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Entschuldigung, sind Sie die Wurst?

Taschenbuch

Manchmal ist das echte Leben witziger als jede Komödie - und so fingen die Betreiber der Internetseite belauscht.de an, auf Deutschlands Straßen aufgeschnappte Dialogszenen zu sammeln. Ob an...
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Artikelnummer: 100126116

Manchmal ist das echte Leben witziger als jede Komödie - und so fingen die Betreiber der Internetseite belauscht.de an, auf Deutschlands Straßen aufgeschnappte Dialogszenen zu sammeln. Ob an der Bushaltestelle, bei der Arbeit, im Kinosessel oder in der Bahn: Überall werden wir Zeugen unfreiwillig komischer oder grotesker Gespräche. Dieses Buch vereinigt nun die originellsten, witzigsten und absurdesten Einträge von belauscht.de - typisch deutsch und zum Schreien komisch!
Titel Zusatz

Deutschland im O-Ton. Das Beste von belauscht.de. Originalausgabe


Erscheinungsdatum

05.06.2009


Abmessungen

(H) 0,19 (B) 0.12


Gewicht in Gramm

220 gr


Seitenzahl

286


Herausgeber

Heyne


Sprache

Deutsch


Reihe

Heyne Bücher


Reihe Band Nr.

Nr.60119


Ausschnitt

BÄÄHÄÄÄ! Wolfgang sitzt in der Regionalbahn. Es ist später Nachmittag, die Bahn ist überfüllt mit müden Pendlern. BÄHÄHÄHÄÄ! Und schon wieder rennt dieser kleine Schreihals grölend durch das ganze Abteil. Wolfgang ist genervt, so wie die anderen Anwesenden auch. Nun beginnt das schreiende Kind auch noch damit, an dem Klappsitz neben Wolfgang geräuschvoll herumzureißen. Da beugt sich plötzlich der junge Mann gegenüber nach vorne und raunt dem Kind etwas zu. Wolfgang hört mit - und muss spontan losprusten. Das Kind kapituliert und tritt verschüchtert den Rückzug an. Wolfgang muss immer noch grinsen. Was für eine köstliche Situation! Mal ganz ehrlich: Wer hat noch nie die Worte eines Fremden belauscht? Ob gewollt oder nicht - jeden Tag werden wir mit unzähligen verbalen Äußerungen konfrontiert, die eigentlich nicht für unsere Ohren bestimmt sind. "Entschuldigung, sind Sie die Wurst?", fragt die Supermarktkundin und betritt dabei ahnungslos die Bühne öffentlicher Alltagskomik. Das Publikum der heimlichen Lauscher wartet schon. Ob in der U-Bahn oder im Büro, beim Shoppen oder im eigenen Wohnzimmer - wir lauschen und werden belauscht - immerzu und überall. Das Sprechtheater des Lebens bietet immer wieder Momente, die uns aufhorchen lassen; kleine Perlen in der großen, wabernden Geräuschkulisse unseres Alltags: Die Fragen des kleinen Kindes, das so unverschämt ehrlich ist, das Gespräch der beiden Teenies, das zu blöd ist, um wahr zu sein, oder die Bemerkungen der unheimlich schlagfertigen Kassiererin. Manchmal erzählen wir später unseren Freunden davon oder erinnern uns gelegentlich kopfschüttelnd wieder daran. Meistens haben wir jedoch alles nach wenigen Minuten wieder vergessen. Zu einer hohen Wahrscheinlichkeit bleiben unsere Erlebnisse einem kleinen, exklusiven Kreis vorbehalten. Nicht so bei Wolfgang. Die Situation in der Bahn geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Anstatt sie in den Tiefen seines Gedächtnisses zu vergraben, setzt er sich am Abend vor seinen Computer und tippt den schrägen Vorfall aus der Bahn ab. Wolfgang schickt sein kleines Erlebnis an eine Internetseite. Einen Tag später haben bereits mehrere Tausend Personen seinen Bericht gelesen, bewertet und kommentiert. Und das ist er, gepostet am 26. August 2006 auf der Seite www.belauscht.de: Lauf, solange du kannst! - Augsburg. In der Regionalbahn. Ein extrem lautes Kind, dem die Mutter schon etliche Male gesagt hat, es solle sich hinsetzen, rennt grölend durch den Zug. Schließlich bleibt es bei einem Typ stehen, dessen gegenüberliegende Sitzbank nach oben und unten geklappt werden kann. Das Kind setzt an, die Bank nach unten zu klappen. Der Typ nimmt seinen Blick vom Fenster, schaut das Kind mit versteinerter Miene an und sagt: "Geh zu deiner Mutter, wenn du leben willst!" New York - Helsinki - Augsburg Als wir im Sommer 2006 belauscht.de aus der Taufe hoben, ahnten wir nicht, dass sich an diesem Projekt bereits nach kurzer Zeit Zehntausende Deutsche, Österreicher und Schweizer beteiligen würden. Wir, das sind Felix, Nico, Krischan und Thomas, seinerzeit Bewohner einer gemeinsamen, chronisch putzbedürftigen Studenten-WG in Augsburg. Die Entstehungsgeschichte von belauscht.de ist geradezu typisch für das Internetzeitalter. Die Idee, mitgehörte Gespräche zu archivieren und über das Internet zu verbreiten, entstand nämlich nicht in der Fuggerstadt. Vielmehr kommt sie, und das ist nur konsequent, aus der Stadt, in der wohl mehr geschwätzt, gequasselt, geschrien, geflüstert, geschnattert und letztlich auch belauscht wird, als an irgendeinem anderen Ort der Welt: New York. Die Mutter aller Lauschseiten, overheardinnewyork.com, wurde kurz nach der Jahrtausendwende von Steve Morgan Friedman und Michael Malice ins Leben gerufen und erreichte schnell Kultstatus. Weil nun nicht nur rund um den Big Apple ein allgemeines Interesse am Leben und am Reden der anderen bestand, dauerte es nicht lange, bis die ersten Overhe


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