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Dorn

Taschenbuch; Autor: Corzilius, Thilo

Ein Abenteuer voller Intrigen, Verrat und großer Schlachten: Dorn ist eine Welt, aus der die alte Magie längst entschwunden ist. Und auch das Eherne Reich, welches den Kontinent eint, ist im...
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Artikelnummer: 100156335

Ein Abenteuer voller Intrigen, Verrat und großer Schlachten: Dorn ist eine Welt, aus der die alte Magie längst entschwunden ist. Und auch das Eherne Reich, welches den Kontinent eint, ist im Zerfall begriffen. Als Markgraf Deckard von Falkenberg ein geheimnisvolles Elbenmädchen unter seinen Schutz stellt, ahnt er nicht, dass dieses etwas bei sich trägt, das sowohl die Rettung als auch den Untergang des Reiches bedeuten könnte. Und dass ihr dunkler Verfolger vor nichts zurückschrecken wird ...
Text Review

"Ich kann das Buch guten Gewissens allen Fantasy Lesern weiterempfehlen.", bluenaversum.blogspot.de, 09.04.2014 20151120


Titel Zusatz

Roman


Autor(en)

Corzilius, Thilo


Erscheinungsdatum

09.12.2013


Abmessungen

(H) 0,21 (B) 0.14 (T) 0.03


Gewicht in Gramm

547 gr


Seitenzahl

416


Herausgeber

Piper


Sprache

Deutsch


Reihe

Piper Taschenbuch


Reihe Band Nr.

Bd.26942


Ausschnitt

Und so zog der junge Sohn des Falkenkönigs aus, um seine Schwester aus der Gewalt des Drachen zu befreien und das Untier zu erschlagen. Doch da wusste er noch nicht, wie schwer seine Prüfung in Wirklichkeit war. Denn bevor er das Untier vom Liliengebirge würde töten können, musste er zunächst den Drachen in seinem eigenen Inneren finden und zur Strecke bringen. Erst dann würde sein Blick frei sein und ungetrübt die eigentliche Bedrohung erkennen. (Die Legende von Pewynna und Palaan) Präludium Worauf es sich zu warten lohnt In Wahrheit ist die Hoffnung ein wildes Tier, das sich ungezähmt und mit markerschütterndem Geschrei immer wieder gegen seine Gitterstäbe aus Vernunft wirft. Abwägen, lautet die magische Formel stets. Abwägen, worauf es sich zu warten lohnt und worauf nicht. Eine Übung, die niemals leichter wird ganz gleich, wie viel Jahre jemand dafür auch aufwenden mag. Hinck war der Junge des örtlichen Gastwirtes. Hier an einem verschwindend kleinen Ort an der südlichen Küste des Ehernen Reiches auf dem großen Kontinent Dorn. Ein Ort, der niemanden interessierte und der wahrscheinlich auch in den nächsten hundert Jahren völlig uninteressant bleiben würde. Das Leben war beschaulich hier und na ja, beschaulich eben. Es kam stets darauf an, den Spagat zu schaffen, zwischen jugendlichem Eifer und den Erwartungen der Alten. Überhaupt wurde Tradition hier groß geschrieben. Alles, was fremd war oder auch nur fremd schien, wurde misstrauisch beäugt. In Hincks Vorstellung konnte man auf einer Karte unendlich viele interessante und spannende Orte finden. Und der eine Ort, der am weitesten entfernt von ihnen allen lag, war hier. Hier, wo Hinck groß geworden war. Selbst die politischen Unruhen im Ehernen Reich, die sich über die vergangenen Monate erstreckt hatten, hatte man hier nur am Rande gespürt. Wenn überhaupt. Obwohl die angeblich so tief schneidenden Ereignisse mitunter gar nicht so weit entfernt stattgefunden hatten. Doch etwas war anders seit ein paar Tagen. Etwas war spannender, mysteriöser als zuvor und trug einen Hauch von Abenteuer mit sich. Es war der Gast, der sich seit einigen Tagen im Gasthaus seines Vaters eingemietet hatte. Kein gewöhnlicher Gast, soviel stand fest. Im Stall stand ein großer blasser Wallach von einer Pferderasse, die Hinck noch nie gesehen hatte. Ein stolzes Tier, beinahe erhaben. Das alleine war schon aufregend andersartig genug. Doch da war auch noch der Gast selbst. Hinck schätzte ihn auf irgendetwas um die dreißig Sommer, vielleicht etwas mehr, vielleicht auch etwas weniger. Er wirkte auf eine eigenartige Weise entrückt, obwohl er sich nicht so gab. Im Gegenteil, er war äußerst nett und zurückhaltend, trank nicht viel, war im Großen und Ganzen bescheiden. Vielleicht war er ein Adeliger? Schwierig einzuschätzen. Seine Haare gaben das auf jeden Fall nicht her. Die waren von einem satten Braun, leicht gelockt und derart widerspenstig, dass sie jeden Barbier in den Wahnsinn treiben mussten. Eine dünne Narbe zog sich über seine linke Augenbraue und über Teile der Wange ob sie jedoch aus einer Schlacht (das war die abenteuerliche Variante) oder von einem einfachen Unfall herrührte, war nicht zu beantworten. Auffällig war auch seine Kleidung. Die war irgendwie anders. Die Schnitte von Oberhemd und Hose passten nicht in diese Gegend. Wenn Hinck an Berichte von anderen Reisenden dachte, hätte er die Kleidung vermutlich am ehesten an einem Nordmann aus dem Harjenner Reich vermutet. Wulstige, große Nähte, die dennoch sauber in einem ungewöhnlichen Kreuzmuster verarbeitet waren. Grober Leinenstoff, der trotzdem sehr gründlich in dunklem Grün durchgefärbt war. Dazu trug der Fremde breite Stiefel mit einer Krempe aus Fell. Bequemes, aber auch sehr warmes Schuhwerk, das im sonnigen Herbst eigentlich noch nicht wirklich angemessen war. Quer über dem Rücken trug er stets ein Schwert in einer langen, dünnen Scheide, eben auf jene Weise,


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