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Platz Eins für Obst und Gemüse

Woran erkennt man gutes Obst und Gemüse?

Gutes Obst und Gemüse erkennt man
  • am Geschmack,
  • an den frischen „inneren“ Werten,
  • an der Herkunft und dem Umgang,
  • am Sortiment,
  • an der Qualität,
  • und am guten Preis.
Oder zusammengefasst: Gutes Obst und Gemüse finden Sie bei Lidl - ausgezeichnet mit dem Retail Award 2016 und damit Deutschlands Nummer Eins für Obst und Gemüse in der Kategorie Discount.

Retail Award 2016

Der Retail Award wird seit 2010 durch das Fruchthandel Magazin verliehen. Hierbei handelt es sich um Deutschlands führende Zeitschrift für den Handel mit frischem Obst und Gemüse. Als Bewertungsgrundlage dient das Ergebnis einer alljährlich im Herbst stattfindenden Umfrage, in deren Rahmen das Verbraucherpanel der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) die Meinung von bundesweit 9.000 Haushalten erhebt. Die Verbraucher sollen die deutschen Lebensmitteleinzelhandels-Organisationen dabei im Hinblick auf folgende Kriterien bewerten:
  • Frischheit der Ware
  • Attraktivität, Übersichtlichkeit und Sauberkeit der Abteilung
  • allgemeine Präsentation der Ware
  • verfügbares Sortiment
  • Mitarbeiter-Kompetenz
  • Vertrauen in die Ware
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
Beruhend auf den Ergebnissen vom Herbst 2015, wurde 2016 erstmals auch ein Award in der Kategorie „Discounter“ verliehen. Als Sieger ging dabei Lidl hervor und folgt mit der Obst- und Gemüseabteilung nach Meinung der Verbraucher damit dem erkennbaren Trend zu Qualität und Service.

Obst: Was steckt drin in den süßen Früchten?

Die Bezeichnung Obst entstammt dem althochdeutschen Wort „obez“ oder „ob-az“, was so viel wie „Zukost“ bedeutet – also einer Speise, die neben Fleisch und Brot verzehrt wird. Umgangssprachlich wird Obst auch im Zusammenhang mit der Bezeichnung Frucht verwendet, die einen für den Menschen verwendbaren Teil einer Pflanze beschreibt. Im botanischen Sinne bezeichnet „Frucht“ die Wand des Fruchtknotens (Teil der Blüte), welcher die Samen beinhaltet. Die Frucht ist demnach das aus dem Knoten gebildete Organ, das den oder die Samen umschließt und zur Verbreitung dient. Obst entsteht aus botanischer Sicht also aus den befruchteten Blüten. Die Botanik geht außerdem davon aus, dass es sich um mehrjährige Pflanzen handelt. Gemüsesorten wie Gurken, Zucchini, Avocados, Paprika, Kürbisse oder Auberginen werden demzufolge ebenfalls als Obst eingestuft. Rhabarber ist dagegen nur ein Gemüse, da die Stängel und nicht der Fruchtbestand gegessen werden. Auch die Tomate, die zahlreiche Eigenschaften von Obst aufweist, zählt zum Gemüse, weil es sich um eine einjährige Pflanze handelt. Im Allgemeinen ist „Obst“ ein Sammelbegriff für fleischige und meist saftige Früchte und Samen, die der Mensch in der Regel roh genießt. Als Nutzpflanze wird Obst in Fruchtobst und Samenobst unterteilt.

Die verschiedenen Obstarten

Je nach Art wächst Obst an staudenartigen, rankenden oder kriechenden Sträuchern und Bäumen. Entsprechend der Eigenschaften - Form, Größe, Beschaffenheit der Schale, Art der Reifung, Anbaugebiet - lässt sich Obst folgenden Gruppen zuweisen:
  1. Beerenobst bezeichnet klassischerweise runde, kleine Früchte mit weicher Schale. Dazu zählen unter anderem Heidelbeeren, Preiselbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Weintrauben. Daneben gibt es Früchte, die zwar ihrem Namen nach zur Gruppe des Beerenobstes gehören, in der Botanik aber anderweitig zugeordnet werden. Bei den Himbeeren und Brombeeren handelt es sich beispielsweise um Sammelsteinfrüchte. Die Erdbeere ist wiederum eine Sammelnussfrucht. Die Sammelnüsschen sind auf dem Fruchtfleisch zu finden. Sammelnussfrüchte, zu denen auch die Hagebutte gehört, sind sogenannte Scheinfrüchte von Nüsschen.
  2. Bei Kernobst handelt es sich um Apfelfrüchte, die Sammelbalgfrüchte ausbilden. Die beliebtesten Kernobstsorten in Deutschland sind Äpfel und Birnen. Weitere Sorten heißen Quitte, Eberesche, Mispel sowie Mehlbeeren.
  3. Schalenobst bildet Nüsse oder Kerne aus, die eine harte Fruchtschale umschließt. Es gehört insbesondere in der kalten Jahreszeit zu den wichtigen Spurenelement- und Vitamin-E-Lieferanten. Schalen- oder Nussobst sind Haselnüsse und Walnüsse. Im botanischen Sinne keine Nussfrüchte sind Mandel, Cashewnuss, Paranuss, Kokosnuss (Steinobst), Muskatnuss, Pistazie und Pekannuss. Bei Nussfrüchten (Schließfrüchten) sind stets die drei Fruchtwand-Schichten verholzt. Bei diesen Steinfrüchten bzw. Steinkernen sind aber nur die inneren Fruchtwände verholzt, und von einer weichen Fruchtfleisch-Hülle umgeben.
  4. Steinobst erkennt man an dem Stein im Inneren der Frucht (verholzter Teil der Fruchthülle), der recht faserig ist. Das wohlschmeckende, oft saftige Fruchtfleisch bildet den äußeren Teil der Hülle. Bekannte einheimische Steinobstarten sind zum Beispiel Kirschen, Pflaumen und Zwetschgen. Nektarinen und Aprikosen zählen zu den mediterranen Arten.
  5. Südfrüchte sind all jene vitamin- und mineralstoffreichen Obstarten, die in den tropischen Regionen bei entsprechender Wärme und Luftfeuchtigkeit gedeihen. Die Früchte werden in der Regel über den Luft-, See- und Landweg in andere Länder exportiert. Einige, auch bei uns beliebte Südfrüchte sind Banane, Ananas, Kumquat, Pitahaya (Drachenfrucht) sowie Zitrusfrüchte wie zum Beispiel Orange, Zitrone, Limette, Grapefruit, Pampelmuse oder Pomelo. Weitere exotische Früchte, die der ein oder andere schon einmal probiert hat, sind beispielsweise Acerola, Feige, Granatapfel, Guave, Maracuja oder Sternfrucht.

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Obstsorten

Frisches Obst zählt aufgrund seiner sehr hohen Nährstoffdichte zu den für den Menschen wertvollsten Lebensmitteln. Es beinhaltet zahlreiche Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe sowie Fruchtzucker und Fruchtsäuren. Obst besitzt einen hohen Mineralgehalt von Kalzium, Kalium, Eisen und Magnesium. Obstsorten mit orangefarbenem bis gelbem Fruchtfleisch enthalten viel Folsäure und Betakarotin. Den größten Anteil an Vitamin C besitzen Zitrusfrüchte, Kiwis, Schwarze Johannisbeeren, Papayas und Erdbeeren. Während der Eiweiß- und Fettgehalt bei Obst (mit Ausnahme der Avocado) gering ist, fällt der Wassergehalt mit über 80 Prozent sehr hoch aus. Zusammenfassend liefert Obst neben Gemüse, im Verhältnis zum Energiegehalt, die meisten lebensnotwendigen Inhaltsstoffe.

Obstgenuss auf vielfältige Weise

Bei Obst handelt es sich um ein vielseitiges Lebensmittel, das sich mit anderen Nahrungsmitteln gut kombinieren lässt. Als besonders wohlschmeckend werden aus der Region stammende, vollreife Saison-Früchte empfunden, die zudem einen hohen Anteil an wichtigen Nährstoffen enthalten. Obst eignet sich neben dem Rohverzehr auch zum Entsaften, Einkochen sowie zur Zubereitung von Marmeladen, Pürees und weiteren Brotaufstrichen. Obstsalate sind ebenfalls beliebt. Wer Vitaminverluste bei frischem Obst vermeiden möchte, sollte es grundsätzlich schnell verzehren.

Welche Merkmale muss qualitativ hochwertiges Obst aufweisen?

Obst darf keine Fäulnis oder Mängel aufweisen. Es muss sauber, gesund und vollständig sein. Darüber hinaus darf es keine sichtbaren Fremdstoffe und Schädlinge enthalten. Ein fremder Geruch und Geschmack dürfen nicht vorhanden sein. Es muss sorgfältig geerntet, verpackt und verschickt werden, sodass es in einwandfreiem Zustand am Bestimmungsort eintrifft.

Internationale Handelsnormen: Eigenschaften, Güteklassen, Verpackung

Obst muss den internationalen Handelsnormen entsprechen, bevor es in den Handel gelangt. Produkte mit großen Mängeln und zum Verzehr ungeeignete Waren werden nicht zum Verkauf zugelassen. Um Obst als Frischobst verkaufen zu können, muss es in der jeweiligen Güteklasse bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Ziel ist es, ein überschaubares, einheitliches Angebot zu bieten. Obstsorten, die in der Europäischen Union relevant sind, unterliegen den EG-Verordnungsnormen. Darüber hinaus gibt es für Obst, das aus Deutschland stammt, bestimmte Handelsklassen, die ebenfalls eingehalten werden müssen. Weitere Vermarktungsnormen für Obst und Gemüse sind die UN/ECE-Normen und eine in den 80er Jahren von der Codex Alimentarius Commission entwickelte Vermarktungsnorm, die zunächst subtropische und tropische Produkte einschloss, seit 1995 aber auf alle Obst- und Gemüsesorten ausgedehnt wurde. Die Güteklassen, die sich in Klassenkriterien und Mindesteigenschaften aufteilen, sind das Hauptelement der Vermarktungsnormen. Die Mindesteigenschaften sind für jede Klasse in gleicher Form gültig. Zusätzlich kann Obst in drei Klassenkriterien eingestuft werden:
  1. Extra: Obst von bester Qualität, fehlerlos (auch in der Farbe) sowie frei von Rückständen und Schmutz, unverletzter Stiel
  2. Klasse I: Obst von guter Qualität, leichte Schalenfehler sind erlaubt, darf kleiner ausfallen, Stiel kann beschädigt sein
  3. Klasse II: Obst von akzeptabler Qualität, Fehler in der Färbung und Form sind gestattet, Größe der Frucht ist festgelegt, erlaubt sind geringfügige Mängel
Damit das Obst beim Lagern und Transportieren geschützt ist, muss die jeweilige Verpackung eine ausreichende Stabilität aufweisen. Aufkleber und Papier dürfen verwendet werden, wenn zur Etikettierung und Beschriftung ungiftige Klebstoffe oder Farben genutzt wurden. Die Kennzeichnung des Obstes muss in deutlich erkennbarer, nicht verwischbarer Schrift an den Verpackungen angebracht sein. Folgende Angaben sind zur Obst-Kennzeichnung vorgeschrieben: Verpacker, Absender einschließlich Anschrift, Ursprungsland, Handelstyp, Erzeugnis, Obst-Klasse, Kontrollstempel, Sorte oder Größe (je nach Obstart).

Die richtige Erntezeit und Lagerung von Obst

Frisches Obst ist - unabhängig von den jeweiligen Erntezeiten - ganzjährig erhältlich. Dies ist nicht zuletzt auf moderne Lagermethoden zurückzuführen (auch während des Obst-Transportes). Grundsätzlich dürfen nur solche Früchte geerntet werden, deren Wachstum abgeschlossen ist. Sie müssen reif sein. Hierbei spielt es aber auch eine Rolle, ob es sich um nicht nachreifendes (nicht klimakterisches) oder nachreifendes Obst (klimakterisches) handelt. Früchte, die nicht nachreifen, werden kurz vor oder zur Genussreife bzw. Vollreife geerntet. Bei klimakterischem Obst genügt die Ernte zur „Pflückreife“, da dieses sich während der Lagerzeit bis zur Genussreife entwickelt. In isolierten, luftdichten Lagerräumen können verschiedene Obstsorten bis zu 9 Monate lang gelagert werden. Die richtige Temperatur ist dabei entscheidend. Sie wird gesenkt, um die Haltbarkeit des Obstes zu verlängern und die Aktivität von Enzymen, welche für den Stoffwechsel der Früchte verantwortlich sind, zu regulieren.

Gemüse - Köstlich, gesund, vielseitig

Die Bezeichnung Gemüse stammt ursprünglich aus der mittelhochdeutschen Sprache. Bei dem damaligen „G‘müs“ oder „Gemüese“ handelte es sich um einen aus Nutzpflanzen gekochten Brei. Als Gemüse werden jene, meist einjährigen Pflanzen und Pflanzenteile bezeichnet, die sich roh oder in zubereiteter Form verzehren lassen. Die Früchte mehrjähriger Pflanzen zählen nicht dazu (zum Beispiel Samen von Ölsaaten und Getreide, Nüsse, Obst).

Woher kommt das Gemüse?

Im Mittelalter zeichneten Mönche ihr Wissen über Heilpflanzen auf. Kräuter und Wurzeln galten als Gemüse, wurden gekocht und zu Brei verarbeitet. Der Schwarzwurzel wurde zum Beispiel eine Heilwirkung gegen Schlangengift nachgesagt, gegen Nieren- und Leberleiden kam Sauerampfer zum Einsatz und gegen Schlaflosigkeit verschrieben sie Pastinake. Die heilende Wirkung einzelner Gemüsesorten stammte dabei oft aus griechischen oder römischen Quellen. Die Mönche des Kartäuser- und Benediktinerordens ernährten sich überwiegend vegetarisch, um damit das entbehrungsreiche Leben, das sie führten, auszudrücken. Als reich galt nur, wer es sich leisten konnte, Fleisch zu essen. Menschen, die aber Gemüse aßen oder fasteten, galten als arm. Schon die alten Kulturen bauten Gemüse an. Im alten Ägypten wurden beispielsweise bereits Zwiebeln, Kürbisse, Knoblauch oder Bohnen kultiviert. In Deutschland sind erst seit dem 5. Jahrhundert Gemüsesorten wie Zwiebeln, Knoblauch und Lauch bekannt. Weitere Sorten wie Radieschen, Wirsing, Kohl oder Mangold stammen ebenfalls aus den romanischen Ländern und gelangten erst im frühen Mittelalter nach Deutschland.

Die Gemüsearten

Gemüse wird je nach Zellstruktur in Feingemüse und Grobgemüse unterteilt, sowie im Allgemeinen in Kulturgemüse und Wildgemüse. Darüber hinaus wird aufgrund der unterschiedlichen Anbauarten zwischen Treibhausgemüse und Freilandgemüse unterschieden.  

Die richtige Lagerung von Gemüse

Unversehrtes, frisches Gemüse sollte im Idealfall dunkel und kühl im Kühlhaus bzw. im Kühlschrank aufbewahrt werden. Weil viele Obstsorten das Pflanzenhormon Ethylen aussondern, sollte man es möglichst nicht zusammen mit Obst lagern. Das gasförmige Ethylen kann die Haltbarkeit des Gemüses beeinträchtigen, indem es den Reifeprozess beschleunigt. Die Lagerfähigkeit unterscheidet sich je nach Gemüsesorte stark. Unter anderem hängt die Lagerzeit auch von den Lagerbedingungen und dem Erntezeitpunkt ab. Einige Blattgemüse-Sorten sind nur wenige Stunden bis Tage (Spinat, Kopfsalat etc.) nach der Ernte lagerfähig. Knollengemüse wie Karotten und Rote Bete lassen sich hingegen mehrere Monate lagern. Der Vitaminverlust kann allerdings schon nach einem Tag bis zu 50 Prozent betragen. Deshalb ist es ratsam, frisches Gemüse sofort oder sehr bald nach dem Kauf zu verzehren.

Die Inhaltsstoffe der Gemüsearten

In früheren Zeiten wurde Gemüse hauptsächlich als Beilage gereicht. Heute ist es ein Hauptbestandteil von Gerichten und einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Gemüsesalate sind ebenso beliebt wie Obstsalate. Ähnlich wie Obst verfügt auch Gemüse über eine hohe Nährstoffdichte und ist für den Menschen damit ein wichtiges Lebensmittel. Je nach Art enthält Gemüse zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Ballast- und Geschmacksstoffe, ist reich an Eiweißen und Kohlenhydraten. Der Energiegehalt ist aufgrund des hohen Wasseranteils vergleichsweise gering. Die meisten Gemüsesorten enthalten hohe Mengen an Vitamin K und Vitamin C sowie die Mineralstoffe Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalium. Nicht alle enthaltenen Mineralstoffe können allerdings über den menschlichen Verdauungstrakt aufgenommen werden, da sie feste Bestandteile der Zellstruktur der Gemüsearten sind. Durch ein Zerkleinern oder Pürieren des Gemüses werden diese Zellen aber aufgebrochen und die Bioverfügbarkeit der wertvollen Inhaltsstoffe verbessert sich.

Die Mindestanforderungen an Gemüse

Wie Obst muss auch Gemüse bestimmte Mindesteigenschaften erfüllen, um marktfähig zu sein. Dazu zählen:
  • keine starken Beschädigungen (Unversehrtheit)
  • keine Krankheiten oder Fäulnis (Gesundheit)
  • kein Schmutz oder sonstige Rückstände (Sauberkeit)
  • keine Welke (Frische)
  • keine Unterentwicklung (Reife)
  • kein Fremdgeschmack oder Fremdgeruch
  • keine Schädlinge wie Blattläuse, Milben oder Maden
  • keine Einstich- und Fraßstellen, die von Schädlingen verursacht wurden
  • keine ungewöhnliche, übermäßige Feuchtigkeit
Gemüse ist als nicht verarbeitetes, nicht behandeltes Frischgemüse, Dosengemüse, Tiefkühlgemüse, Glaswarengemüse, eingelegtes Gemüse (Essig, Öl) sowie Trockengemüse erhältlich.