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Lasst die Spiele beginnen

Hardcover; Autor: Ammaniti, Niccolò

Der Gastgeber ist Immobilienmagnat, und seine Fête verspricht das Event des Jahres zu werden: Schönheitschirurgen, abgehalfterte Mittelstürmer, TV-Sternchen, Schauspieler, Models, Journalisten...
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Artikelnummer: 100107087

Der Gastgeber ist Immobilienmagnat, und seine Fête verspricht das Event des Jahres zu werden: Schönheitschirurgen, abgehalfterte Mittelstürmer, TV-Sternchen, Schauspieler, Models, Journalisten ... Was Rom an V.I.P. zu bieten hat, zeigt sich an diesem Abend in der legendären Villa Ada. So auch der Starautor Fabrizio Ciba (der allerdings seit drei Jahren im zweiten Kapitel seines neuen Romans feststeckt). Einer der Höhepunkte des Festes soll eine Jagdsafari zu Elefant auf Tiger, Löwen und Füchse werden.
In dieser wunderbaren Parodie auf unsere hypermedialisierte Gesellschaft zeigt Ammaniti uns die Fratze eines von Vulgarität geprägten und von Macht- und Geldgier zerfressenen neuen Italiens, der Kehrseite unseres geliebten Urlaubsparadieses.
Text Review

"Ein satirischer Rundumschlag gegen die Berlusconi-Gesellschaft. (...) Der Roman 'Lasst die Spiele beginnen' ist wie ein buntes Fest absurder Einfälle: grell, plakativ, manchmal auch überdreht - wie die Meute, die er porträtiert." , dpa, 17.09.2013 20151120


Titel Zusatz

Roman


Autor(en)

Ammaniti, Niccolò


Erscheinungsdatum

18.09.2013


Abmessungen

(H) 0,21 (B) 0.13 (T) 0.03


Gewicht in Gramm

496 gr


Seitenzahl

336


Herausgeber

Piper


Sprache

Deutsch


Ausschnitt

1 Die Bestien des Abaddon saßen in der Pizzeria Jerry 2 in Oriolo Romano und hielten eine Versammlung ab. Ihr Anführer Saverio Moneta, genannt Mantos, stand ziemlich unter Druck. Die Lage war kritisch. Wenn es ihm nicht gelang, das Ruder wieder in die Hand zu bekommen, dann war das vielleicht die letzte Zusammenkunft der Sekte. In letzter Zeit war die Gruppe bedrohlich geschrumpft. Paolino Scialdone, genannt der Sensenmann, war als Erster ab gesprungen. Ohne ein Wort zu sagen, hatte er sich abgeseilt und war zu den Kindern der Apokalypse, einer sata nistischen Gruppe in Pavia, übergelaufen. Kurz danach hat te sich Antonello Agnese, genannt Molten, eine gebrauchte Harley Davidson gekauft und war zu den Hells Angels in Su biaco gegangen. Und zu guter Letzt hatte Pietro Fauci, genannt Nosferatu, Mantos rechte Hand und Gründungsvater der Bestien, geheiratet und in Abetone ein Sanitärgeschäft er öffnet. Nun waren sie nur noch zu viert. Er musste ein ernstes Wort mit ihnen reden, sie wieder auf Linie bringen und neue Mitglieder rekrutieren. "Mantos, was nimmst du?", fragte ihn Silvietta, die Vestalin der Gruppe. Eine kleine klapperdürre Rothaarige mit Glupschaugen, die unter ihren dünnen, zu hoch auf der Stirn angesetzten Augenbrauen hervorquollen wie Tischtennisbälle. In einem Na senflügel und in der Mitte der Lippe hatte sie einen silbernen Ring. Zerstreut warf Saverio einen Blick auf die Speisekarte. "Keine Ahnung Eine Pizza Marinara vielleicht? Ach nein, lieber nicht, der Knoblauch schlägt mir immer so auf den Magen Also gut, dann die Pappardelle." "Nicht gerade ihre Spezialität hier, aber trotzdem ganz gut!", fand Roberto Morsillo, genannt Murder, ein dicker, fast zwei Meter großer Kerl mit langen, schwarz gefärbten Haaren und einer fettverschmierten Brille. Er trug ein ausgeleiertes Slayer-T-Shirt. Murder kam aus Sutri, studierte Jura in Rom und arbeitete in einem Baumarkt in Vetralla. Kritisch musterte Saverio seine Anhänger. Alle waren schon über dreißig, liefen aber immer noch wie ein Häufchen abgefuckter Heavy-Metal-Fans herum. Und das, obwohl er ihnen pausenlos einbläute: "Begreift es endlich, ihr müsst stinknormal aussehen, keine Piercings, keine Tattoos, keine Studs." Aber es war einfach nichts zu machen. Man muss sich mit dem zufriedengeben, was man hat, dachte er resigniert. Mantos schaute hoch und sah sich selbst in dem Birra-Moretti-Spiegel hinter der Bar. Schmächtig, einen Meter zweiundsiebzig, Brille mit Metallfassung, dunkles Haar, auf der linken Seite gescheitelt. Er trug ein hellblaues kurzärmliges Hemd, bis zum Hals zugeknöpft, eine dunkelblaue Cordhose und College-Mokassins. Ein ganz normaler Typ. Wie die großen Paladine des Bösen: Ted Bundy, Andrei Tschikatilo, Jeffrey Dahmer, das Monster von Milwaukee. Alles ganz normale Leute, die auf der Straße niemandem aufgefallen wären. Dabei waren sie die Lieblingskinder des Teufels. Was hätte Charlie Manson an meiner Stelle getan, wenn er derart armselige Anhänger gehabt hätte? "Meister, wir müssen mit dir reden. Wir haben uns überlegt, unsere Sekte ", setzte Edoardo Sambreddero, genannt Zombie, an und riss Mantos aus seinen Gedanken. Er war der Vierte der Gruppe, ein hagerer Typ, der keinen Knoblauch, keine Schokolade und keine Getränke mit Kohlensäure vertrug, weil er von Geburt an unter einer chronischen Entzündung der Speiseröhre litt. Er arbeitete als Elektriker bei seinem Vater in Man ziana. "Eigentlich gibt es uns als Sekte gar nicht mehr." Saverio wusste, worauf er hinauswollte, tat aber so, als verstünde er nicht. "Wie meinst du das?" "Wie lange ist es jetzt her, dass wir den Bluteid abgelegt haben?" Saverio zuckte mit den Schultern. "Ein paar Jahre." "Aber im Internet zum Beispiel sind wir überhaupt kein Thema, die Kinder der Apokalypse aber schon", flüsterte Silvietta so leise, dass niemand es hörte. "Und was haben wir in dieser ganzen Zeit zustande ge bracht?", fragte Zombie und zielte dabei mit


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