Gut aufgewärmt ist Golf noch schöner!

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Hin und wieder kommt es vor, dass Spaziergänger Gelegenheit haben, den Start eines Golfturniers zu beobachten. Meist sind es Vierergrüppchen, die darauf warten, dass es endlich losgeht. Aber wozu diese seltsamen Verrenkungen der Golfer? Einer macht Rumpfbeugen, der zweite dreht seine Hüfte und hält einen Schläger hinter dem Nacken.

Richtig geraten: die Golfer wärmen sich vor Beginn des Turniers auf, jedenfalls die meisten von ihnen. Diejenigen, die es nicht tun und mit kalten Muskeln auf die Runde gehen, könnten es bald spüren – ein Zwicken hier, ein Zwacken dort, und auch der Schwung ist beeinträchtigt.

Golf ist Sport

Zwar wünscht man sich beim Golfen „schönes Spiel“, spätestens nach einer 18 Loch Runde auf einem hügeligen Platz, auf dem man in vier Stunden rund 12 Kilometer zu Fuß zurückgelegt hat, ist klar: Es war spannend und schön, aber auch anstrengend! Golf ist kein Spaziergang, sondern ein Sport, der viel Kondition und Feinmotorik braucht, um seinen Körper leistungsfähig zu erhalten und ein gutes Ergebnis zu erzielen.

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Richtig aufwärmen vor der Saison

Wie bei jedem Sport braucht es beim Golfen eine Aufwärmphase. Vor allem zu Saisonbeginn ist es wichtig, dem Aufwärmen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Diejenigen, die im Winter womöglich in einem Fitnesscenter Kraft und Ausdauer trainiert haben, wissen, dass das Aufwärmen für unterschiedliche Sportarten unterschiedlich ausfallen kann. Ein Golfspieler beispielsweise wärmt andere Körperregionen und Muskelgruppen stärker auf als ein Läufer. Ein Grundtraining in der spielfreien Zeit hat zum Vorteil, dass man gekräftigt und gut vorbereitet in die neue Spielsaison einsteigen kann.

Warm werden vor dem Spiel

Zum Einstieg bringen Sie Ihren Körper allgemein auf Betriebstemperatur. Dazu dehnen Sie alle großen Muskelgruppen wie Arm-, Bein- und Rumpfmuskulatur. Auch Laufen im Stand, Oberkörperrotation und Armschwünge sind hilfreich um sich auf die Golfrunde vorzubereiten. Legen Sie besonders viel Wert auf die Dehnung des Schultergürtels. Sie können dabei einen Golfschläger zur Hilfe nehmen: Fassen Sie ihn an den Enden und halten Sie ihn bei der Drehung waagerecht mit ausgestreckten Armen vor die Brust. Zum Abschluss der Aufwärmphase dürfen Sie ein paar Golfbewegungen ohne Golfschläger durchführen. Insgesamt reicht etwa eine Viertelstunde Aufwärmen vor dem Spiel.

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Aufwärmen bedeutet kaum Aufwand

All jenen, die im Winter eher vor dem Fernsehgerät gesessen haben und die Golfturniere in wärmeren Gefilden verfolgt haben, sei gesagt: Es ist nie zu spät! Das Aufwärmen vor der Runde nimmt nicht viel Zeit in Anspruch ist nicht ermüdend. Die richtigen Übungen erfordern nur ein paar Minuten, sie fordern die für das Golfen wichtigen Muskeln und beugen so Verletzungen vor.

Das einzige Hilfsmittel, das Golfer für ihre Aufwärmübungen brauchen, ist ein Schläger für die notwendige Körperbalance. Die Aufwärmübungen sollten auf die jeweilige Leistungsfähigkeit und eventuelle körperliche Einschränkungen abgestimmt sein. Fragen Sie Ihren Hausarzt und dann Ihren Golflehrer – beide kennen Sie gut und wissen, welche Übungen Ihnen gut tun!

Ein gutes Beispiel geben die Profis, bei denen man beobachten kann, dass sie vor dem Start nicht mit verschränkten Armen da stehen, sondern ständig kleine Aufwärmübungen durchführen. Tun Sie es den Profis gleich und wärmen Sie sich vor der Runde auf!