Rauchmelder

Zum Schutz von Haus und Heim ist ein Rauchmelder unerlässlich und mittlerweile in vielen Haushalten sowie öffentlichen Einrichtungen gesetzlich verpflichtend. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten zur Warnung vor Feuer, Gas und anderen Gefahren.

Funktion eines Rauchmelders

Der Rauchmelder ist ein Gerät, das bei der Entwicklung von Rauch Alarm schlägt und dadurch vor Bränden warnt. Dies erfolgt durch laute Signaltöne, die überlebenswichtige Sekunden zur Flucht ermöglichen können. Die vom Forum Brandrauchprävention gestartete und unter anderem durch den Deutschen Feuerwehrverband unterstützte Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ hat bewiesen, dass durch die vermehrte Einführung von Meldern die Zahl der Brandtoten gesunken ist: von rund 800 Toten durch Wohnungsbrände im Jahr 2000 auf etwa 400 im Jahr 2015. Diese Statistik beweist den wichtigen Nutzen der Detektoren sowohl in öffentlichen als auch privaten Räumen.

Verschiedene Arten von Frühwarnsystemen

Je nach Einsatzzweck gibt es unterschiedliche Meldesysteme, die bei bestimmten Auslösern Alarm schlagen. Gemeinsam ist allen Varianten, dass sie zu den Frühwarnsystemen zählen und bereits geringe Mengen der gefährlichen Substanz in der Luft erkennen. Zu den gängigen Systemen zählen:

  • Rauchmelder
  • Brandmelder
  • Gasmelder
  • Hitzemelder

Rauchmelder

Überlebenswichtige Sekunden im Notfall: Rauchmelder sind schnell angebracht und retten Leben.

Dieses klassische Meldesystem findet in allen Räumen Verwendung und wird üblicherweise an der Decke befestigt. Durch optische Sensoren erkennt ein Rauchmelder Partikel in der Luft und schlägt an, sobald diese eine bestimmte Konzentration erreichen. Bei der Entstehung von Rauch ertönt eine Sirene, welche die Bewohner warnt und eine rechtzeitige Bekämpfung des Brandes oder eine Flucht ermöglicht. Bei der Installation muss gemäß DIN 14676 aus Sicherheitsgründen ein Mindestabstand von 50 cm zu den Wänden eingehalten werden. Eine zentrale Platzierung im Raum sorgt für einwandfreie Funktionalität.

Tipp

Funkrauchmelder bieten Bewohnern noch mehr Sicherheit. Erkennt ein Melder einen Brand, löst er einen Alarm aus und informiert weitere verbundene Rauchmelder via Funk. Durch diese Vernetzung ertönt der Alarm in allen Räumen und warnt Personen in einem größeren Umfeld.

Brandmelder

Im Gegensatz zu privat genutzten Rauchmeldern verbinden sich Melder in öffentlichen Einrichtungen im Fall eines Feuers direkt mit einer Notrufzentrale. Sobald der Brandmelder auf eine Rauchentwicklung anschlägt oder von Hand betätigt wird, leitet das Gerät ein Signal an die zuständige Feuerwehr. Alle wichtigen Informationen zum Ort des Brandes werden augenblicklich übermittelt und ermöglichen einen schnellen Lösch- und Rettungseinsatz.

Gasmelder

Wer einen Kamin, Heizkessel oder Gasofen besitzt, ist mit einem Gasmelder gut beraten. Das gleiche gilt für Thermen und andere Gasquellen. Entweichende Gase wie Kohlenmonoxid sind häufig farb- und geruchsneutral und führen schnell zu Vergiftungen. Ein Gasmelder warnt durch schrille Signaltöne vor entweichendem Gas, um auf die Gefahr einer Vergiftung oder Explosion aufmerksam zu machen.

Hitzemelder

Ein Hitzemelder reagiert auf übermäßige Wärmeentwicklung, die ein Anzeichen für ein ausbrechendes Feuer sein kann. Insbesondere in der Küche ist er eine gute Wahl, denn bei klassischen Rauchwarnmeldern kommt es aufgrund der Dämpfe häufig zu Fehlalarmen. Bei einem Hitzemelder wird dies effektiv verhindert, da Partikel in der Luft keinen Alarm auslösen. Unterschieden werden zwei Kategorien der Hitzemelder:

  1. Differenzwertmelder: Warnt bei plötzlich ansteigender Temperatur; der Differenzwert wird individuell festgelegt, zum Beispiel bei 30° C
  2. Festwertmelder: Warnt beim Erreichen einer bestimmten Temperatur von 60°C

Auch in Kellern oder auf Dachböden lohnt sich der Hitzemelder, da sich in diesen Räumen viel Staub entwickelt, der bei klassischen Systemen ebenfalls Fehlalarme auslösen kann.

Das passende Modell für jeden Zweck

Seit 2008 dürfen ausschließlich Rauchwarnsysteme verkauft werden, die nach EN 14604 geprüft sind und so den Mindeststandard an Sicherheit erfüllen. Günstige Geräte bieten nicht weniger Schutz als teure Varianten, lösen aber verhältnismäßig häufiger einen Fehlalarm aus, da sie auf Staub und weitere Partikel empfindlicher reagieren. Außerdem sind hochpreisige Produkte meist stabiler und langlebiger.

Wer besonderen Wert auf Optik legt, entscheidet sich für einen Mini-Rauchmelder. Er ist kompakt aufgebaut und trotz kleinerer Größe ebenso zuverlässig wie die klassischen Modelle.

Rauchmelderpflicht innerhalb Deutschlands

Während vor einigen Jahren Rauchmeldesysteme in privaten Wohnräumen noch optional waren, gilt heute in allen 16 Bundesländern die gesetzliche Rauchmelderpflicht in Privaträumen. Der Eigentümer muss alle Neu- und Umbauten mit einem Rauchmeldesystem ausstatten. Auch in Bestandsbauten gilt die Pflicht, jedoch verfügen Eigentümer hier über eine Kulanzfrist, um die Wohnungen nachzurüsten.

Tipps für den Kauf von Bohrmaschinen Zubehör

  • Wie viele Rauchmelder benötige ich in meiner Wohnung?

    Die Regelungen zur gesetzlich vorgeschriebenen Anzahl sowie den verbindlichen Räumen sind vom bewohnten Bundesland abhängig. Zumindest sollten jedoch alle Schlafräume – also Schlaf- und Kinderzimmer – sowie der Flur als Fluchtweg mit einem Meldesystem ausgestattet sein. Für maximale Sicherheit werden am besten alle Räume inklusive Keller und Dachboden ausgerüstet. Mit einer Magnetbefestigung für Rauchmelder funktioniert dies besonders schnell und einfach.
  • Wie häufig müssen Rauchmelder gewartet werden?

    Regelmäßiges Kontrollieren und Warten des Rauchwarnmelders ist wichtig, denn Staub kann seine Funktionalität einschränken. Auch die Batterie muss in bestimmten zeitlichen Abständen gewechselt werden. Die genauen Wartungsintervalle finden sich in der Betriebsanleitung des Gerätes.
  • Welche Batterien sind notwendig und welche Laufzeit haben sie?

    In der Regel werden Rauchwarnmelder mit einer 9-V-Blockbatterie betrieben, die man selbstständig austauschen kann. Lithiumbatterien halten idealerweise bis zu zehn Jahre lang, Alkaline-Batterien lediglich ein bis zwei Jahre. Bei fest integrierten Batterien wird eine Laufzeit von zehn Jahren garantiert. Sie sind jedoch mit höheren Anschaffungskosten verbunden.