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Hector fängt ein neues Leben an

Hardcover; Autor: Lelord, François

Hector ist irgendwie unzufrieden. Die Kinder sind groß, Clara geht zu sehr in ihrem Beruf auf, die Praxis langweilt ihn ein bisschen, und auch sonst fühlt er sich nicht wohl. Hat er die...
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Artikelnummer: 100107086

Hector ist irgendwie unzufrieden. Die Kinder sind groß, Clara geht zu sehr in ihrem Beruf auf, die Praxis langweilt ihn ein bisschen, und auch sonst fühlt er sich nicht wohl. Hat er die berühmte Midlife-Crisis? Er beschließt, seinen Freund und Kollegen, den alten François, zu konsultieren. Der verschreibt ihm eine Therapie à la Française, und so verlegen sie ihre analytischen Gespräche in einige der besten Restaurants von Paris, trinken einige der besten Weine Frankreichs - und als Hector dann noch François' zauberhafte Enkelin Ophélie kennenlernt, fühlt er sich schon bei-nahe kuriert. Kein Wunder, dass Clara ihre ganz eigene Midlife-Crisis entwickelt und einen Auftrag in New York annimmt. Ein Abschied nur auf Zeit? Hector stürzt sich in die Arbeit mit seinen Patienten - eine gute Gelegenheit, zu beobachten, wie die anderen sich mit ihren "besten Jahren" arrangieren, und daraus seine Schlüsse zu ziehen.
Text Review

"Wieder ein turbulentes Hector-Abenteuer.", TV-Star, 02.11.2013 20151120


Titel Zusatz

Roman


Autor(en)

Lelord, François


Erscheinungsdatum

14.10.2013


Abmessungen

(H) 0,19 (B) 0.12 (T) 0.03


Gewicht in Gramm

312 gr


Seitenzahl

208


Herausgeber

Piper


Sprache

Deutsch


Reihe

Hector Abenteuer


Reihe Band Nr.

Bd.6


Ausschnitt

Es war einmal ein Psychiater, der hieß Hector, und so richtig jung war er leider nicht mehr. Aber auch wenn er nicht mehr richtig jung war, richtig alt war er auch noch nicht: Wenn er spät dran war, konnte er noch die Treppen hochsprinten, und an einen neuen Computer gewöhnte er sich schnell. Am Wochenende guckte er zu Hause manchmal noch Musiksendungen für junge Leute, und wenn ihm ein Lied gefiel, dann tanzte er ganz allein danach, sehr zur Freude seiner Frau Clara. Aber trotzdem merkte Hector, dass er nicht mehr richtig jung war: Seine jungen Kollegen duzten ihn nur zögernd, morgens beim Aufstehen tat ihm oft der Rücken weh, im Restaurant konnte er, wenn das Licht ein bisschen schummrig war, die Speisekarte nicht mehr lesen, und überhaupt fand er, dass die Kellner und die Polizisten immer jünger wurden. Die meiste Zeit war Hector recht zufrieden mit seinem Leben. Er hatte einen interessanten Beruf, der ihm den Eindruck vermittelte, nützlich zu sein; mit Clara war er glücklich verheiratet; seine beiden Kinder waren schon groß und begannen allem Anschein nach ein normales Leben zu führen, und schließlich hatte er auch Freunde, mit denen er schöne Augenblicke erlebte. An manchen Tagen jedoch fand er seinen Beruf zusehends beschwerlicher; für sein Empfinden arbeitete Clara zu viel; es fiel ihm auf, dass sie bisweilen mufflig und erschöpft waren (zum Glück nur selten beide zur gleichen Zeit); sein Sohn und seine Tochter fehlten ihm; er sah seine alten Freunde nicht mehr so oft und fragte sich manchmal, ob er nicht lieber in einer anderen Weltstadt leben würde, auch wenn er wusste, dass die Menschen aus allen Ländern herbeiströmten, um seine eigene Stadt anzustaunen Paris. Hin und wieder kamen ihm auf der Straße Frauen entgegen, die er ungewöhnlich verführerisch fand, und dann träumte er einen Augenblick lang davon, mit ihnen ein Abenteuer zu beginnen. Aber das war nur wie ein flüchtiges Fünkchen auf einem noch nicht ganz erloschenen Radarschirm. Er wusste ja, dass er seine Clara liebte, und diese einzigartige Liebe wollte er nicht für etwas aufs Spiel setzen, das bestimmt ziemlich banal wäre. Also drehte Hector sich noch nicht einmal nach diesen verführerischen Frauen um, denn das hätte er erbärmlich gefunden. Wenn Sie ihn danach gefragt hätten, hätte Hector Ihnen geantwortet, dass er mit seinem Leben im Großen und Ganzen recht zufrieden sei und sich vor allem wünsche, dass alles so weiterlaufe wie bisher. Und das war nun leider wirklich ein Zeichen dafür, dass er nicht mehr jung war. Dennoch träumte er von Zeit zu Zeit, ohne es sich einzugestehen, von einem anderen Leben, was wiederum bewies, dass er eben auch noch nicht richtig alt war. Olivia möchte ein neues Leben anfangen "Doktor, ich würde so gern ein anderes Leben haben!" Das sagte Olivia, Kunstlehrerin an einem guten Pariser Gymnasium einem von denen, wo die Eltern mehr verdienen als die Lehrer, die gewöhnlich in den Vorstädten wohnen. So auch Olivia, die in einer Freistunde in Hectors Sprechzimmer kam. Olivia sah immer noch jung aus, sie war, wie man so schön sagt, rank und schlank. Mit ihren funkensprühenden blauen Augen schien sie auch immer noch bereit, auf die Barrikaden zu gehen, wenn es um die Verteidigung der Kunst und überhaupt um die großen Weltprobleme ging. Sie war ziemlich sexy und immer noch unverheiratet; dabei glaubte Hector nicht, dass es ihr an Kandidaten gefehlt hatte, die ihr ein Leben zu zweit vorgeschlagen hatten. Allerdings hatte man Olivia schon früh beigebracht, eine Frau müsse vor allem unabhängig sein und ihr eigenes Leben leben, und die Ehe sei bloß ein altmodischer bürgerlicher Zopf, den man abschneiden müsse. Und wenn sie sich die Ehen ihrer Freundinnen anschaute egal, ob diese geschieden waren oder immer noch mit ihrem Mann zusammenlebten , bekam sie tatsächlich selten Lust, einen eigenen Versuch zu wagen. "Ein anderes Leben welcher Art?" Hector war ein wenig überrascht. Er


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