• Drehtürenschränke

    Ob Kleider, Hosen, Hemden, Röcke, Pullover oder T-Shirts: Damit unsere Kleidungsstücke lange schön bleiben und nicht einstauben, wird in jedem Haushalt ein guter Kleiderschrank gebraucht. Der Klassiker sind die sogenannten Drehtürenschränke, die in vielen Varianten erhältlich sind.

Was ist ein Drehtürenschrank?

Hinter einem Drehtürenschrank verbirgt sich nichts anderes als ein Kleiderschrank mit einer klassischen Tür, die sich ähnlich wie eine Wohnungs- oder Haustür nach außen öffnen lässt. Der Begriff Drehtür ist in diesem Fall nicht mit der Karusselldrehtür zu verwechseln, die als Eingang für Einkaufszentren und Hotels bekannt ist. Der Drehtürenschrank ist der „normale“ Schlafzimmerschrank mit Flügeltüren, der sich von Schränken mit Schwebetüren und Schiebetüren abgrenzt.

Verschiedene Kleiderschränke im Überblick

Bei Drehtürenschränken gibt es eine Vielfalt an Ausführungen, die sich hinsichtlich ihrer Größe, Material und Ausstattung unterscheiden. Der klassische Drehtürenschrank besteht in seiner kleinsten Variante aus einem Korpus mit nur einer Tür und beinhaltet eine Kleiderstange.

Dank der verschiedenen Ausführungen kann jedoch für jeden Bedarf der passende Kleiderschrank gefunden werden.

Mit Schubladen

Kleiderschrank mit Drehtüren und SchubladenIn den unterteilten Schubladen des Drehtürenschranks finden viele Kleidungsstücke ihren Platz.

Ein Kleiderschrank mit Schubladen ist dann ideal, wenn Socken, Unterwäsche und andere kleinteilige Kleidungsstücke verstaut werden müssen. Mehrere kleine Schubladen erleichtern dabei das Sortieren der Kleidung. Praktische Einsätze, mit denen sich die Fächer zusätzlich unterteilen lassen, sorgen für noch mehr Übersicht und Ordnung. Auch dünne T-Shirts lassen sich hier mit der richtigen Falttechnik praktisch aufbewahren. Größere und tiefere Auszüge, die oftmals unterhalb der Schranktüren platziert sind und über die gesamte Schrankbreite gehen, bieten zudem Stauraum für Bettwäsche, Handtücher oder Winterkleidung, die in der warmen Jahreszeit dort eingelagert werden kann.

Mit Spiegeltüren

Für kleine Schlafzimmer und Wohnungen ist ein Drehtürenschrank mit integriertem Spiegel ideal. Die Spiegeltür vergrößert nicht nur optisch den Raum, indem sie das Licht reflektiert. Dank ihr wird auch der Kauf eines zusätzlichen Wandspiegels überflüssig und damit wertvoller Platz in der Wohnung gespart. So wird der tägliche Stylecheck zum Kinderspiel – und wenn das Spiegelbild nicht gefällt, sind die Alternativen zum Umziehen direkt in Reichweite.

Mit zusätzlichen Wäschefächern

Wer nicht seine gesamte Kleidung auf Kleiderbügel hängen möchte, braucht einen Drehtürenschrank, der neben einer Kleiderstange und eventuellen Schubladen zusätzliche Wäschefächer beinhaltet. Die Wäschefächer können unterhalb der Kleiderstange oder bei mehrtürigen Modellen in einem separaten Teil des Kleiderschranks integriert sein. Bei vielen Schrankmodellen können die Böden der Fächer frei platziert werden, sodass die Anzahl sowie Höhe der einzelnen Fächer flexibel sind.

Das richtige Material

Ist die Entscheidung für ein Schrankmodell gefallen, geht es an die Auswahl des richtigen Materials. Drehtürenschränke sind im Normalfall aus Holz. Holzarten wie Buche, Nussbaum, Kiefer oder Eiche werden besonders gern verwendet. Dabei sind Schränke aus Massivholz und Holzwerkstoffen wie MDF-Platten zu unterscheiden, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.

Vorteile Nachteile
Massivholz
  • Langlebig
  • Stabil
  • Gut für das Raumklima
  • Teuer
  • Hohes Gewicht
Holzwerkstoffe
  • Hohe Tragfähigkeit
  • Preiswert
  • Nachhaltig, da Holzreste verarbeitet werden
  • Mögliche Schadstoffbelastung durch Zusatzstoffe
  • Wiederholter Auf- und Abbau schwierig, da Schrauben schnell aus dem Material brechen

Neben dem Korpus sollten auch die Türbänder oder auch Scharniere hochwertig verarbeitet sein. Billige Scharniere geben den Türen nicht ausreichend Halt, verbiegen schnell oder lassen sich nicht fest genug montieren. Die Folge sind lockere oder schiefe Türen, die sich nicht richtig schließen lassen und die Freude am neuen Drehtürenschrank erheblich schmälern. Ergonomisch verarbeitete Griffe an Türen und Schubladen runden das perfekte Schrankmodell ab.

Drei Tipps für den Kauf des richtigen Drehtürenschranks

Vor dem Kauf sollten einige Entscheidungen sowie Vorbereitungen getroffen werden, damit der neue Drehtürenschrank alle erforderlichen Bedingungen erfüllt und nicht zum Fehlkauf wird.

  • Tipp 1: Platz vermessen: Anders als bei Schiebetüren- oder Schwebetürenschränken muss beim Kauf eines Drehtürschrank neben der reinen Standfläche der zusätzliche Platzbedarf der Türen bedacht werden. Der Schrank sollte bequem geöffnet werden können, ohne dass die Tür eine Wand oder andere Möbelstücke streift – sonst entstehen unschöne Kratzer. Wer seinen alten Kleiderschrank ersetzen möchte, kann diesen entsprechen ausmessen, um den Platzbedarf einschätzen zu können. Bei der Neueinrichtung des Schlafzimmers hilft eine Pappschablone, die man auf den Boden legt und die den Umriss des geöffneten Schranks darstellt.

  • Tipp 2: Bedarf bestimmen: Selbst wenn ausreichend Platz für einen großen Schrank vorhanden ist, muss es vielleicht nicht unbedingt der ausladende Viertürer sein. Je nachdem, wie viel Kleidung verstaut werden muss, reicht vielleicht auch ein Modell mit zwei Türen aus. Auch ein Schrank mit vielen Schubladen stellt die falsche Wahl dar, wenn hauptsächlich Kleider, Jacketts oder Blusen auf einer Kleiderstange ihren Platz finden sollen. Das richtige Modell ist eine Frage der individuellen Vorlieben.

  • Tipp 3: Gesamten Raum berücksichtigen: Solange der Drehtürenschrank nicht in einem separaten Ankleidezimmer steht, sollte er nicht zu aufdringlich sein. Als Teil des Schlafzimmers fügt der Kleiderschrank sich idealerweise harmonisch ins Gesamtbild ein und fördert so eine angenehme Schlafatmosphäre. Der dunkle Massivholzschrank mit Schnitzereien ist für kleinere Räume vermutlich zu wuchtig; ein weißer Schrank mit Hochglanzlack oder ein Modell aus hellem Holz oder einer Holznachbildung sind hier die bessere Wahl.