Verschiedene Einzelbetten im Überblick

Die Art des Einzelbetts wirkt sich entscheidend auf die Schlafqualität aus. Dabei haben sich vor allem vier verschiedene Bettenarten auf dem Markt etabliert.

Einfaches Einzelbett

Die einfachste und klassische Variante des Einzelbetts besteht aus einem schlichten Rahmen sowie vier Beinen. Ergänzt durch ein Kopfteil, das für ein größeres Sicherheitsgefühl sorgt, und einen Lattenrost gibt es das einfache Einzelbett in unzähligen Ausführungen. Die Betthöhe beträgt meistens zwischen 40 und 60 cm, ab 50 cm ist das Aufstehen und Hinlegen besonders angenehm – die sogenannte Komforthöhe.

Futonbett

Die Betthöhe ist auch eines der klassischen Unterscheidungsmerkmale eines Futonbetts. Bei diesem Bett liegt die Matratze auf einem niedrigen (Holz-)Gestell, die Betthöhe beträgt meistens um die 30 cm – der klassisch japanische Futon wird sogar direkt auf den Boden gelegt. Das Design ist schlicht, Verzierungen oder ähnliches gibt es hier eher selten. Dadurch wirkt es weniger wuchtig und ist gut für puristisch eingerichtete oder kleine Räume geeignet. Auch als Möbelstück im Jugendzimmer wird dieser Bettentyp immer beliebter.

Boxspringbett

Quasi das Gegenteil zu einem Futonbett ist das Boxspringbett. Es besteht aus einem Unterbau, einer Matratze und dem sogenannten Topper. Der Unterbau setzt sich aus einem Rahmen und einer gefederten Matratze zusammen, der Topper ist oftmals aus Latex oder Kaltschaum. Durch die doppelte Federung sowie den abschließenden Topper ist der Liegekomfort in diesem Einzelbett im Vergleich zu einem Futonbett oder Modellen mit einem Lattenrost um einiges größer. Die Höhe der Bettkante liegt hier zwischen 50 und 70 cm. Das erleichtert das Ein- und Aussteigen enorm, sodass Boxspringbetten gerade auch für ältere Menschen eine gute Option sind.

Klappbett

Eher als Übergangslösung und für das Gästezimmer ist ein Klappbett geeignet. Das faltbare Gestell lässt sich bei Nichtgebrauch einfach sowie platzsparend verstauen, bei manchen Modellen lässt sich sogar die Auflage direkt mit dem Gestell einklappen. Der Liegekomfort auf dieser Art des Einzelbetts ist jedoch im Normalfall eher gering, weshalb es nicht für die Dauernutzung, sondern eher als Gästebett ausgelegt ist. Wer wenig Platz in der Wohnung hat und deshalb tagsüber das Bett verschwinden lassen möchte, kann alternativ auf eine Schlafcouch zurückgreifen.

Extras rund ums Einzelbett

Ein Einzelbett kann mehr sein als „nur“ ein Ort zum Schlafen. Mit dem richtigen Zubehör oder in der passenden Ausführung erfüllt das Bett gleich mehrere Aufgaben:

  • Ein Einzelbett mit integrierten Schubladen schafft viel Platz, in dem Bettwäsche oder Winterkleidung gelagerten werden können. Die Schubladen befinden sich meist unterhalb des Rahmens und nutzen so die Stellfläche des Bettes ideal.

  • Auch kleine Regalfächer können rund um die untere Hälfte des Bettes eingebaut sein. Dort finden Dekogegenstände, kleine Pflanzen oder Bücher ihren Platz.

  • Manche Einzelbetten besitzen einen Bettkasten, der durch Hochklappen des Lattenrostes oder seitliches Herausziehen erreicht werden kann.

  • Einzelbetten ohne extra Stauraum lassen sich mit Aufbewahrungsboxen und ähnlichem leicht ergänzen. Beim Kauf der Boxen sollte jedoch die Höhe der Bettunterkante beachtet werden: Sind die Kisten zu hoch, können sie nicht bequem verstaut werden.

  • Wer sein Einzelbett zu einem Blickfang gestalten möchte, kann je nach Modell auf eine Polsterung von Kopf- und Fußteil zurückgreifen. Durch den Stoffüberzug ist nicht nur das Anlehnen an das Kopfende – beispielsweise beim Lesen – bequemer, es wird auch automatisch für einen Farbklecks im Schlafzimmer gesorgt.

Das richtige Material fürs Einzelbett

Beim Kauf eines Einzelbetts gibt es nicht nur die Auswahl zwischen verschiedenen Arten sowie Ausstattungen – auch hinsichtlich des Materials muss eine Entscheidung getroffen werden.

Holzbett in einem SchlafzimmerEin Holzbett wirkt wohnlich und warm.
  • Einzelbett aus Holz: Das beliebteste Material für Einzelbetten ist nach wie vor Holz. Im Idealfall sollte es sich dabei um Massivholz handeln. Es ist stabil, langlebig und trägt positiv zum Raumklima bei. Buche, Kiefer oder Eiche sind einige der am häufigsten genutzten Holzsorten. Bei Betten aus Tropenholz wie Teak oder Mahagoni sollte auf das FSC-Siegel geachtet werden, das ausschließt, dass illegal gerodete Bäume für den Bau des Einzelbetts verwendet wurden. Betten aus Pressspanplatten sind zwar günstiger als Massivholzbetten, ihre Haltbarkeit ist allerdings begrenzt.

  • Einzelbett aus Metall: Ein Metallbett kann verschiedene Stile bedienen. Während Kopfteile aus Aluminium oder anderen silberglänzenden Metallen kühl sowie modern wirken, hat ein Bett aus verschnörkelten und weiß lackierten Metallstangen einen romantischen Charakter. Auch schwarzes Gusseisen kommt als Gestell für ein Einzelbett infrage und kann je nach Gestaltung einen eher rustikalen, industriellen Charme oder eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlen.

Welche Bettgröße ist die richtige?

Welche Maßen die richtigen für das Einzelbett sind, hängt in erster Linie vom persönlichen Platzbedarf ab. Wer sich gerne ausbreitet und vielleicht zahlreiche Kissen, Bücher und Co mit ins Bett nimmt, der wird mit einem Einzelbett mit einer Liegefläche von 90 × 200 cm nicht glücklich werden. Eine Breite von 100 cm ist für Erwachsene empfehlenswert, damit nicht das Gefühl entsteht, beim Umdrehen aus dem Bett zu fallen. Die Standardbreite von Einzelbetten reicht von 90 bis 140 cm, Betten ab 160 cm gelten als Doppelbetten. Ab 140 cm spricht man von einem französischen Bett, indem zur Not auch zwei Personen Platz finden können.

Verwendungszeck Empfohlene Größe
Einzelbett für Kinder und Jugendliche Min. 90 × 200 cm
Einzelbett für Erwachsene Min. 100 × 200 cm
Einzelbett für ein bis zwei Personen (Gelegenheitsgäste) 140 × 200 cm (Französisches Bett)

Bei der Länge gilt: Für ein gutes Gefühl sollte das Bett mindestens 20 cm länger als der eigene Körper sein. Besonders große Menschen werden mit der Standardlänge von zwei Metern eher nicht glücklich werden und müssen aufgrund ihrer Körpergröße auf Sonderanfertigungen zurückgreifen.

Bettwäsche in der passenden Größe für das Einzelbett kaufen

Die Bettwäsche sollte auf Körper und Bett abgestimmt sein. Als Standard gelten Maße von 135 × 200 cm für die Bettdecke sowie 80 × 80 cm für das Kopfkissen. Wer Bettzeug in Sondergrößen wie beispielswiese Überlänge hat, muss beim Kauf der Bettwäsche entsprechend darauf achten, dass die Maße passen.

Drei Tipps vor dem Kauf

Um bestmöglich auf den Kauf des Einzelbetts vorbereitet zu sein, sollten vorab mindestens diese zwei Aufgaben erledigt werden.

  • Tipp 1: Stellplatz des Einzelbetts festlegen
    Neben der Nutzung und den individuellen Vorlieben bestimmt natürlich auch die verfügbare Stellfläche, wie groß das neue Einzelbett sein kann oder sollte. Wer nicht über das Kopf- oder Fußende in das Bett klettern möchte, sollte deshalb darauf achten, dass zumindest auf einer der langen Seiten noch mindestens ein halber Meter Platz ist. Die meisten Menschen schlafen übrigens besser, wenn sie die Zimmertür im Blick haben. Und ein morgendlicher Blick aus dem Fenster kann das Aufstehen einfacher machen.

  • Tipp 2: Matratze prüfen
    Wird ein bestehendes Einzelbett durch ein neues ausgetauscht, sollte in diesem Zug auch gleich die Matratze überprüft werden. Einerseits muss das neue Bett natürlich zu den Maßen passen. Andererseits sollten gerade günstige Matratzen nach einigen Jahren ausgewechselt werden, da sie sich schnell durchlegen und der Komfort sinkt.

  • Tipp 3: Gesundheitliche Aspekte bedenken
    Auch gesundheitliche Eigenarten sollten beim Bettenkauf beachtet werden. So sollten Hausstauballergiker beispielsweise auf Polsterbetten oder Boxspringbetten mit Stoffbezügen verzichten. Hier sind abwischbare Modelle aus Kunstleder oder Bettgestelle aus Holz und Metall die bessere Alternative.