Was ist ein Health- und Fitnessarmband?

Health- oder Fitnessarmbänder gehören zu den sogenannten Smart Devices. Das Fitnessarmband wird anders als andere Tracker, die beispielsweise am Gürtel eingehängt werden, am Handgelenk getragen und überwacht die Aktivität des Nutzers. Im Idealfall motiviert das Gerät so zu einem gesünderen Lebensstil und mehr Bewegung. Bereits aktive Menschen können ihre Leistung besser überwachen und ihre Trainingsfortschritte einfach dokumentieren.

Welche Funktionen hat ein Fitnessarmband?

Der Funktionsumfang von Fitnessarmbändern wird immer größer. Um das passende Armband zu finden, sollte daher vor dem Kauf klar sein, welche Aufgaben erfüllt werden sollen und auf welche Funktionen vielleicht verzichtet werden kann. Denn je geringer die Möglichkeiten, desto kleiner der Preis. Einige Grundfunktionen sollten jedoch auf jeden Fall vorhanden sein, damit das Armband seinen Zweck erfüllt und zu einem gesünderen Leben beiträgt.

Schrittzähler

Mann zeigt Frau sein FitnessarmbandMit einem Fitnessarmband lässt sich am Ende des Tages vergleichen, wer mehr Schritte gemacht hat – eine zusätzliche Motivation für mehr Bewegung.

Der Vorgänger der heutigen Fitness-Tracker waren einfache Schrittzähler. Diese grundlegende Funktion ist daher auch bei so gut wie allen Fitnessarmbändern Standard. Manche Tracker erfassen lediglich die Anzahl der Schritte und die zurückgelegte Distanz, andere Modelle unterscheiden zwischen einfachem Gehen und beispielsweise Joggen, sodass die Berechnung des Kalorienverbrauchs exakter wird. Der Schrittzähler hilft vor allem dabei, sein Bewegungslevel im Alltag zu steigern und die oft zitierten 10.000 Schritte am Tag zu erreichen, die sich positiv auf Körper und Gesundheit auswirken. Manche Experten empfehlen sogar bis zu 17.000 Schritte. Einige Fitnesstracker haben eine Erinnerungsfunktion oder zeigen den Fortschritt des vorher festgelegten Tagesziels an, sodass die Motivation gesteigert wird.

Vitalzeichen

Immer mehr Health-Armbänder sind in der Lage, Vitalzeichen wie Herzfrequenz, Puls oder Blutdruck zu messen. Das geschieht entweder über Sensoren, die auf der Innenseite des Armbands der Sportuhr eingebaut sind und direkt am Handgelenk messen, oder über einen separaten Brustgurt. So kann beim Training mithilfe der Pulsmessung das perfekte Belastungslevel gefunden werden. Die Werte, die per Brustgurt gemessen werden, sind um einiges genauer – allerdings gibt es den Gurt für die Herzfrequenzmessung meistens nur gegen Aufpreis.

Kalorienverbrauch

In den meisten Fällen wird ein Fitnessarmband von kalorienbewussten Menschen getragen. Auf Basis von Daten wie Alter, Geschlecht, Gewicht, Körpergröße und gemessener Aktivität geben die Armbänder an, wie viele Kalorien pro Tag verbraucht wurden. Unabhängig davon, ob das Gewicht gehalten, reduziert oder Muskelmasse aufgebaut werden soll: Die Berechnung des Kalorienverbrauchs von Fitnessarmbändern ist unabhängig vom Modell relativ ungenau. Daher sollte sie lediglich als grober Richtwert genutzt werden.

GPS

Besonders für Läufer ist ein Fitnessarmband mit GPS-Funktion interessant. So können nicht nur die Trainingszeit und Intensität aufgezeichnet, sondern auch die genaue Laufroute getrackt werden – ohne dass zusätzlich das Smartphone mitgeführt werden muss.

Schlaftracking

Ein guter Schlaf hat einen positiven Effekt auf die allgemeine Gesundheit. Die meisten Fitnessarmbänder können daher auch zur Schlafüberwachung eingesetzt werden – vorausgesetzt, sie werden auch nachts getragen. Die Tracker zeichnen Schlaf- sowie Wachphasen auf und geben an, wie lange die erholsamen Tiefschlafphasen dauern und wo eventuell Verbesserungspotenzial besteht. Die Messung der Schlafphasen geschieht dabei mithilfe eines Bewegungssensors.

Uhr

Das Fitnessarmband kann nicht nur die normale Armbanduhr ersetzen, die oft störend wirkt beim Sport. Funktionen wie Stoppuhr, Intervall oder Timer gehören genau wie ein integrierter Wecker zum Funktionsumfang dazu. Manche Modelle wecken ihren Besitzer über leichte Vibrationen und passen den Weckzeitpunkt an die jeweilige Schlafphase an, was ein besonders sanftes Aufwachen ermöglicht.

Wie verbinde ich das Armband mit dem Smartphone?

Die meisten Fitness-Tracker funktionieren zwar auch eigenständig, in den vollen Genuss des kompletten Leistungsumfangs kommen Nutzer aber erst, wenn das Armband mit dem Smartphone verbunden wird. Dafür muss die passende App heruntergeladen werden, die die Daten anzeigt und verarbeitet. Die Verbindung zwischen den beiden Geräten geschieht in den meisten Fällen per Bluetooth. Wichtig beim Kauf: Das Fitnessarmband muss mit dem eigenen Smartphone kompatibel sein. Nicht jeder Tracker lässt sich mit jedem Betriebssystem reibungslos verbinden und manche Fitness-Apps sind nur für bestimmte Smartphones verfügbar.

Welches Fitnessarmband ist das richtige?

Um in der großen Auswahl an Fitnessarmbändern das passende Modell zu finden, sollte neben den gewünschten Funktionen ein Augenmerk auf weitere Eigenschaften gelegt werden:

  • Wer den Fitness-Tracker gerne beim Schwimmen nutzen möchte, sollte darauf achten, dass das Gerät eine entsprechende Schutzklasse aufweist. Armbänder mit der Schutzklasse IP67 können bis zu einer halben Stunde in flachem Gewässer getragen werden, bei der Schutzklasse IP58 ist auch ein längerer Aufenthalt möglich. Diese Modelle können also zum Schwimmen, aber nicht zum Tauchen genutzt werden. Die meisten Fitnessarmbänder sind lediglich gegen Spritzwasser geschützt und halten so immerhin einem Regenschauer stand.

  • Die Akkulaufzeit des Fitnessarmbands kann den Spaß am Gerät stark beeinträchtigen. Manche Modelle müssen alle zwei bis drei Tage aufgeladen werden, andere halten zwei Wochen mit einer Akkuladung durch.

  • Nicht zu unterschätzen sind die Aspekte Tragekomfort und Optik. Ein Fitnessarmband, das unbequem ist oder nicht dem eigenen Stil entspricht, wird relativ schnell ungetragen in der Ecke liegen. Austauschbare Wechselarmbänder, ein Armband in der passenden Größe und ein angenehmes Material steigern die Wahrscheinlichkeit, dass der Tracker lange und häufig zum Einsatz kommt.

  • Je einfacher die Bedienung des Trackers, desto weniger Frust entsteht. Ein gut lesbares Display und eine intuitive Handhabung helfen dabei, dass das Fitnessarmband für Freude sorgt. Dann können zum Beispiel auch wenig technikaffine sowie ältere Leute von den smarten Geräten profitieren und einfacher auf ihre Gesundheit achten.

Fitnessarmband oder Smartwatch?

Wer bereits im Besitz einer Smartwatch ist, braucht im Normalfall kein zusätzliches Fitnessarmband: Die meisten Smartwatches können inzwischen zumindest die grundlegenden Aufgaben eines Fitness-Trackers wie Schrittzähler und Kalorienverbrauch übernehmen. Wenn der klassische Uhrenlook der Smartwatch nicht ansprechend gestaltet ist, kann stattdessen ein gut ausgestattetes Fitnessarmband gekauft werden. Bei der Wahl des Modells sollte dabei darauf geachtet werden, dass das Display groß genug ist und die Möglichkeit besteht, die Benachrichtigungen vom Handy anzeigen zu lassen.