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Kuckucksmädchen

Taschenbuch; Autor: Lohmann, Eva

Wanda ist 30. Aber soll sie jetzt deswegen sesshaft werden? Mit Jonathan in die Altbauwohnung ihrer verstorbenen Großeltern ziehen? Das kann sie nicht. Schon deshalb nicht, weil sie...
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Artikelnummer: 100156545

Wanda ist 30. Aber soll sie jetzt deswegen sesshaft werden? Mit Jonathan in die Altbauwohnung ihrer verstorbenen Großeltern ziehen? Das kann sie nicht. Schon deshalb nicht, weil sie professionelle Haushaltsauflöserin ist und also vom Ende aller Beziehungen lebt. Außerdem schaut sie lieber zurück als nach vorn. Hat sie in der Vergangenheit die richtigen Entscheidungen getroffen? Um ganz sicher zu gehen, beschließt sie, sich in die gemachten Nester ihrer Exfreunde zu setzen ...
Text Review

"Charmant, schlau und scharf beobachtet.", COUCH


Titel Zusatz

Roman


Autor(en)

Lohmann, Eva


Erscheinungsdatum

2013.12


Abmessungen

(H) 0,19 (B) 0.12 (T) 0.02


Gewicht in Gramm

170 gr


Seitenzahl

176


Herausgeber

Piper


Sprache

Deutsch


Reihe

Piper Taschenbuch


Reihe Band Nr.

Bd.30252


Ausschnitt

Für Ana und die Ameise "Wie komme ich auf den richtigen Weg?", fragte Alice den Hasen. "Das kommt darauf an, wo du hinwillst." "Ich weiß es nicht", antwortete Alice. "Ja dann", sagte der Hase, "ist es ganz einfach. Du kannst den einen oder den anderen Weg wählen. Wenn du das Ziel nicht kennst, ist die Wahl des Weges unwichtig." Lewis Caroll, Alice im Wunderland 1 "In der Liebe gibt es immer einen Anfang und ein Ende. So ist das eben." "Aber was ist mit der Zeit dazwischen?" "In der Zeit dazwischen trauert man dem Anfang nach und wartet auf das Ende." Catherine Deneuve in Die Männer, die ich liebte Es ist sieben Uhr achtunddreißig, ich liege im Bett und bin noch nicht mal richtig wach, als mein Herz plötzlich und unvorhergesehen den ersten Satz seines Lebens sagt. Das Bett setzt sich zusammen aus einem hochglanzweiß lackierten verschnörkelten Metallgestell, einer wollweißen Matratze, schneeweißer Bettwäsche und riesigen weißen Federkissen. Es steht vor einer kalkweißen Wand, und unter dem Bett, auf dem Parkett, liegt ein weicher, elfenbeinweißer Teppich, der jeden Morgen zuverlässig meine ersten drei Schritte nach dem Aufstehen dämpft. Der Rest des Schlafzimmers ist ebenfalls weiß. Wollweiß, kalkweiß, birkenweiß der Raum sieht aus wie ein unbeschriebenes Blatt. Ich mag das Gefühl, morgens in einem Berg aus frisch geschlagener Sahne aufzuwachen. Nur hin und wieder stelle ich eine Vase mit einer einzelnen gelben oder pinken Tulpe auf die marmorweiße Platte meines Nachttischchens, komme mir dabei wahnsinnig mutig vor und bin froh, wenn sie nach vier Tagen langsam den Kopf hängen lässt und ich sie endlich wegschmeißen darf. Mein Schlafzimmer ist im Gegensatz zur restlichen Wohnung weiß und weich und sehr ordentlich. Es gibt nur einen einzigen Tag in der Woche, an dem ich für ein paar Stunden das Chaos einziehen lasse. Am Sonntagmorgen stehe ich kurz auf, kaufe mir am Bahnhof die Zeit und lege mich damit wieder ins Bett. Dann lese ich mich kreuz und quer durch die Seiten, wobei ich die einzelnen Blätter auseinanderrupfe und gedankenverloren links, rechts, vor und hinter mir verteile, bis ich irgendwann in einem Berg von Zeitungsseiten sitze. Wenn alles so ist, wie es sein soll, kommt in diesem Moment Jonathan mit einem Frühstückstablett aus der Küche und spricht die zwei immer gleichen Sätze, die er unbeirrt seit sechsunddreißig Monaten bei diesem Anblick sagt: "O wie schön. Ein ganzes Bett voller Zeit. " Ich liebe mein Bett. Es ist der wichtigste Gegenstand in meinem Leben. Ich brauche es zum Schlafen und Wachsein, Lesen und Nachdenken, zum Essen, Vögeln und Weinen, zum Telefonieren, zum Kranksein und Abschotten, zum Glücklich- und Unglücklichsein. Nur vor einem kann mich auch mein Bett nicht retten: diesem Montagmorgen. Ich bin liegen geblieben, als um sieben Uhr dreißig der Wecker geklingelt hat. Aus Angst vor dem, was heute kommen würde, habe ich die Augen geschlossen gehalten und versucht, mir vorzustellen, der Tag hätte noch nicht begonnen. Dann kam um sieben Uhr achtunddreißig die Sache mit dem Herzen dazwischen. Der erste Satz, den mein Herz zu mir sagt, lautet: Schade, das mit den Brüsten. Seltsamerweise bin ich weder erschrocken noch empört. Ich mag diese Stimme, ich erkenne den Beat, und ich antworte im Stillen und ohne nachzudenken: Ist mir auch schon aufgefallen. Früher sahen sie irgendwie besser aus. Ich schlage die Bettdecke zurück, bin plötzlich gar nicht mehr müde, stehe auf und laufe auf nackten Füßen zum Schlafzimmerspiegel. Dort hebe ich mein durchgescheuertes I-love-Brooklyn-T-Shirt hoch und starre die Brüste an. Es ist wie mit alten Bekannten, die man lange nicht gesehen hat und bei denen man sich nicht ganz sicher ist, ob sie es wirklich sind. Meine Brüste starren zurück. Wenigstens schauen sie nicht zu Boden. Ich nehme sie in beide Hände und presse sie nach oben. Meine Silhouette verbessert sich schlagartig. Sie


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