Gemeinsam verändern

Lidl engagiert sich für mehr Nachhaltigkeit in der Produktion seiner Eigenmarken-Textilien und -Schuhe


Mit dem Motto Auf dem Weg nach Morgen engagiert sich der Lebensmitteleinzelhändler Lidl seit Jahren konsequent mit vielfältigen Maßnahmen auf Herstellerebene seiner Eigenmarkenprodukte (z.B. bei Textilien und Schuhen), um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter bei Herstellern gezielt zu verbessern. Dies ist jedoch ein langfristiger Prozess und stellt nicht nur eine Herausforderung für Lidl dar, sondern für alle Unternehmen der Handelsbranche. So produzieren die Hersteller, in denen Lidl beispielsweise seine Eigenmarken-Textilien herstellen lässt, nicht ausschließlich für Lidl, sondern auch für weitere Handelsunternehmen und internationale Marken. Für eine dauerhafte Verbesserung der Situation vor Ort ist daher ein sektorales Engagement aller internationalen und nationalen Akteure unabdingbar.


1. Detox-Commitment

Lidl ist sich der Verantwortung für Mensch und Natur bei der Herstellung seiner Eigenmarken-Textilien und -Schuhe bewusst. Lidl steht für die hohe Qualität und Sicherheit seiner Artikel ein, denn die Gesundheit, der Schutz und die Zufriedenheit der Kunden und Mitarbeiter sind für Lidl ein maßgebliches Anliegen.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich Lidl seit geraumer Zeit mit Strategien zur Vermeidung von bestimmten Chemikalien im Herstellungsprozess seiner Eigenmarken- Textilien und -Schuhe. Lidl hat beispielsweise im Bereich Sport- und Funktionstextilien mit schmutz- und wasserabweisender Funktion PFC-haltige Materialien konsequent durch eine ökologische Alternative ersetzt. Der Stoff ist gut biologisch abbaubar und bildet keine schädlichen Nebenprodukte. Kleidungsstücke werden dementsprechend mit dem Produktnamen BIONIC FINISH ECO gekennzeichnet.

Mit Blick auf die weltweiten Lieferketten hat Lidl die Zielsetzung, bis 2020 im Herstellungsprozess seiner Eigenmarken- Textilien und -Schuhe - auf den Einsatz und die Freisetzung der von Greenpeace definierten Chemikalien zu verzichten. Lidl hat den Willen, dieses Ziel zu erreichen, und untermauert dies durch eine aktuell mit Greenpeace getroffene Vereinbarung (Status Quo). Glaubwürdigkeit und Umsetzbarkeit sind für Lidl auf diesem Weg die entscheidende Handlungsmaxime.

Lidl begrüßt es ausdrücklich, dass sich auch weitere Anbieter und Markenartikelhersteller von Textilien und Schuhen auf den Weg machen, um bis 2020 auf den Gebrauch und die Freisetzung von bestimmten, von Greenpeace definierten Chemikalien zu verzichten.

2. Unabhängige Kontrollen vor Ort

Lidl hat seit vielen Jahren seine sozialen und ökologischen Erwartungen an die Geschäftspartner schriftlich in seinem Code of Conduct definiert. Lidl lehnt dabei grundsätzlich jegliche Form von Kinderarbeit oder Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen in den Produktionsstätten bei der Herstellung seiner Eigenmarken ab. Seit 2007 ist Lidl Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI). Gemeinsam mit rund 1.400 Mitgliedern der Initiative setzt sich Lidl für die Umsetzung von international anerkannten Sozialstandards in der Lieferkette ein und führt unter anderem in Bangladesch unabhängige Kontrollen bei den Textilherstellern durch. Diese Kontrollen werden unangekündigt von externen, unabhängigen, landessprachlichen und qualifizierten Prüfern ausgeführt. Mit dem Ziel eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, werden die Ergebnisse systematisch ausgewertet und Verbesserungsmaßnahmen angestoßen und nachgehalten.

3. Intensives Engagement mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

  • Gezielte Trainingsmaßnahmen

Für die Verbesserung sozialer Gegebenheiten engagiert sich Lidl seit Jahren mit international anerkannten Partnern und gezielten Maßnahmen. Bereits 2008 initiierte Lidl gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH qualifizierte Trainingsmaßnahmen für Textilhersteller und deren Mitarbeiter in Bangladesch. Orientiert an internationalen Sozialstandards, qualifizieren sich die Textilhersteller in einem Trainings- und Beratungsprogramm, um Verbesserungen in den Bereichen Entlohnung, Überstunden, Arbeitsgesundheit und -sicherheit, Benachteiligung am Arbeitsplatz, Arbeitervertretung und Versammlungsfreiheit zu erwirken und nach Möglichkeit dauerhaft umzusetzen. Anhand eines „Hilfe zur Selbsthilfe und Dialog-Ansatzes“ werden insbesondere die Textilmitarbeiter der jeweiligen Unternehmen in den Verbesserungsprozess integriert. Bisher haben rund 80 Herstellern diesen Prozess durchlaufen. Das Engagement ist zu 100% durch Lidl finanziert und somit kostenlos für alle Teilnehmer.

  • Kostenlose medizinische Versorgung

Seit 2009 bietet Lidl mit einem mobilen Ärzteteam medizinische Versorgung für Mitarbeiter ausgewählter Textilhersteller vor Ort an. Diese Maßnahme wird zusammen mit der GIZ realisiert. Durch regelmäßigen Fabrikbesuche bietet der mobile Gesundheitsdienst den Arbeiterinnen und Arbeiter ausgewählter Fabriken für sie kostenlose Basis-Gesundheitsdienstleitungen während der bezahlten Arbeitszeit an. Zudem werden die Mitarbeiter zu Gesundheits- und Hygienemaßnahmen geschult. Auf diese Weise konnten bisher tausende Patienten direkt behandelt und geschult werden.

  • Verbesserte Entlohnung

Schon 2011 hat Lidl in Zusammenarbeit mit der GIZ erstmals ein logistisch herausforderndes aber innovatives Projekt realisiert, um die tatsächliche Entlohnung der Textilmitarbeiter vor Ort nachvollziehbar zu verbessern. Seither haben alle Beschäftigten (über 6.000 Mitarbeiter) eines ausgewählten Textilherstellers bereits mehrfach eine gleichverteilte Mehrauszahlung erhalten. Diese einzigartige Projekt konnte mittlerweile auf einen 2. Hersteller in Bangladesch ausgeweitet werden.

  • Brand- und Gebäudeschutzmaßnahmen

In Zusammenarbeit mit der GIZ hat Lidl bereits 2012 damit begonnen, ein Konzept für einen verbesserten Brand- und Gebäudeschutz für ausgewählte Textilhersteller in Bangladesch auszuarbeiten und umzusetzen. Ziel der Komponente ist es, unter Einbezug der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, den Brandschutz und das Brandschutzbewusstsein ausgewählte Textilhersteller von Lidl durch Infrastruktur- und Trainingsmaßnahmen sichtbar zu verbessern, um so ein sichereres Arbeitsumfeld in den betreuten Textilfabriken zu schaffen. Das sich bereits in Umsetzung befindliche Vorhaben soll keine Doppelstrukturen zu bestehenden und sich in Entwicklung befindenden Maßnahmen der bangladeschischen Regierung (Drei-Parteien-Erklärung) aufbauen, sondern an diese, wo immer möglich, andocken und lokale Kapazitäten (z.B. durch Einbeziehung in Trainings, Weitergabe von Trainingsmaterialien) stärken.

4. Internationales Brand- und Gebäudeschutzabkommen

Als Mitunterzeichner des internationalen Abkommens für Brand- und Gebäudeschutz begrüßt das Handelsunternehmen Lidl den jüngsten Zusammenschluss zu dieser Initiative. Zusätzlich zu bereits bestehendem Lidl-Engagement setzt sich das Handelsunternehmen gemeinsam mit zahlreichen Unternehmen, internationalen Gewerkschaftsverbänden und Nichtregierungsorganisationen für die langfristige Implementierung, Kontrolle und Verbesserung von Brand-, Gebäude- und Gesundheitsschutzmaßnahmen bei Textilfabriken in Bangladesch ein. Entscheidend für den Erfolg dieses gemeinschaftlichen Vorhabens wird die Einbindung weiterer internationaler Unternehmen, nationalen Textilherstellern und gesellschaftlichen Akteuren vor Ort in Bangladesch sein.