Hochdruckreiniger & Reinigungsgeräte

Wenn der Besen nicht mehr weiterhilft und Einfahrten oder Terrassen von hartnäckigem Schmutz befreit werden sollen – dann ist es an der Zeit, Hochdruckreiniger oder andere motorisierte Reinigungsgeräte einzusetzen. Für ein besseres Reinigungsergebnis, als es mit reiner Muskelkraft je möglich wäre.

Welches Gerät für welche Reinigungsarbeiten?

Unter den beliebtesten Reinigungsgeräten finden sich vor allem Hochdruckreiniger in Kalt- und Heißwasser-Varianten, Hochdruck-Schrubber, elektrische Unkrautvernichter auf Hitzebasis, sowie motorisierte Fugenbürsten und Kehrmaschinen. Welche dieser Reinigungsgeräte für Ihre Reinigungsarbeiten das perfekte Werkzeug darstellen, hat vor allem mit der Nutzungssituation und der Verschmutzung zu tun.

Reinigungsgeräte mit Wasserdruck

Das Entfernen von Schmutz mit Dampfstrahler, Hochdruckreiniger, Hochdruckpistole oder Hochdruck-Schrubber verbindet zwei Reinigungseffekte: Das Wasser weicht den Dreck auf und der Druck, mit dem es aus der Düse austritt, spült ihn davon.

Wie stark muss ein Hochdruckreiniger sein?

Die Leistung von wasserbasierten Reinigungsgeräten ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Druck, Fördermenge und Zulauftemperatur. Heißwasser-Hochdruckreiniger können die Wassertemperatur je nach Modell auf bis zu 155°C erhitzen – bei Geräten für den Privatgebrauch meist zwischen 50 und 100°C. Die hohen Temperaturen können hier einen niedrigeren Wasserdruck problemlos ausgleichen, da die Hitze die Reinigungswirkung unterstützt. Bei einem Kaltwasser-Hochdruckreiniger sollten Sie unbedingt auf ein gutes Verhältnis zwischen Druck und Fördermenge achten. Denn ist der Druck zu niedrig, reinigt man mit dem Gerät kaum besser als mit einem Wasserschlauch. Ist der Druck der Reinigungsgeräte wiederum hoch, aber die Fördermenge gering, verflüchtigt sich das Wasser bereits kurz nach dem Austritt aus der Düse und verliert einen Großteil seiner Reinigungswirkung. Hochdruckreiniger mit etwa 100 bar bei 500 Litern/Stunde sind für die meisten privaten Reinigungsarbeiten völlig ausreichend.

Welche Düsen-Varianten gibt es?

Neben Druck, Fördermenge und Zulauftemperatur können Sie die Reinigungswirkung wasserbasierter Reinigungsgeräte auch über verschiedene Düsen anpassen, die bei vielen Hochdruckreiniger-Modellen auswechselbar sind. Unter den Düsen befinden sich beispielsweise:
  • Vario-Düsen
  • Schaumdüsen
  • rotierende Düsen
  • Waschbürsten
Vario-Düse und Rotationsdüse erlauben es dem Hochdruckreiniger, die Form und damit die Reinigungswirkung seines Strahls anzupassen. Vario-Düsen erlauben es, zwischen einem fokussierten Strahl für hartnäckige Verschmutzungen oder einem flachen, breiten Strahl für Flächen zu wählen. Die Rotationskräfte einer rotierenden Düse wiederum unterstützen den Reinigungseffekt der Reinigungsgeräte, wodurch Hochdruckreiniger mit diesem Aufsatz besonders bei der Reinigung von festen Verschmutzungen auf Steinplatten brillieren können. Möchten Sie mit ihrem Hochdruckreiniger Ihr Auto oder andere kompliziert geformte Oberflächen reinigen, sollten Sie zu einem Modell mit Schaumdüsen- beziehungsweise Waschbürsten-Aufsatz greifen. Über die Schaumdüse lassen sich Reinigungsmittel direkt mit dem versprühten Wasser mischen, wodurch das aufgeschäumte Mittel komfortabel großflächig aufgetragen werden kann. Rotierende Waschbürsten hingegen erlauben einem Hochdruckreiniger, wie ein kleiner Hochdruck-Schrubber eingesetzt zu werden – Reinigungsgeräte mit diesem Zubehör sind besonderes für schwer zugängliche Stellen wie Radkappen oder Gartenmöbel geeignet.

Reinigungsgeräte ohne Wasser

In Situationen, bei denen eine Reinigung mit einem Hochdruckreiniger aus praktischen oder finanziellen Gründen nicht ideal ist – etwa bei der Reinigung von elektronischen Geräten – eignen sich Reinigungsgeräte mit Bürsten oder Heizkörpern.

Was ist der Vorteil von Kehrmaschinen und Fugenbürsten?

Kehrmaschinen werden im Gegensatz zum elektrisch betriebenen Hochdruckreiniger typischerweise mit einem Verbrennungsmotor angetrieben und verfügen über rotierende Bürstenelemente mit Kunststoffborsten. Durch die Rotationskräfte wird hier die Kehrleistung der Reinigungsgeräte maximiert – selbst hartnäckigere oberflächliche Verschmutzungen wie getrockneter Kaugummi auf dem Gehsteig können so komfortabel entfernt werden. Die Nutzung wird unterstützt durch eine Reihe praktischer Features:
  • Vorwärts- und Rückwärtsgang
  • Austauschbares Reinigungszubehör
  • Abnehmbarer Kehrgutsammelbehälter
  • schwenkbare Reinigungsbürsten
Für den Gebrauch im Winter erlauben es viele Kehrmaschinen auch, den Kehrgutsammelbehälter abzunehmen und einen Schneeschieberaufsatz an die Reinigungsgeräte zu montieren. Gerade bei größeren Flächen oder besonders dichtem Schnee hilft hier die Tatsache, dass sich die Kehrmaschine dank des Motors unter eigener Kraft fortbewegen kann. Fugenbürsten wiederum sind komfortable Reinigungsgeräte für Fugen und enge Zwischenräume, in die man mit einem normalen Besen, einer Kehrmaschine oder gar einem Hochdruckreiniger kaum hinein gelangt. Fugenbürsten werden typischerweise mit motorbetriebenen Rotationsbürsten mit metallenen Borsten ausgestattet. Dadurch eignen sie sich hervorragend zum Entfernen nicht nur von Schmutz, sondern auch von Unkraut in Fugenzwischenräumen. Bei besonders starkem Befall können Sie die Fugen dank dieser Reinigungsgeräte bis zu den Wurzeln des Unkrauts ausbürsten und danach wieder mit Erde befüllen.

Hitzebasierte Unkrautvernichter

Mit einer beachtlichen Heizleistung von um die 2000 Watt erzeugen elektrische Unkrautvernichter Hitze ohne Flammen. Diese Reinigungsgeräte werden einfach einige Sekunden lang etwa 3 Zentimeter über Unkrautpflanzen gehalten. Die drastische Hitze des Geräts lässt so die Wurzeln der Pflanze absterben, wodurch das Unkraut innerhalb weniger Tage ganz natürlich verwelkt. Elektrische Unkrautvernichter sind dadurch insbesondere für das schonende Entfernen von Unkraut an schwer erreichbaren Stellen geeignet. Im Gegensatz zu Fugenbürsten wühlen diese Reinigungsgeräte nicht die Erde in der Fuge auf und zerstören Unkraut ganz ohne schädliche Vernichtungsmittel oder gefährliche Flammen.

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Hartnäckiger Dreck auf Beton, Bodenplatten oder Steinen

Bei unempfindlichen Oberflächen eignen sich vor allem Hochdruckreiniger mit hohem Wasserdruck bei gleichzeitig hoher Fördermenge. Reinigungsgeräte mit einem Wasserdruck von 120 bar und mehr können ihre volle Kraft entfalten und werden durch eine entsprechende Wassermenge von etwa 500 Litern/Stunde unterstützt.

Schmutz auf empfindlichen Oberflächen

Bei lackierten Autokarossen oder Keramik-Dekoration sollten Sie einen Hochdruckreiniger mit niedrigerem Druck betreiben. Ein guter Richtwert sind hier etwa 100 bar Druck bei einer Fördermenge von etwa 350 bis 500 Litern/Stunde. Mit einer entsprechend variierbaren Düse können Sie viele Reinigungsgeräte in ihrer Intensität noch weiter anpassen.

Schnee, Laub und leichter Schmutz auf großen Flächen

Als Kombination aus Besen, Schneeschieber und Laubbläser eignet sich eine Kehrmaschine besonders für große Flächen. Mit rotierenden Bürsten ausgestattet kehren diese motorisierten Reinigungsgeräte Laub und Schmutz sicher in ihren Kehrgutsammelbehälter. Im Winter können Sie das Gerät außerdem mit einem Schneeschieber ausstatten.

Intensivreinigung auf großen Flächen

Gerade für größere Flächen wie Terrassen oder für komplexe Flächen wie Treppen wird meist der normale Besen verwendet. Bei besonders hartnäckigem Schmutz ist jedoch ein sogenannter Hochdruck-Schrubber das ideale Reinigungswerkzeug – also ein robuster Besen mit integriertem Hochdruckreiniger.

Schmutz und Unkraut in Rillen oder Fugen

Für schwer zu erreichendes Unkraut gibt es zwei Möglichkeiten: elektrische Unkrautvernichter oder Fugenbürsten. Möchten Sie einen besonders großen Unkrautbefall bekämpfen, sind Fugenbürsten meist die zeitsparendere Alternative, während hitzebasierte Unkrautvernichter sich aufgrund ihrer Form besonders für schwer erreichbare Stellen eignen.