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Die letzte Spur

Taschenbuch; Autor: Link, Charlotte

Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Anstatt in der Abflughalle zu...
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Artikelnummer: 100098905

Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Anstatt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen. Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf. Plötzlich gibt es Hinweise, dass Elaine noch lebt. Doch als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird ...
Maße

19 cm


Titel Zusatz

Roman. Originalausgabe


Autor(en)

Link, Charlotte


Erscheinungsdatum

03.03.2008


Gewicht in Gramm

515 gr


Seitenzahl

636


Herausgeber

Goldmann


Sprache

Deutsch


Reihe

Goldmann Taschenbücher


Reihe Band Nr.

Bd.46458


Ausschnitt

November 2002 Es w rde schneien an diesem Wochenende. Das hatten die Meteorologen prophezeit, und es sah aus, als k nnten sie recht behalten: Es war eisig kalt an diesem Novembernachmittag. Ein scharfer Wind blies aus Nordost. Wer aus dem Haus musste, dem tr en rasch die Augen und die Haut brannte. Die fr he winterliche Dunkelheit brach bereits herein. Den ganzen Tag war es nicht richtig hell geworden, und nun schien die D erung schon wieder in den Abend berzugehen. Die junge Frau sah erb lich aus. Verfroren, bleich, mit roten Flecken auf den Wangen. Sie hielt beide Arme um ihren K rper geschlungen, als k nnte sie der gnadenlosen K e, die drau n herrschte, auch hier drinnen nicht entkommen. Dabei war der Keller des gerichtsmedizinischen Institutes gut geheizt. Jedenfalls der kleine Vorraum, in den Inspector Fiedler und seine Mitarbeiterin, Sergeant Christy McMarrow, die Besucherin geleitet hatten, nachdem diese die unbekannte Tote aus dem Epping Forest identifiziert hatte. Sie hatte nur einen einzigen, kurzen Blick auf das w serne Gesicht geworfen, sich dann rasch abgewandt und h rbar mit einem W rgen in der Kehle zu k fen gehabt. Dabei hatte sie nicht einmal den bel zugerichteten K rper gesehen. Der so hatte Fiedler gedacht, h e sie wahrscheinlich in Ohnmacht fallen lassen. Es hatte ein paar Augenblicke gedauert, bis sie hatte sprechen k nnen. Das ist sie. Das ist Jane. Jane French. Im Vorraum bat sie um eine Zigarette. Fiedler gab ihr Feuer. Ihre H e zitterten heftig, aber das lag nicht nur an der belastenden Situation. Die Frau war drogens chtig, das hatte er auf den ersten Blick erkannt. Prostituierte, wie ihre Kleidung verriet. Ihr Rock war so kurz, dass es nicht viel ge ert h e, wenn sie ihn berhaupt nicht getragen h e. Hauchd nne schwarze Str mpfe, nicht im Mindesten geeignet, sie vor der K e zu sch tzen. Hochhackige Stiefel, eine blouson liche Jacke aus einem metallisch gl enden Stoff, weit ge ffnet, um m glichst viel von ihren ppigen, gutgeformten Br sten zur Geltung zu bringen. Sie war jung, Anfang zwanzig, sch te Fiedler. Also, Miss Kearns , sagte er, bem ht, besonders sachlich und k hl zu erscheinen, um auch ihr Gelegenheit zu geben, sich zu fassen, Sie sind v llig sicher, dass es sich bei der Toten um eine ... Jane French handelt? Lil Kearns zog heftig an ihrer Zigarette und nickte. Absolut. Das ist sie. Hab sie sofort erkannt. Sieht schon . na ja, ver ert aus, aber klar, sie ist es! Sie muss fast eine Woche im Wald gelegen haben, ehe sie gefunden wurde. Das hei , sie wurde um den zehnten November herum ermordet. Ermordet ... ist das sicher? Leider ja. Die Art ihrer Verletzungen, die Tatsache, dass sie gefesselt war, als sie gefunden wurde, l t keinen anderen Schluss zu. Sch ne Scheisse , sagte Lil. Sie hatte sich am Morgen dieses Tages gemeldet, nachdem die Polizei es schon fast aufgegeben hatte, noch irgendeinen Hinweis auf die Identit der Toten aus dem Epping Forest zu bekommen. Man tappte seit fast vierzehn Tagen v llig im Dunkeln. Spazierg er hatten die Frau gefunden, und die Art ihrer Verletzungen, die Grausamkeit, die sich in der Gewaltt gkeit offenbarte, mit der sie gequ und umgebracht worden war, hatte selbst hart gesottenen Beamten erst einmal die Sprache verschlagen. Das war ein Psychopath , hatte irgendjemand schlie ich gesagt, und alle hatten genickt. Die junge Frau musste einem v llig durchgeknallten Typen in die H e gefallen sein. Ihre Kleidung - oder vielmehr: was von ihrer Kleidung noch brig war - hatte sie als Prostituierte ausgewiesen, so dass die Vermutung nahe lag, dass sie zu dem falschen Freier ins Auto gestiegen war. Leider kamen solche F e nicht allzu selten vor, auch wenn sie dann nicht mit einer solch beispiellosen Brutalit einhergingen. Aber es liefen jede Menge Perverse herum, und nirgendwo konnten sie sich so bequem bedienen wie auf dem Stra nstrich. Nicht jedem sah man es


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