Die Legenden der Albae, Tobender Sturm

Taschenbuch; Autor: Heitz, Markus

Nach den Ereignissen aus Markus Heitz' Bestseller "Das Schicksal der Zwerge" liegt das Geborgene Land gebrochen da. In der schrecklichen Schlacht wurden von den Helden viele Opfer gebracht, um...
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Artikelnummer: 100160025

Nach den Ereignissen aus Markus Heitz' Bestseller "Das Schicksal der Zwerge" liegt das Geborgene Land gebrochen da. In der schrecklichen Schlacht wurden von den Helden viele Opfer gebracht, um die Heimat der Zwerge, Elben und Menschen vor dem Bösen zu bewahren: Lot-Ionan und die Albae sind besiegt. Aiphatòn, der Sohn der Unauslöschlichen und einstiger Kaiser der Albae, macht sich auf die Suche, die Letzten seines Volkes in ihren Verstecken im Geborgenen Land aufzuspüren und zu vernichten. Er schwor, dass von den Albae niemals mehr eine Gefahr ausgehen darf. Dabei gerät er plötzlich an eine rätselhafte Magierin, die sich mit ihrer Sippschaft auf ganz besondere Zauber versteht, gegen die es scheinbar kein Mittel gibt. Sollte es Aiphatòn nicht gelingen, die Botoiker aufzuhalten, droht dem geschwächten Geborgenen Land der Untergang. Aus einem Alb, dem Todfeind des Geborgenen Landes, wird die größte Hoffnung. Doch noch andere Dinge tun sich in Tungdils Heimat, die sich sein alter Freund Ingrimmsch nicht erklären kann ...
Text Review

"Wie gewohnt von Markus Heitz sind sowohl die Handlung als auch die Charaktere ausgezeichnet durchdacht. Ich habe bei seinen Romanen immer das Gefühl, die Propagandisten lebhaftig vor mir zu sehen.", kerstin-weihe.de, 11.04.2014


Autor(en)

Heitz, Markus


Erscheinungsdatum

06.03.2014


Abmessungen

(H) 0,21 (B) 0.14 (T) 0.05


Gewicht in Gramm

756 gr


Seitenzahl

560


Herausgeber

Piper


Sprache

Deutsch


Reihe

Die Legenden der Albae


Reihe Band Nr.

Bd.4


Ausschnitt

Man sagt, sie seien grausamer als jedes andere bekannte Volk. Man sagt, der Hass gegen die Elben, Menschen, Zwerge und alle anderen Geschöpfe rinne schwarz durch ihre Adern und zeige sich im entlarvenden Licht der Sonne in den Augen. Man sagt, sie hätten ihr Dasein ganz dem Tod und der Kunst gewidmet. Man sagt, sie würden schwarze Magie beherrschen. Man sagt, sie seien unsterblich Vieles wurde über das Volk der Albae verkündet. Nun lest die folgenden Geschichten und entscheidet danach selbst, was der Wahrheit entspricht und was nicht. Es sind Geschichten von unsäglichem Gräuel, von unvorstellbaren Schlachten, größter Niedertracht, grandiosen Triumphen und vernichtenden Niederlagen. Aber auch von Mut, Aufrichtigkeit und Tapferkeit. Von Freundschaft. Und Liebe. Dies sind die Legenden der Albae. Unbekannter Verfasser Vorwort aus den verbotenen, die Wahrheit verklärenden Büchern Die Legenden der Albae, undatiert PROLOG Es ist nicht lange her, dass ich diese Zeilen niederschrieb. Manche Geschehnisse klingen in den Vergessenen Schriften an, manche Hintergründe erscheinen nun in neuem Licht. Wie sich doch alles miteinander verbindet, und selbst wenn viele Teile der Unendlichkeit dazwischenliegen. Die Zeit der falschen Götter ist vorüber, wie es scheint. Sie erhoben sich selbst zu höheren Wesen und scheiterten. So endeten die Unauslöschlichen. Doch das Wesen, das sie uns hinterließen, benahm sich gänzlich anders. Pflichtbewusstsein, Demut, Aufopferung man erwartet es kaum von den Sterblichen und gar nicht von einem Göttersohn, für den er sich halten durfte. Aiphatòn marschierte, um die Gefahr aufzuhalten, und geriet von einem Sturm in den nächsten, die an Kraft gewannen, bis er an den stärksten geriet. Und ich? Noch befinde ich mich im Auge des Orkans, genieße die Ruhe nach den vielen Momenten des Tosens und Lärmens, des Schreiens und des Todes. Ich vermag nicht zu ermessen, wie lange diese Stille anhält und ob mich die Winde dann zerreißen. Sollten meine Aufzeichnungen enden, hinterließ ich doch mit ihnen ein Vermächtnis, das mich übersteht. Welch Ironie: Ein unsterblicher Alb benötigt dünnes Papier, um weiterzuleben! Lest und versteht. aus dem Epos "Aiphatòn", aufgezeichnet von Carmondai, dem Meister in Bildnis und Wort Tark Draan, Dsôn Bhará (einstiges Elbenreich Lesinteïl), eine Meile vor Dsôn, 5452. Teil der Unendlichkeit (6491. Sonnenzyklus), Frühsommer Wie ich es mir dachte: Sie warteten ab, weil sie es nicht wagen, uns nachts anzugreifen. Mit den blasshellen Strahlen der aufgehenden Sonne rückte die Schar jämmerlicher Gegner heran, die Daitolór deutlich in der Ebene erkannte. Den Tod bringen wir ihnen so oder so. Staub stieg unter ihren Stiefeln auf, die trockene Witterung hatte die Erde rings um den Krater sandig werden lassen. Da kein Wind wehte, schraubten sich die bräunlichen Schwaden verräterisch in die Höhe und waren auch aus der Ferne leicht auszumachen. "Sie kommen einmal mehr von Nordwesten über die Ebene. Etwa eintausend, die Hälfte der Barbaren als Krieger verkleidet, die anderen sind Bauern", rief Daitolór von seinem Aussichtsplatz nach unten, ohne dabei beunruhigt oder aufgeregt zu klingen. "Sie eint, dass alle keinen Funken Verstand besitzen." Leises Gelächter erklang nach den Worten des Benàmoi. Der Alb, der seine dunklen Haare unter dem Helm verstaut hatte, sprang von einem abstrakten Kunstwerk aus klar lackiertem Gebein und rostigem Eisen herab. Er landete elegant vor den zwanzig Kriegerinnen und Kriegern in gehärteten, schwarzen Lederpanzerungen. Daitolór zeigte auf die nahenden Feinde. "Steckt die glatten Spitzen auf und zieht die Sehne so weit zurück, wie es geht. Jeder Pfeil muss mindestens drei von ihnen durchschlagen und das Leben rauben. Das spart Geschosse." Seine Soldaten, die ihre langen Bögen bereits von der Schulter genommen hatten, nickten stumm. "Sobald die Verstandslosen auf zweihundert Schritte hera


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