Roséwein

Wieso ist Rosé-Wein eigentlich rosé?

Für Rosé werden Weiß- und Rotwein einfach gemischt? So einfach ist das nicht. Außerhalb der EU wird dieses Verfahren zwar zur Herstellung einfacher Tropfen angewandt, hierzulande gibt es aber höchstens einige wenige Ausnahmen wie den Rotling und den Schillerwein. Wie kommt der Rosé dann zu seiner blassrosa bis hellroten Farbe und seinen Aromen? Hier erklären wir dir hier Schritt für Schritt die drei gängigen Herstellungsmethoden.

  • Mazerations-Methode: Rotwein vergärt üblicherweise als Maische gemeinsam mit den Schalen oder sogar den ganzen Trauben. Weißwein wird in der Regel aus dem Traubensaft gekeltert.
  • Winzer arbeiten vermehrt auch beim Rosé mit intensivem Schalenkontakt und Vergärung auf den Beerenhäuten.
  • Während beim Rotwein die Maischegärung bis zu zwei Wochen betragen kann, dauert der Schalenkontakt beim Rosé-Wein wenige Stunden, mitunter sogar nur Minuten. Je länger er besteht, desto dunkler und intensiver im Geschmack wird der Rosé.
  • Anschließend wird er gepresst und wie ein Weißwein ausgebaut.
  • Abpress-Methode: Hier werden die roten Tauben direkt gepresst, deshalb nimmt der Most nur einen ganz leichten Rosaton an. Es wandern außerdem wenige Aromastoffe aus der Schale in den Wein. Diese Methode ist vor allem bei Winzern in der Provence beliebt.
  • Saignée-Methode oder auch Saftabzug: Aus dem Gärbehälter für Rotwein werden nach zwölf bis 48 Stunden rund zehn bis 15 Prozent des Mostes ohne Schalen abgelassen und anschließend als Roséwein vinifiziert. Der Nebeneffekt dieser Methode ist, dass der verbleibende Rotwein wegen des dann größeren Anteils an Schalen eine höhere Konzentration bekommt.

 

Was ist eigentlich ein Weißherbst?

Einen deutschen Rosé, der aus einer einzigen roten Rebsorte gekeltert wurde, nennt man Weißherbst. Hier die wichtigsten Fakten im Schnellcheck:

  • Die Trauben müssen aus einer Lage stammen.
  • Er wird oft aus den Rebsorten Schwarzriesling oder Portugieser, meist jedoch aus Spätburgunder hergestellt.
  • Ein Weißherbst ist entweder ein Qualitäts- oder ein Prädikatswein und muss aus den Anbaugebieten Ahr, Baden, Franken, Rheingau, Rheinhessen, Pfalz oder Württemberg stammen.
  • Winzer wenden das gleiche Verfahren wie für die Herstellung eines Weißweins an. Für die nur leichte Rosafärbung sorgt das Abpressen der Trauben vor der Gärung.
  • Ein Weißherbst muss aus 95 Prozent hellgekeltertem Most hergestellt sein.

 

Was ist eigentlich ein Blanc de Noir?

Blanc de Noir ist die französische Bezeichnung für helle Weine und Schaumweine, die aus dunklen Trauben gemacht werden.

  • Ganz gleich ob aus einer oder aus mehreren Rebsorten: Ein Blanc de Noir muss vollständig und ausschließlich hell gekeltert sein. Das unterscheidet ihn vom Weißherbst.
  • Welche Klasse der Blanc de Noir entfalten kann, das zeigen die französischen Champagner. Sie sind meist aus Rotweintrauben gefertigt.