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Die Abgehobenen

Hardcover, 276 Seiten, Autor(en): Hartmann, Michael

Die Abgehobenen: Eliten höhlen die Demokratie aus Die Eliten werden immer mehr zur geschlossenen Gesellschaft. Das gilt nicht nur für die Wirtschafts-, sondern zunehmend auch für die politische...
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Die Abgehobenen: Eliten höhlen die Demokratie aus
Die Eliten werden immer mehr zur geschlossenen Gesellschaft. Das gilt nicht nur für die Wirtschafts-, sondern zunehmend auch für die politische Elite. Ihre Lebenswelten und die der Bevölkerung driften seit Jahrzehnten auseinander. Sie glauben, dass für sie eigene Regeln gelten und produzieren einen Steuer- und Finanzskandal nach dem anderen. Der renommierte Elitenforscher Michael Hartmann benennt die Folgen: Politikverdrossenheit und Rechtspopulismus.
Die einen schimpfen auf "die da oben", andere auf das Elitenbashing. Dabei lohnt es sich, genau hinzusehen:
- Wer sind die Eliten?
- Wie erneuern sie sich? - Wie hängen ihre Haltungen und ihre Herkunft zusammen?
Hartmanns Befund: Die Eliten sind ein abgehobener Selbstrekrutierungsbetrieb, der die Demokratie aushöhlt. Nur durch eine durchgreifende soziale Öffnung der politischen Elite ist eine Wende möglich.
Michael Hartmann, renommierter Elitenforscher, setzt mit seinem Buch ein klares politisches Statement zu einem brisanten Thema mit gesellschaftlicher Sprengkraft.
  • Erscheinungsdatum: 14.08.2018
  • Hardcover: 276 Seiten
  • ISBN: 9783593509280
  • Sprache: Deutsch
  • Verlag: Campus Verlag
  • Autorenporträt:

    Michael Hartmann ist Deutschlands renommiertester Elitenforscher. Er steht für die These, dass Herkunft maßgeblich über den Erfolg entscheidet. Bis Herbst 2014 war Hartmann Professor für Soziologie an der TU Darmstadt. Bei Campus sind von ihm mehrere Bücher zum Thema Elite erschienen, zuletzt "Die globale Wirtschaftselite. Eine Legende" (2016).


    Text Review:

    "Dieses Buch ist wirklich empfehlenswert." Andreas Bönte, nacht:sicht, BR Fernsehen, 10.09.2019 "Die Mitglieder der Eliten selbst haben einen ganz eigenen Begriff davon, was 'Elite' bedeutet: Sie halten sich einfach für die Besten." Michael Bittner, Sächsische Zeitung, 03.04.2019 "Die politischen und wirtschaftlichen Eliten in Deutschland sind in ihrer Mehrheit von der Lebenswirklichkeit der breiten Bevölkerung entfernt. Und zwar so sehr, dass sie zunehmend Schwierigkeiten haben, deren Probleme zu erkennen und die Folgen ihrer Entscheidungen für diese Bevölkerung zu verstehen." Michael Köhler, Deutschlandfunk "Kulturfragen", 30.09.2018 "Hartmann plädiert für eine Abkehr von der 'neoliberalen Agenda', welche er für den erstarkenden Rechtspopulismus verantwortlich macht. Seine Alternative ist ein sozialer Politikwechsel: Als Vorbilder nennt er den demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders, den Anführer der britischen Labour-Partei Jeremy Corbyn oder die spanische Podemos-Partei. Diese hätten es mit ihren glaubwürdigen Forderungen geschafft, wieder große Teile der Bevölkerung zu einer politischen Massenbewegung zu mobilisieren.", Frankfurter Neue Presse, 11.10.2018 "Die Lektüre lohnt sich. Die sich vertiefende und verfestigende soziale Spaltung in diesem Land ist kein Naturgesetz. Sie ist von Menschen gemacht und sie kann auch von Menschen geändert werden. Es bleibt also Hoffnung." Rüdiger Lötzer, Politische Berichte, 07.12.2018 "Bevor demnächst uns Thilo Sarrazin, Ex-Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, wieder weiszumachen versuchen wird, dass es der Islam und die Muslime sind, die unsere Welt zerstören, kommt Hartmanns Buch gerade rechtzeitig, um uns darüber aufzuklären, dass unsere Probleme zwar nicht verstanden werden können ohne die globalen Zusammenhänge, in denen sie stehen, dass sie aber eben doch hausgemacht sind." Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 18.08.2018 "Der renommierte Elitenforscher Prof. Michael Hartmann zeigt jenseits allen 'Eliten-Bashings' eindrucksvoll, wie gefährlich es für die Demokratie ist, wenn so genannte 'Eliten' immer mehr zu einem exklusiven Club, zu einer geschlossenen Gesellschaft werden. Hartmann beschreibt, was passiert, wenn Lebenswelten von Wirtschaftslenkern und Politikern auf der einen Seite - und ganz normalen Bürgern auf der anderen Seite - immer weiter auseinander driften. Eine kleine Gruppe lebt auf Kosten der Mehrheit, indem sie sich ihre eigenen Regeln gibt und 'einen Steuer- und Finanzskandal nach dem anderen produziert'.", SR2 Fragen an den Autor, 09.09.2018 "Die soziale Ungleichheit nimmt zu und bleibt für die Elite eine abstrakte Diskussion - denn sie wissen nicht, wie normale Menschen leben und kennen niemanden, der von existenziellen Sorgen geplagt ist. Trotz ihrer Abgehobenheit treffen sie Entscheidungen, die uns alle betreffen.", Kontrast, 22.10.2018 "Der Soziologe Michael Hartmann erforscht seit Jahrzehnten die Eliten. In seinem neuen Buch moniert er: Sie werden homogener, vermögender und entfernen sich immer weiter von der Bevölkerung." Niklas Dummer, WirtschaftsWoche Online, 18.08.2018 "Michael Hartmann, renommierter Elitenforscher, setzt mit seinem Buch ein klares politisches Statement zu einem brisanten Thema mit gesellschaftlicher Sprengkraft.", Lernwelt, 15.01.2019


    Titel Zusatz:

    Wie die Eliten die Demokratie gefährden


    Autor(en):

    Hartmann, Michael


    Kurzbeschreibung:

    Die Abgehobenen: Eliten höhlen die Demokratie aus Die Eliten werden immer mehr zur geschlossenen Gesellschaft. Das gilt nicht nur für die Wirtschafts-, sondern zunehmend auch für die politische Elite. Ihre Lebenswelten und die der Bevölkerung driften seit Jahrzehnten auseinander. Sie glauben, dass für sie eigene Regeln gelten und produzieren einen Steuer- und Finanzskandal nach dem anderen. Der renommierte Elitenforscher Michael Hartmann benennt die Folgen: Politikverdrossenheit und Rechtspopulismus. Die einen schimpfen auf "die da oben", andere auf das Elitenbashing. Dabei lohnt es sich, genau hinzusehen: - Wer sind die Eliten? - Wie erneuern sie sich? - Wie hängen ihre Haltungen und ihre Herkunft zusammen? Hartmanns Befund: Die Eliten sind ein abgehobener Selbstrekrutierungsbetrieb, der die Demokratie aushöhlt. Nur durch eine durchgreifende soziale Öffnung der politischen Elite ist eine Wende möglich. Michael Hartmann, renommierter Elitenforscher, setzt mit seinem Buch ein klares politisches Statement zu einem brisanten Thema mit gesellschaftlicher Sprengkraft.


    Erscheinungsdatum:

    14.08.2018


    Abmessungen:

    (H) 0,22 (B) 0.14 (T) 0.02


    Gewicht in Gramm:

    476 gr


    Seitenzahl:

    276


    Herausgeber:

    Campus Verlag


    Sprache:

    Deutsch


    Altersangabe (FSK/USK):

    Einsteiger/Laien


    Ausschnitt:

    1. Einleitung: Parallelwelt mit eigenen Regeln Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Begriff "Elite" für Jahrzehnte weitgehend aus der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit verschwunden. Seine erste wirkliche Renaissance erlebte er nach dem Zusammenbruch des Ostblocks. Da wurde plötzlich nicht nur in den Medien, sondern auch von Politikern und Wirtschaftsvertretern1 eine Rückbesinnung auf die Vorzüge von Eliten verlangt und in dieser Frage von den Eliten ein auch offen zum Ausdruck gebrachtes Selbstbewusstsein eingefordert. Deutschland war nach dem Ende des Viermächtestatuts wieder eine der wichtigen und auch politisch uneingeschränkt handlungsfähigen Mächte der Welt. Große Teile der herrschenden Eliten glaubten deshalb, man könne und müsse die Skrupel gegenüber dem Elitebegriff, die aus den Verbrechen der Nazizeit herrührten, nun endlich ablegen. Das sei jetzt endgültig Vergangenheit. Wie Briten, Franzosen oder US-Amerikaner das schon immer handhabten, solle man nun auch als Deutscher wieder offensiv zur Notwendigkeit und Bedeutung von Eliten stehen. Seinen vorläufigen Höhepunkt fand diese Entwicklung in der Exzellenzinitiative für den Hochschulbereich. Man verzichtete zwar seitens der politisch Verantwortlichen letztlich offiziell auf den Begriff "Elite", um die gesamte Initiative nicht durch die Wahl eines Begriffs zu gefährden, der bei der Basis von SPD und Grünen als umstritten galt. Dennoch war der Titel "Eliteuniversität" schnell in aller Munde. "Elite" war zumindest in der medialen Öffentlichkeit wieder zu einem überwiegend positiv besetzten Begriff geworden. Mit dem Ausbruch der Finanzkrise war diese positive Wende knapp zwei Jahrzehnte später schon wieder vorbei. Hatten die rasant angestiegenen Managergehälter und einzelne Skandale um Steuerhinterziehung bereits vor 2008 immer wieder für skeptische Stimmen gesorgt, schlug die Stimmung nach der Finanzkrise auf breiter Front um. Für viele Menschen war mit der Krise das zentrale Versprechen der herrschenden Eliten und die wesentliche Begründung ihrer neoliberalen Politik, dass letztlich alle von der durchgreifenden Liberalisierung der Märkte profitierten, widerlegt oder zumindest stark infrage gestellt. Dementsprechend ist in großen Teilen der Bevölkerung das Ansehen der Eliten massiv gesunken und stellenweise sogar richtige Wut gegen sie aufgekommen. Getrennte Lebenswelten Für die Eliten selbst ist diese Entwicklung nicht nachvollziehbar. Sie halten die herrschende neoliberale Politik im Kern nach wie vor für alternativlos und führen die negative Haltung weiter Bevölkerungskreise ihnen gegenüber in der Regel auf Unwissen und fehlgeleitete Emotionen zurück. Die tatsächlichen Ursachen bleiben ihnen damit verborgen. Der frühere Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat den entscheidenden Grund für diese Fehleinschätzung Anfang November 2017 in einem Interview mit der Zeit folgendermaßen formuliert: "Schon heute glauben viele Bürger nicht mehr, dass unser Gesellschaftssystem alle gleichermaßen behandelt. Das ist der Hauptvorwurf, den ich den sogenannten Eliten mache: Diesen Leuten fehlt jegliches Verständnis dafür, was ihr Tun in der Gesellschaft auslöst. Die Ignoranz ist enorm."2 Obwohl verwundert, dass ausgerechnet Steinbrück von solcher Ignoranz spricht, der selbst als ausgesprochen abgehobener Politiker gilt - man erinnere sich nur an seine Wahlkampfauftritte 2013 -, so trifft er doch den Kern der Sache. Die Eliten sind in ihrer großen Mehrheit inzwischen so weit von der breiten Bevölkerung entfernt, dass sie zunehmend Schwierigkeiten haben, deren Probleme zu erkennen und die Folgen ihrer Entscheidungen für die Bevölkerung zu verstehen. Ende 2017 zeigte sich das wieder bei der Entscheidung des Siemens-Vorstands, ungefähr 3?500 Stellen in Deutschland zu streichen und dabei drei Werke in Thüringen und Sachsen zu verkaufen oder zu schließen, darunter ausgerechnet das in Görlitz, wo die


    Inhaltsverzeichnis:

    Inhalt 1. Einleitung: Parallelwelt mit eigenen Regeln 7 Getrennte Lebenswelten 8 Die Mächtigen - Skandale und kein Unrechtsbewusstsein 17 Der Aufstieg des Rechtspopulismus - eine Antwort auf das Elitenverhalten 26 2. Eine zunehmend geschlossene Gesellschaft 31 Elite heißt Macht ausüben 33 Bürgerkinder suchen Bürgerkinder: Die Persönlichkeitsmerkmale sind ausschlaggebend 47 Die Eliten der wichtigen gesellschaftlichen Bereiche verbindet viel - ein internationaler Vergleich 75 Die Mär von den kosmopolitischen Eliten 90 3. Wie Eliten die soziale Ungleichheit vorantreiben 98 Großbritannien und die USA: Politiker aus der Upperclass machen Politik für die Upperclass 98 Deutschland: ein ähnliches Spiel zwei Jahrzehnte später 114 Bürgerkinder mit Verbindungen zur Wirtschaft - die Lebenswege der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung 138 Die Erbschaftsteuer für Familienunternehmen - ein Geschenk für große Firmen 145 Die Herkunft der politischen Elite prägt ihre Entscheidungen 150 4. Eigennutz vor Gemeinnutz - so ticken die Eliten 154 Eine eigentümliche Sichtweise: Steuern als staatlicher Raubzug, Steuerhinterziehung als Kavaliersdelikt 157 Legitimierung krimineller Finanztricks: Die Dreistigkeit der Cum-Ex-Geschäfte 168 Verteidigung der sozialen Unterschiede als Leistungsgerechtigkeit 177 Verkehrte Welt oder Schuld an der Finanzkrise sind die Staatsausgaben 190 Abgehoben und abgeschottet: Die Eliten leben in ihrem eigenen Kosmos 201 5. Eine Politik jenseits des Neoliberalismus ist nötig und möglich 214 Herrschende Politik, Politikverdrossenheit und Rechtspopulismus 215 Schlüsselwort soziale Gerechtigkeit 226 Veränderung ist möglich - der Zeitgeist kann sich drehen 232 Vier Modelle für die Zukunft: Merkel, Macron, Kurz oder Corbyn? 239 Ein Politikwechsel ist machbar - hier und jetzt 244 Anmerkungen 251 Literatur 265


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