• Leitern & Klapptritte

    Ob für die Obsternte im heimischen Garten, zum Beschneiden eines Baumes, für Renovierungsarbeiten am Haus oder einfach, um das oberste Fach im Küchenregal erreichen zu können: Leitern und Klapptritte helfen im Alltag dabei, Aufgaben in luftiger Höhe sicher sowie komfortabel zu erledigen.

Verschiedene Leitern im Überblick

Leitern gibt es in zahlreichen Ausführungen, die sich hinsichtlich ihrer Konstruktion sowie Anwendungsbereiche unterscheiden.

  • Stehleitern werden frei stehend aufgestellt, haben vier Beine und sind je nach Modell von einer oder zwei Seiten begehbar. Der Stand ist hier bei richtiger Nutzung besonders sicher.

  • Anlegeleitern bestehen nur aus zwei Holmen mit Sprossen, können daher nicht eigenständig stehen und werden angelehnt. Sie sind die simpelste Form der Leiter und daher meistens sehr preiswert.

  • Teleskopleitern sind eine Abwandlung der Anlegeleiter, die auf bis zu einem Meter zusammengeschoben werden können und so bei der Lagerung sehr wenig Platz einnehmen. Diese Art von Leiter lässt sich schrittweise Sprosse für Sprosse ausfahren, sodass immer genau die benötigte Länge erreicht wird. Aufgrund der ausgeklügelten Mechanik sind diese Leitern im höheren Preissegment angesiedelt.

  • Ausziehbare Leitern oder Schiebeleitern sind ebenfalls in der Höhe variabel. Der Unterschied zur Teleskopleiter liegt in der Konstruktion: Die Schiebeleiter besteht aus zwei oder mehreren Teilen, die per Zugseil auseinandergezogen werden und die Leiter entsprechend verlängern.

  • Multifunktionsleitern oder Allzweckleitern vereinen verschiedene Leitertypen in sich. Diese Modelle können je nach Hersteller angelegt und frei aufgestellt sowie ausgefahren werden.

  • Klapptritte stellen die Leiterlösung für den Haushalt dar. Statt schmaler Sprossen verfügen sie normalerweise über kleine Stufen und bringen es auf eine Höhe von maximal 1 Meter. Die Stufenanzahl liegt meistens zwischen zwei und fünf. Klapptritte lassen sich platzsparend zusammenlegen und können so einfach gelagert werden.

  • Gerüste aus Aluminium sind vor allem aus dem Handwerks- sowie Bauwesen bekannt, können aber auch im Privatbereich gute Dienste leisten. Neben zwei Sprossenleitern, die den Rahmen bilden, verfügen sie über eine breite Arbeitsplattform.

Welche Leiter ist für welchen Zweck geeignet?

Die Vielzahl der Leitermodelle kann schnell zu Verwirrungen führen. Generell lässt sich natürlich jeder Leitertyp für jede Aufgabe benutzen. Dennoch sind aufgrund der verschiedenen Eigenschaften manche Leitern für bestimmte Zwecke besser zu gebrauchen. Welche Leiter für welchen Einsatzbereich besonders gut geeignet ist, zeigt diese Übersicht:

Leitertyp Einsatz/Zweck
Stehleiter Renovierung, Gartenarbeit
Anlegeleiter Renovierung, Gartenarbeit
Teleskopleiter Renovierung und Reparaturen im Außenbereich / in großer Höhe, Gartenarbeit
Schiebeleiter Renovierung und Reparaturen im Außenbereich / in großer Höhe, Gartenarbeit
Allzweckleiter Alle Einsatzbereiche
Klapptritt Haushalt, Arbeiten in niedriger Höhe
Gerüst Renovierung und Reparaturen im Außenbereich

Wichtige Kriterien für die Kaufentscheidung

Neben der Art der Leiter gibt es weitere Faktoren, die beim Kauf berücksichtigt werden müssen, damit die Leiter den persönlichen Anforderungen gerecht wird.

Material

In ihrer ursprünglichen Form sind Leitern oftmals aus Holz gefertigt. Heutzutage ist meistens Aluminium das Material der Wahl. Das Leichtmetall hat gegenüber Holz einige Vorteile:

  • Aluminium ist leichter als Holz und damit einfacher zu transportieren.

  • Holzsprossen sowie -stufen sind bei Nässe extrem rutschig und erhöhen das Unfallrisiko – Aluminium stellt hier die sicherere Wahl dar.

  • Das meist unbehandelte Holz kann splittern und mit der Zeit morsch werden, was zu Verletzungen führen kann. Aluminium hingegen ist beständig gegenüber Feuchtigkeit.

  • Aluminium ist rostfrei.

Alternativ kommt auch Stahl zum Einsatz, der ähnlich robust, aber etwas schwerer ist. Daher wird er hauptsächlich für kleine Klapptrittleitern benutzt.

Höhe

Stehleiter und Anlegeleiter in einem RaumLeitern gibt es in den verschiedensten Höhen für jeden Anwendungsbereich.

Ob eine Leiter für den geplanten Einsatz geeignet ist oder nicht, hängt in erster Linie von ihrer Höhe ab – das hochwertigste Modell ist das falsche, wenn es nicht über die richtige Länge verfügt. Wer eine Anlegeleiter nutzt und von dieser absteigen muss, beispielsweise auf eine Mauer oder einen Baum, sollte folgende Faustregel beachten: Die Leiter sollte mindestens 1 m über die Austrittstelle hinausragen, damit ein sicheres Ab- sowie Aufsteigen garantiert ist. Das entspricht etwa drei Sprossen. Generell sollte die Leiter eher etwas zu lang als zu kurz sein, damit ein sicherer Umgang gewährleistet wird. Anlegeleitern werden bis zu einer Standhöhe von 7 m hergestellt, mit einer Schiebeleiter können Arbeitshöhen von bis zu 17 m erreicht werden.

Stehleiter und Anlegeleiter in einem RaumLeitern gibt es in den verschiedensten Höhen für jeden Anwendungsbereich.

Belastbarkeit

Grundsätzlich können Leitern problemlos mit bis zu 150 kg belastet werden, ohne dass die Stabilität leidet. Dieser Grenzwert sollte auch dann nicht überschritten werden, wenn der Hersteller keine spezifischen Angaben zur Belastbarkeit gemacht hat. Besonders lange Modelle können eventuell nur ein Gewicht zwischen 80 und 100 kg aushalten; spezielle Schwerlasttritte halten hingegen Lasten bis zu 225 kg aus.

Sicherheitsmerkmale

Neben großer Vorsicht bei der Benutzung können zusätzliche Sicherheitsmerkmale dazu beitragen, dass das Arbeiten auf der Leiter nicht mit Unfällen und Verletzungen endet.

Klapptritt in einer WohnungRutschfeste Füße und Stufen erhöhen die Sicherheit der Haushaltsleiter.
  • Leitern sollten mit dem TÜV- oder GS-Prüfsiegel ausgezeichnet sein. Auch die Baunorm EN 131 zählt zu den Sicherheitsmerkmalen.

  • Stufen und Sprossen, die geriffelt oder gummiert sind, sorgen für einen besseren Stand sowie eine geringe Rutschgefahr – auch bei Feuchtigkeit. Die Sprossen sollten eine Tiefe von mindestens 3 cm haben, bei Stufen sind 8 cm empfehlenswert.

  • Auch die Füße der Leiter stehen auf glatten Untergründen sicherer, wenn sie mit einem Gummiüberzug in Form eines Steckfußes versehen sind. Beim Einsatz auf dem Rasen oder erdigem Untergrund ist eine Leiter mit langen Stahlspitzen, die in den Boden gerammt werden können, eine Überlegung wert.

  • Tritte und Stehleitern sollten über eine Klappsicherung und Sicherheitsbügel verfügen, damit das Risiko minimiert wird, dass die Leiter unbeabsichtigt während der Benutzung zusammenklappt.


Klapptritt in einer WohnungRutschfeste Füße und Stufen erhöhen die Sicherheit der Haushaltsleiter.