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Hardcover, 352 Seiten, Autor(en): Nassehi, Armin

Wir glauben, der Siegeszug der digitalen Technik habe innerhalb weniger Jahre alles revolutioniert: unsere Beziehungen, unsere Arbeit und sogar die Funktionsweise demokratischer Wahlen. In...
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Wir glauben, der Siegeszug der digitalen Technik habe innerhalb weniger Jahre alles revolutioniert: unsere Beziehungen, unsere Arbeit und sogar die Funktionsweise demokratischer Wahlen. In seiner neuen Gesellschaftstheorie dreht der Soziologe Armin Nassehi den Spieß um und zeigt jenseits von Panik und Verharmlosung, dass die Digitalisierung nur eine besonders ausgefeilte technische Lösung für ein Problem ist, das sich in modernen Gesellschaften seit jeher stellt: Wie geht die Gesellschaft, wie gehen Unternehmen, Staaten, Verwaltungen, Strafverfolgungsbehörden, aber auch wir selbst mit unsichtbaren Mustern um?

Schon seit dem 19. Jahrhundert werden in funktional ausdifferenzierten Gesellschaften statistische Mustererkennungstechnologien angewandt, um menschliche Verhaltensweisen zu erkennen, zu regulieren und zu kontrollieren. Oft genug wird die Digitalisierung unserer Lebenswelt heutzutage als Störung erlebt, als Herausforderung und als Infragestellung von gewohnten Routinen. Im vorliegenden Buch unternimmt Armin Nassehi den Versuch, die Digitaltechnik in der Struktur der modernen Gesellschaft selbst zu fundieren. Er entwickelt die These, dass bestimmte gesellschaftliche Regelmäßigkeiten, Strukturen und Muster das Material bilden, aus dem die Digitalisierung erst ihr ökonomisches, politisches und wissenschaftliches Kontroll- und Steuerungspotential schöpft. Infolge der Digitalisierung wird die Gesellschaft heute also regelrecht neu entdeckt.
  • Erscheinungsdatum: 2019.08
  • Erscheinungsdatum: 02.09.2019
  • Hardcover: 352 Seiten
  • ISBN: 9783406740244
  • Sprache: Deutsch
  • Verlag: Beck
  • Text Review:

    "Eine fundamentale wissenschaftliche Beschreibung der digitalen Welt. (Nassehi) führt mit exzellenter Denkschärfe vor, was Wissenschaft vermag: Die Legobausteine der digitalen Gesellschaft in den Blick zu nehmen, die Dynamiken wirtschaftlicher Interessen ebenso wie die "Widerständigkeiten" gesellschaftlicher Verharrung. Das ist Aufklärung im besten Sinn." Frankfurter Rundschau, Thomas Kaspar "Ohne apokalyptischen Beigeschmack." Falter, Heinz P. Wassermann "Der Münchner Soziologieprofessor Armin Nassehi hat seit dem letzten Jahr die Führung unter den deutschen Intellektuellen übernommen." taz, Peter Unfried "Für mich das grandioseste Buch über eine digitalisierte Gesellschaft!" ZDF Kultur, Gert Scobel "Nassehis Analyse kann dabei helfen, sich selbst im verworrenen Geflecht, das sich Gesellschaft nennt, zu verorten." ZEIT Wissen, Sophie Weller "Armin Nassehi - einer der meist beachteten Denker der Gegenwart - erklärt, warum die Digitalisierung ein gesellschaftliches Problem löst und unsere ureigensten Strukturen entlarvt." Die Furche, Brigitte Quint "Überzeugende und inspirierende Darlegung." Wiener Zeitung, Gerald Schmickl "Nassehis Buch ist blendend geschrieben, stellenweise funkelnd polemisch, nie grimmig, mit fein ziseliertem Spott über das Panikorchester kritischer Kollegen." ZEIT, Thomas Assheuer "Brillante und erfrischend differenzierte Darstellung der Leistungsfähigkeit Künstlicher Intelligenz." literaturkritik.de, Christophe Fricker "Weil (Armin Nassehi) systemtheoretisch denkt, geht es ihm darum, wie die Dinge funktionieren. Das hat den Vorteil, dass man auf einmal freie Sicht hat darauf, was die Digitalisierung mit unserer Gesellschaft tatsächlich tut." Tages-Anzeiger, Pascal Blum "Wertfrei, soziologisch, gut - und angesichts des komplexen Gegenstands leicht verständlich." Fränkischer Tag "Nassehi hat sein bislang wichtigstes Buch verfasst (...) Eine kleine Sensation, denn 'Muster' folgt mit seiner hermeneutischen Tiefenschärfe den großen Gesellschaftsstudien eines Adorno, Habermas, Luhmann, Bourdieu (...) Wenn es so klug und unterhaltsam passiert wie hier, könnte Gesellschaftswissenschaft wieder eine echte Leitdisziplin sein." WELT, Marc Reichwein "Viele Thesen, viele Hinweise, viel Stoff zum Nachdenken über das wunderlichste und nach wie vor unbegriffene Phänomen unserer Zeit." Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Jürgen Kaube "Eine wunderbare Analyse des Digitalisierungsprozesses." Wolfram Eilenberger "Es ist das Buch der Stunde. (...) Nassehis Buch ist ein Augenöffner. Ein origineller Theorieansatz, frei von Alarmismus und Allgemeinplätzen." SRF Kultur, Yves Bossart "Ein wirklich wichtiges Werk. Wer es liest, wird durch dieses Buch sehr viel klüger." Deutschlandfunk Kultur, Florian Felix Weyh "Helles Licht der Aufklärung strahlt aus dem eleganten Buch des deutschen Soziologen Armin Nassehi." Falter, Armin Thurnher "Eine ungemein anregende Diagnose der Gegenwart" Tagesspiegel "Sein Buch [macht] eindringlich darauf aufmerksam, wie tief die Gesellschaft bereits von digitalen Strukturen imprägniert ist." WDR3, Martin Hubert "Nassehi hat ein interessantes, das philosophische Denken herausforderndes, spannendes Buch geschrieben. Musterhaft!" Philosophie Magazin, Gert Scobel "So radikal wie originell." WDR 3, Martin Hubert "Ein lesenswertes Buch." Basler Zeitung, Christine Richard "Ein anspruchsvolles, kluges Buch." WELT am Sonntag "Dieses Buch lenkt den Blick weg von der Katastrophenerwartung, hin zur Herausforderung, das grosse Ganze in den Blick zu nehmen. Sein Reiz liegt im Versuch, die Grundfesten der Gesellschaft freizulegen." Neue Zürcher Zeitung, Martina Läubli


    Personenporträt:

    Armin Nassehi, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maxmilians-Universität München und seit 2012 Herausgeber der Kulturzeitschrift Kursbuch.


    Titel Zusatz:

    Theorie der digitalen Gesellschaft


    Autor(en):

    Nassehi, Armin


    Erscheinungsdatum:

    02.09.2019


    Auflage:

    3. Aufl.


    Abmessungen:

    (H) 0,22 (B) 0.15 (T) 0.03


    Gewicht in Gramm:

    574 gr


    Seitenzahl:

    352


    Herausgeber:

    Beck


    Sprache:

    Deutsch


    Inhaltsverzeichnis:

    Vorwort Einleitung Wie über Digitalisierung nachdenken? Eine techniksoziologische Intuition Frühe Technologieschübe Original und Kopie Produktive Fehlanzeige und Sollbruchstelle 1 Das Bezugsproblem der Digitalisierung Funktionalistische Fragen Connecting Data - offline Was ist das Problem? Das Unbehagen an der digitalen Kultur Die digitale Entdeckung der "Gesellschaft" Empirische Sozialforschung als Mustererkennung "Gesellschaft" als Digitalisierungsmaterial Der / die / das Cyborg als Überwindung der Gesellschaft? 2 Der Eigensinn des Digitalen Die ungenaue Exaktheit der Welt Der Eigensinn der Daten Kybernetik und die Rückkopplung von Informationen Digitalisierung der Kommunikation Dynamik der Geschlossenheit Die Selbstreferenz der Datenwelt 3 Multiple Verdoppelungen der Welt Daten als Beobachter Verdoppelungen Störungen Querliegende datenförmige Verdoppelungen Die Spur der Spur und diskrete Verdoppelungen Spuren, Muster, Netze 4. Einfalt und Vielfalt Medium und Form Codierung und Programmierung Die digitale Einfachheit der Gesellschaft Optionssteigerungen Sapere aude im Spiegel der Digitalisierung Exkurs Digitaler Stoffwechsel 5 Funktionierende Technik Die Funktion des Technischen Digitale Technik Kommunizierende Technik Die Funktion des Funktionierens Niedrigschwellige Technik Dämonisierte Technik Unsichtbare Technik und der Turing-Test Das Privileg, Fehler zu machen 6 Lernende Technik Entscheidungen Abduktive Maschinen? Verteilte Intelligenz? Anthropologische und technologische Fragen Erlebende und handelnde Maschinen Unvollständigkeit, Vorläufigkeit, systemische Paradoxien Künstliche, leibliche, unvollständige Intelligenz 7 Das Internet als Massenmedium Sinnüberschussgeschäfte Synchronisationsfunktion Synchronisation und Sozialisation Selektivität, Medialität und Voice im Netz Beim Zuschauen zuschauen Komplexität und Überhitzung Das Netz als Archiv aller möglichen Sätze Intelligenz im Modus des Futur 2.0 8 Gefährdete Privatheit Die Unwahrscheinlichkeit informationeller Selbstbestimmung Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit? Gefährdungen Privatheit 1.0 Privatheit 1.0 als Ergebnis von Big Data? Big Data und die Privatheit 2.0 Privatheit retten? 9 Debug: Die Wiedergeburt der Soziologie aus dem Geist der Digitalisierung Digitale Dynamik und gesellschaftliche Komplexität Eine Chance für die Soziologie Anmerkungen Sachregister


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