• Kinderräder bis 18 Zoll (45,72cm)

    Wenn Kinder nicht mehr im Fahrradsitz transportiert werden wollen, sondern selbst fahren möchten, wird es Zeit für ein Kinderfahrrad. Das ideale Kinderfahrrad vereint eine kindgerechte Optik mit guter Qualität und hoher Sicherheit. So wird das Radfahren mit der ganzen Familie zum Kinderspiel.

Die Vielfalt der Kinderfahrräder

Die Auswahl an Kinderfahrrädern bis 18 Zoll ist groß – für jeden Geschmack und jedes Kind kann das passende Fahrrad gefunden werden.

  • Mädchen freuen sich oftmals über Fahrräder, die einen kleinen Korb am Lenker haben, in dem sie eine Puppe oder ein Stofftier spazieren fahren können.

  • Jungs orientieren sich gerne an älteren Vorbildern und wünschen sich vielleicht ein Kindermountainbike. Diese müssen allerdings oftmals nachgerüstet werden, damit sie den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung entsprechen.

  • Kinderfahrräder gibt es in zahlreichen bunten Farben und mit tollen Motiven.

Generell ist jüngeren Kinder in erster Linie die Optik ihres Fahrrads wichtig. Eltern sollten die Wünsche des Kindes zwar berücksichtigen, damit es auch gerne mit dem Fahrrad fährt. Bei Kinderfahrrädern für Jungen und Mädchen sollten aber vor allem Aspekte wie Sicherheit und Fahrkomfort nicht aus dem Fokus verloren werden. Das ideale Kinderfahrrad stellt Kinder und Erwachsene gleichermaßen zufrieden.

Welche Größe ist die richtige?

Damit das Radfahren sicher und bequem ist, darf das Fahrrad weder zu groß noch zu klein sein. Um die richtige Größe für das Kinderfahrrad zu ermitteln, sind Schrittlänge und Körpergröße des Kindes entscheidend. Für Kinder zwischen drei und acht Jahren kommen Fahrräder mit einer Größe zwischen 12 und 18 Zoll infrage. Folgende Werte können als Orientierungshilfe dienen.

Alter Körpergröße/Schrittlänge Fahrradgröße
3 bis 4 Jahre Ca. 100 cm/44 cm 12 bis 14 Zoll
4 bis 5 Jahre Ca. 110 cm/48 cm 12 bis 16 Zoll
5 bis 6 Jahre Ca. 115 cm/51 cm 14 bis 18 Zoll
6 bis 7 Jahre Ca. 120 cm/55 cm 16 bis 20 Zoll
7 bis 8 Jahre Ca. 130 cm/50 cm 18 bis 20 Zoll

Ab einer Größe von 140cm kann dann ein Jugendrad in Betracht gezogen werden. Zudem sollte der Rahmen einen möglichst tiefen Einstieg haben, damit das Auf- und Absteigen nicht zu schwierig wird.

Welche Eigenschaften spielen beim Kauf eine Rolle?

Neben der richtigen Größe sollte beim Kauf eines Kinderfahrrads auf verschiedene Eigenschaften und Ausstattungsmerkmale Wert gelegt werden, damit das Kind sicher und mit viel Spaß fahren kann.

Stützräder

Beim ersten Fahrrad sind oftmals Stützräder verbaut. Gerade bei Kinderrädern bis zu 16 Zoll gibt es die Möglichkeit, das Fahren mit den Hilfsrädern zu erlernen. Auch Laufräder für die ganz Kleinen sind oftmals mit Stützrädern ausgestattet. Ob die Stützräder hilfreich sind oder eher das Gegensteil bewirken, ist umstritten: Einerseits fährt der Nachwuchs von Beginn an sicherer, ähnlich wie auf einem Dreirad oder einem Tretauto. Andererseits muss nach dem Abmontieren der Stützräder der Lernprozess wieder komplett von vorne begonnen werden, da Aspekte wie das Halten des Gleichgewichts nicht trainiert worden sind.

Bremsen

Junge fährt mit einem Fahrrad durch den WaldBei einer Handbremse können zur Not die Füße beim Bremsen helfen

Bei Kinderfahrrädern besteht oftmals die Wahl zwischen einer Rücktrittbremse und einer klassischen Handbremse. Die Rücktrittbremse gilt für Kinder als einfacher in der Handhabung. Allerdings hat dieser Bremsentyp einige Nachteile: Beim Schieben oder Aufsteigen können die Pedale, die nicht rückwärts gedreht werden können, im Weg sein und zu Verletzungen führen. Zudem haben Kinder oftmals das Bedürfnis, vor dem Antritt die Pedale in eine bestimmte Position zu bringen. Auch das ist bei einer Rücktrittbremse eher schwierig. Größere Fahrräder verfügen meistens nur über eine Handbremse, sodass es empfehlenswert ist, das Kind von Anfang an daran zu gewöhnen. Es sollte jedoch überprüft werden, ob die Handbremse nicht eventuell zu schwergängig ist und nur mit großem Kraftaufwand genutzt werden kann. Das Kind sollte die Bremse jederzeit aus eigener Kraft betätigen können.

Gangschaltung

Bei Kinderfahrrädern bis 18 Zoll ist eine Gangschaltung für gewöhnlich nicht notwendig. Die Kinder sind in der Regel bis zum neunten Lebensjahr noch nicht komplett dazu in der Lage, verschiedene Bewegungsabläufe zu koordinieren oder auf die Gegebenheiten des Verkehrs zu reagieren. Von daher wäre eine Gangschaltung eine Verschwendung. Im schlimmsten Fall kann sie sogar die Unfallgefahr steigern, wenn das Kind durch das Schalten abgelenkt ist oder sich die Kettenschaltung verhakt.

Fahrradständer

Soll das Kinderfahrrad einen Fahrradständer haben, weil es beispielsweise auf dem Hof oder im Keller abgestellt wird, sollte darauf geachtet werden, dass er einfach zu bedienen ist. Ein Fahrradständer, den das Kind nicht auf Anhieb ein- und ausklappen kann, führt schnell zu Frust – und das Rad wird am Ende einfach auf den Boden gelegt oder an die Hauswand gelehnt.

Sicherheit

Bei sogenannten Spielfahrrädern, zu denen ein Kinderfahrrad bis 18 Zoll für gewöhnlich gehört, ist keine Lichtanlage vorgeschrieben, da das Kind normalerweise nicht aktiv und eigenständig am Straßenverkehr teilnimmt. Sobald das Kind allerdings mit dem Fahrrad zur Schule fährt, muss es die Regeln der Straßenverkehrsordnung einhalten. Zusätzlich sind für die Verkehrssicherheit Reflektoren in den Speichen und eine Klingel zu befestigen. Unabhängig von Alter und Nutzung sollten Kinder beim Radfahren einen gut sitzenden Fahrradhelm tragen. Wer bei Fahranfängern auf Nummer sicher gehen möchte, kann zusätzlich auf Ellbogen- und Knieschoner zurückgreifen. Ein Kettenschutz hilft dabei, dass Hosenbeine oder offene Schnürsenkel nicht in der Fahrradkette hängebleiben und zu Stürzen führen.