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Ernährung in der Schwangerschaft

Für die gesunde Entwicklung des Kindes ist eine ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft besonders wichtig. Denn nahezu alle Stoffe, die eine werdende Mutter in ihren Organismus aufnimmt, gelangen auch zum ungeborenen Kind – das gilt für Nährstoffe ebenso wie für potentielle Schadstoffe.
Vorab etwas Grundsätzliches: Eine Schwangere isst zwar für zwei, ihr Kalorienbedarf aber steigt nur um rund 250 kcal pro Tag. Frisches (oder auch tiefgekühltes) Obst und Gemüse sowie reine Frucht- und Gemüsesäfte sind besonders empfehlenswert.
Wichtig: Rohes stets gründlich waschen, um etwaige Verunreinigungen (Konservierungsmittel, Wachs, etc.) zu entfernen. Produkte aus Vollkorn – egal ob Backwaren oder Müslis – enthalten natürlich mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte. 1–2-mal pro Woche aber sollten Sie auch Weißbrot oder Brötchen essen, um den Verdauungsapparat nicht zu überfordern. Mageres, gut durchgegartes Fleisch, hart gekochte Eier (2–3 pro Woche) und pasteurisierte Milchprodukte enthalten wichtiges Eiweiß, Eisen, Kalzium und vieles mehr.

Wichtig: Vermeiden Sie Rohmilchprodukte, da diese Listerien1 enthalten können, sowie rohes Fleisch (z. B. Mett), das evtl. zu einer Toxoplasmose-Infektion2 führen kann. Fisch und Meeresfrüchte liefern die wertvollen, mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren sowie viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Für eine gesunde Entwicklung des Kindes sind diese unerlässlich. Daher gilt: Ist die Mutter ausreichend damit versorgt, geht’s auch dem Kind prima. Denn die Nährstoffe stehen dem Kleinen im Mutterleib dann ebenfalls zur Verfügung. Also sollten Sie zum Beispiel fetten Fisch wie Hering, Lachs oder Makrele auf Ihren Speiseplan setzen. Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Fisch gut durchgegart ist, und vermeiden Sie Rohfischspeisen (z. B. Sushi).

Vielfalt ist alles. Aber alles zu seiner Zeit.

Im Mutterleib wird Ihr Baby über die Nabelschnur ernährt. Das ist mit der Geburt vorbei, und nun werden die Weichen für eine gesunde Zukunft gestellt. Die richtige Ernährung zur richtigen Zeit ist dabei besonders wichtig.

1-6 Monate

Im ersten Lebenshalbjahr ist Ihr Baby mit Muttermilch (oder Anfangsnahrung) optimal versorgt. Als stillende Mutter ist es wichtig, auf Ihre Ernährung zu achten. Blähendes Gemüse wie Kohl und Zwiebeln sollten Sie meiden. Parallel können Sie Ihrem Baby Wasser oder Fencheltee zu trinken geben.

Ab 6 Monaten

Nun können Sie in die Beikost einsteigen. Aber was ist besser, Brei aus dem Gläschen oder selbst gekocht? Hier gibt es keinen Königsweg. Wenn Sie selbst kochen, empfiehlt sich am Anfang ein Gemüsebrei aus nur einer Zutat (Karotte, Zucchini, Pastinake, Kürbis). Wählen Sie die Lebensmittel bewusst aus und verarbeiten Sie sie schonend, sodass alle Vitamine und Nährstoffe erhalten bleiben. Auch die richtige Herstellung ist wichtig, damit Ihr kleiner Feinschmecker den Brei leicht löffeln und schlucken kann. Vom Löffel zu essen, muss das Baby nun lernen. Am besten üben Sie das täglich mit kleinen Portionen, die nicht zwingend zur Sättigung gedacht sind.

Auch zu beachten: Alle für die Entwicklung Ihres Kindes wichtigen Nährstoffe sollten in den richtigen Mengen im Brei enthalten sein. So kann der Darm zum Beispiel Eisen aus Fleisch am besten aufnehmen. Ein weiteres Beispiel ist Fisch: Er enthält lebensnotwendige Fettsäuren und das für die Schilddrüse wichtige Jod. Die Zubereitung von Fleisch oder Fisch als Breikost ist aber gar nicht so einfach. Daher ist es in diesem Fall oft leichter, ein fertiges Gläschen zu verwenden. Denn ganz wichtig, damit Ihr Kleines die Nahrung akzeptiert: Der Brei muss schmecken! Und bitte nicht jeden Tag gleich: Abwechslung ist gefragt! Lassen Sie sich einfach von unseren Rezepten inspirieren! Sie sind praktisch erprobt und leicht nachzukochen. Machen Sie es so, wie es am besten passt: Wenn es schnell gehen muss oder Sie unterwegs sind, greifen Sie auf Gläschen zurück. Und wenn Sie viel Zeit und Muße haben, kochen Sie selbst.

7-11 Monate

Sie können den Speiseplan jetzt nach und nach ausweiten: weitere Gemüsebreie (Blumenkohl, Broccoli, Kartoffeln), Getreidebrei (Reis, Hirse, Dinkel) bis hin zu erstem Fingerfood (Dinkelstangen, Reiswaffeln, gegarte Gemüsestückchen). Mit etwa 8–9 Monaten ist das Verdauungssystem ausgereift genug, um frisches Obst (Birne, Apfel, Banane) zu verarbeiten. Auch erste Brotmahlzeiten oder Seefisch sind nun möglich.

Ab 1 Jahr

Ab 1 Jahr kann Ihr Kind auch Milch und Milchprodukte in geringen Mengen zu sich nehmen. Vermutlich werden Sie feststellen, dass Ihr Kind inzwischen einen eigenen Geschmack entwickelt hat und vielleicht sogar Dinge einfordert, die Sie essen. Ab 12 Monaten ist der Verdauungsapparat Ihres Kindes startklar: Nun kann es die meisten Lebensmittel essen. Jetzt gilt es herauszufinden, was es mag und gut verträgt. Fertigprodukte und Aromastoffe sollten Sie dabei möglichst vermeiden. Und beim Würzen der Speisen lassen Sie am besten noch ein bisschen Milde walten.