Detox Commitment

Gemeinsam verändern – nachhaltig produzierte Textilien

In der Textilproduktion kommen Chemikalien zum Einsatz, die mitunter eine Gefährdung der Ökosysteme darstellen, z. B. bei Verarbeitungsprozessen, wie dem Färben oder Bedrucken von Kleidungsstücken. Durch unsachgemäßen Umgang mit potenziell schädlichen Chemikalien sowie deren Ableitung in örtliche Gewässer können Mensch und Umwelt Schaden nehmen.

Lidl ist sich der Verantwortung für Mensch und Natur bei der Herstellung seiner Eigenmarken-Textilien und -Schuhe bewusst und steht für die hohe Qualität und Sicherheit seiner Artikel ein. Neben dem Schutz der Umwelt ist für Lidl die Gesundheit und Zufriedenheit seiner Kunden und Mitarbeiter ein maßgebliches Anliegen. Aus diesem Grund hat Lidl als erster Lebensmitteleinzelhändler im Dezember 2014 in seinem Detox Commitment gegenüber Greenpeace den Willen bekundet, mit Blick auf die weltweite Lieferkette bis 2020 auf den Einsatz und die Freisetzung der elf von Greenpeace als prioritär eingestuften Chemikaliengruppen in seiner Textilproduktion zu verzichten.

Mit der Umsetzung des Detox Programms schafft Lidl Transparenz in seiner Textillieferkette. Bei der Herstellung von Kleidung und Schuhen sollen die von Greenpeace definierten bedenklichen Chemikalien durch sichere Alternativen ersetzt und eine generelle Reduktion der eingesetzten Chemikalien erreicht werden. Belastungen für Mensch und Umwelt werden damit deutlich verringert. Glaubwürdigkeit, Transparenz und die Umsetzbarkeit der von Lidl initiierten Maßnahmen sind dabei von entscheidender Bedeutung. In diesem Sinne möchte Lidl seine Kunden über das Chemiekalienmanagement in der Produktion von Textilien informieren und sie zu einem nachhaltigeren Konsum ermutigen, um sich gemeinsam mit ihnen für eine umweltverträglichere Textilproduktion einzusetzen.

Als erster Lebensmitteleinzelhändler mit Non-Food-Sortiment hat Lidl zudem im Januar 2017 eine Liste der rund 650 Lieferanten des Textil- und Schuhsortiments der Lidl-Eigenmarken veröffentlicht. Die Liste zeigt Namen, Adressen und Länder der Hauptproduktionsstätten.

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Der lange Weg der Textilien

Der Zwischenbericht bietet einen umfassenden Einblick in die bislang von Lidl durchgeführten Maßnahmen, den aktuellen Status Quo und einen Ausblick in Bezug auf die Umsetzung von Detox bei Lidl.

Zwischenbericht 2017

Saubere Lieferkette

Lidl hat eine kombinierte Chemikalienverbotsliste (Manufacturing Restricted Substances List/Restricted Substances List) erstellt, auf der die bedenklichen Substanzen erfasst sind. Die Liste ist seit Juli 2015 vertraglicher Bestandteil bei der Auftragsvergabe an Textillieferanten. Durch Informationsveranstaltungen und Schulungen unterstützt Lidl seine Lieferanten sowie deren Produktionsstätten und zuliefernde Betriebe dabei, umweltschädliche Chemikalien frühzeitig zu identifizieren.

Ein proaktiver Ansatz zur Substitution gefährlicher Chemikalien soll nicht nur dazu dienen, diese in der Produktion zu ersetzen, sondern letztlich das gesamte Chemikalienmanagement zu optimieren und den Einsatz von Chemikalien generell zu reduzieren. Darüber hinaus lässt Lidl mindestens einmal jährlich seine textilen Zulieferbetriebe im Hinblick auf Belastungen der Abwässer und Klärschlämme durch Chemikalien durch unabhängige und spezialisierte Prüfinstitute prüfen. Die Ergebnisse veröffentlicht Lidl auf der Plattform des Institute for Public and Environmental Affairs (IPE).

Im Einklang mit seiner Forderung nach voller Transparenz veröffentlichte Lidl im Januar 2017 als erster Lebensmittelhändler mit Non-Food-Sortiment eine Liste seiner rund 650 Lieferanten des Textil- und Schuhsortiments der Lidl-Eigenmarken auf seiner Homepage.

Eliminierung von PFCs und APEOs

Lidl verfolgt mit dem Detox Commitment das Ziel, die elf von Greenpeace als prioritär eingestuften Chemikaliengruppen aus seinen textilen Herstellungsprozessen zu eliminieren. Gemeinsam mit seinen Lieferanten hat Lidl bereits 2012 damit begonnen, bei seiner Textilproduktion auf per- und polyfluorierte Substanzen (PFCs) zu verzichten. Lidl hat beispielsweise im Bereich Sport- und Funktionstextilien mit schmutz- und wasserabweisender Funktion PFC-haltige Materialien konsequent durch eine ökologische Alternative ersetzt. Der Stoff ist gut biologisch abbaubar und bildet keine schädlichen Nebenprodukte. Die entsprechenden Kleidungsstücke sind für die Kunden seitdem sichtbar mit der Kennzeichnung BIONIC FINISH ECO versehen. Die vollständige Eliminierung von PFCs aus der Lieferkette soll bis zum 1. Juli 2017 erfolgen. Mit dem Detox Commitment startete Lidl außerdem die Verbannung von Alkylphenolen und deren Ethoxylaten (APEOs) aus seiner Lieferkette.

Einsatz von sicheren Chemikalien in der Textilproduktion von Lidl

Zirkuläre Wirtschaft

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen unterstützt Lidl den gesellschaftlichen Wandel hin zu einem nachhaltigeren und ressourcenschonenden Wirtschaften. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich Lidl zurzeit mit der Entwicklung und Markteinführung kreislauffähiger Textilprodukte. Lidl möchte seine Eigenmarken-Textilprodukte im Hinblick auf ihre Langlebigkeit und Qualität so gestalten, dass eine Wiederverwendung und -verwertung möglich ist, der Rohstoffverbrauch gesenkt und Abfallmengen reduziert werden.

Projekt T-Shirt Plus

Mit Qualität und Innnovation im Bereich Mode und Textil möchte Lidl vorreitend zukunftsweisende Herstellungs- und Produktlösungen aufzeigen und global etablieren. Startend mit einer T-shirt- und Schlafkollektion werden ressourceneffektive und kreislauffähige Produkte und Prozesse entwickelt, die für die biologische Sphäre gestaltet sind. In Kooperation mit Prof. Friederike von Wedel vom Beneficial Design Institute und EPEA (Environmental Protection Encouraging Agency) soll das erste Projekt im Jahr 2018 umgesetzt und in allen Filialen zum Verkauf angeboten werden. Das besondere an der T-Shirt Kollektion ist, dass alle Inhaltsstoffe positiv definiert sein werden, d.h. es wird nicht nur „frei von...“ hergestellt sein, sondern ausschließlich mit positiv gelisteten Chemikalien, die nach jetzigem Wissensstand als unbedenklich für die Umwelt eingestuft werden. Für die Produktion und die Arbeiter stellt das eine gesunde Arbeitssituation sicher. Die Produkte werden in allen Komponenten darauf abgestimmt, dass sie nach der Nutzung zurück in den biologischen Kreislauf gehen können.

Bereits heute umfasst das Produktangebot von Lidl eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen und ökologischen Standards im gesamten Lebenszyklus der Produkte. Dabei setzt Lidl auf die Nutzung von Fairtrade- und GOTS-zertifizierter Baumwolle, optimierte Transportwege und die Vermeidung und Einsparung von Verpackungsmaterialien wie zum Beispiel Polybeutel.

Ansätze zur Abfallvermeidung – Abschaffung von Polybeuteln