkt des familiären Leidens auf sie zu. Da tritt plötzlich Kurt in Erscheinung. Katrin mag zwar keine Hunde, aber Kurt bringt sie auf eine Idee ...
Titel Zusatz

Roman


Autor(en)

Glattauer, Daniel


Erscheinungsdatum

14.10.2009


Abmessungen

(H) 0,19 (B) 0.12


Gewicht in Gramm

175 gr


Seitenzahl

223


Herausgeber

Goldmann


Sprache

Deutsch


Reihe

Goldmann Taschenbücher


Reihe Band Nr.

Bd.46762


Ausschnitt

1. Dezember Kurt feiert Weihnachten heuer wie _blich daheim. Sein Herrl (ich) sicher nicht. Also nehmt mir bitte den Hund ab. Er ist zutraulich und pflegeleicht. Er ist ein guter Hund." Diese Meldung konnte im Internet unter dem Stichwort "Weihnachten" abgerufen werden. "Sein Herrl" war Max. Kurt war ein reinrassiger Deutsch-Drahthaar. Was er gerade machte? Er lag unter seinem Sessel und z_te im Geiste seine Deutsch-Drahthaare. Es war nicht wirklich sein Sessel, nur der Sessel, unter dem er immer lag. Von den zwei Jahren, die Max und Kurt im gemeinsamen Haushalt verbracht hatten, war Kurt etwa eindreiviertel Jahre unter dem Sessel gelegen. Man konnte also beruhigt "sein Sessel" sagen. Wenn sich Kurt irgendetwas verdient hatte, dann diesen Sessel. Allerdings hatte sich der Sessel Kurt nicht verdient. Der Sessel war n_ich im direkten Vergleich der deutlich Lebendigere von beiden. Max war, sah man von Kurt ab, ein Single. Er war es aus _erzeugung, nicht aus Verlegenheit, er konnte ja nicht sein Leben lang verlegen sein. Max war immerhin bereits 34. Um das gleich einmal abzukl_n: Er war nicht schwul. Es w_ zwar nichts dabei gewesen, auch George Michael war schwul, aber Max stand auf M_er ungef_ so sehr wie auf Fensterrahmenputzen oder Leintuchabziehen oder Kurt-auf-die-Beine-Stellen. Max sah es so: Mit M_ern konnte man auf f_nf Biere gehen, Darts spielen, Harley-Davidson-Maschinen abfeiern und unerreichbaren Oberweiten nachtrauern. Und nat_rlich _ber den Job reden. Am ehesten h_e Max im M_erverband unerreichbaren Oberweiten nachgetrauert. Max mochte Frauen. Sie ihn theoretisch auch. Leider passten sie nicht zusammen. Sie hatten es oft genug miteinander probiert. Max hatte n_ich ein Problem, ein spezifisches, ein eher ungew_hnliches, ein eher sehr au_rgew_hnliches. (Sp_r!) Und Frauen waren ja nicht alles. Nicht? Max sp_rte Weihnachten. Es kam direkt auf ihn zu. Eine erste kr_ige Brise Lebkuchen-Punsch-Extrakt aus nordwestlicher Richtung in Form von Nebelnieselgraupel war bereits eingetroffen. Die Gro_tadt bei null Grad Celsius: zum Einfrieren zu wenig, zum Auftauen zu viel. Die Leute auf der Stra_ beschleunigten ihren Schritt. Sie dachten garantiert bereits an Geschenkpapier mit Engerlmotiven. Das machte Max Angst. Wie gesagt, er stand dazu, ein Single zu sein. Das war die ehrlichste Form einer zwischenmenschlichen Beziehung: Max war t_ich 24 Stunden zwischen sich. Er war mitunter r_hrend um sich selbst bem_ht. Dies erforderte volle Konzentration und lenkte von unwichtigen Dingen wie Alltag ab. Aber, zugegeben, zu Weihnachten hing er ein bisschen bl_d in der Winterluft. Ihm war das eindeutig das falsche Klima f_r zu viel Vorbereitung auf zu viel Feier f_r zu wenig Grund daf_r. Au_rdem hatte er eine nicht therapierbare Sternspritzer-Allergie. Und ein gef_liches Glaskugel-Syndrom. (Er neigte dazu, sie zu zertreten.) Neuerdings machte sich eine heimt_ckische Fichtennadelunvertr_ichkeit und eine ausgewachsene Kerzenwachsneurose bemerkbar. Erklangen dann auch noch Weihnachtslieder, schlitterte er in eine tiefe Winterdepression, die sich erst zu Pfingsten langsam wieder aufl_ste. Deshalb hatte er beschlossen, in diesem Jahr auf die Malediven zu fliegen. Das war zwar so plakativ, dass es schon wieder weh tat. Aber er hatte sich entschieden, Weihnachten unter der prallen Sonne zu leiden. Das verg_nnte er seiner Haut, sie schenkte ihm auch nichts. Morgen sollte es _brigens angeblich schneien. Morgen war Sonntag. Entsetzlich. Max hasste Sonntage. 2. Dezember Drau_n schneite es nicht. Es war nur angek_ndigt worden, damit die Menschen wussten, dass es h_e sein k_nnen, damit sie Daunenkapuzenm_el und Schneer_ger_ kauften. Drinnen sa_Katrin vor dem Computer und surfte. Das schaffte sie stundenlang. Es war ihre Nahtstelle zwischen T_gkeit und Unt_gkeit. Eingabe ohne Eingebung. Tr_en ohne Gef_hlsduselei. Suchen ohne auf der Suche zu sein. In die Luft starren mit Buchstaben. G_en per Tastendruck. Nasen


Für dieses Produkt sind noch keine Bewertungen vorhanden.

Wie funktioniert die Abgabe von Kaufbewertungen?

Nach Bestellung und Erhalt der Ware erhalten Sie von eKomi eine E-Mail mit einem Link zur Kaufbewertungsseite. Daher ist es nötig, dass wir zur Abgabe von Kaufbewertungen mit Ihrer Einwilligung im Nachgang zu Ihrem Kauf vereinzelte Daten Ihrer Bestellung an den unabhängigen Bewertungsdienstleister eKomi weitergeben. Nur Kunden, die Produkte erworben und mit diesen Erfahrungen gesammelt haben, können Kaufbewertungen abgeben. Auf diese Weise sichern wir die Qualität der eingehenden Bewertungen. Ihre Einwilligung in den Erhalt der E-Mails und die Weitergabe der Bestelldaten können Sie jederzeit widerrufen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unseren Datenschutzbestimmungen.