Sekt, Prosecco und Champagner

  • Sekt, Prosecco und Champagner: Was ist eigentlich der Unterschied?

Champagner, Crémant, Sekt, Cava, Asti, Secco, Prosecco - die Liste der moussierenden Weine ist lang. Aber wie unterscheiden sie sich? Um der Sache auf den Grund zu gehen, werfen wir zunächst einen Blick in das Weinrecht. Hier ist genau definiert, welche Tropfen sich Schaum- und welche sich Perlwein nennen dürfen.

  • Laut EU-Verordnung ist ein Perlwein ein Weinerzeugnis, das einen Kohlensäure-Druck von minimal einem bar und maximal 2,5 bar aufweist. Perlwein ist also etwas weniger sprudelig als Schaumwein.
  • Für einen Schaumwein ist ein Mindestdruck von drei bar vorgeschrieben.

Diese Unterscheidung ist wichtig. Warum, dass erfährst du, wenn du einen Blick in unsere kleinen Faktenchecks zu den jeweiligen Tropfen wirfst.

 

Kleiner Faktencheck: Sekt

  • Sekt ist die Bezeichnung Qualitätsschaumwein vorbehalten. Der Gesetzgeber macht strenge Vorgaben bezüglich Herstellungsprozess und Lagerung.
  • Ein Sekt muss über eine neunmonatige Mindestlagerzeit sowie über einen Alkoholgehalt von mindestens zehn Prozent verfügen.
  • Die Kohlensäure muss durch eine natürliche, zweite Gärung entstanden sein, wohingegen einem Perlwein wie auch einfachen Schaumweinen künstlich Kohlensäure zugeführt werden darf.

 

Kleiner Faktencheck: Prosecco

  • Prosecco kommt aus der italienischen Region Venetien.
  • Er ist in der Regel ein Perlwein, dem durch Druck Kohlensäure zugesetzt wird.
  • Es gibt aber auch Prosecco, der den Herstellungskriterien eines Schaumweins gerecht wird. Er ist an der zusätzlichen Bezeichnung „Spumante" zu erkennen. Der herkömmliche Perlwein führt den Beinamen „Frizzante".
  • Prosecco ist seit 2009 eine geschützte Bezeichnung. Er muss in seiner Heimat aus der Rebsorte Glera gekeltert und dort in Glasflaschen abgefüllt werden.
  • Secco ist eine deutsche Version des Getränks. Dieser muss nicht zwingend aus einer bestimmten Traube hergestellt werden und darf auch in Dosen verkauft werden.

 

Kleiner Faktencheck: Champagner

  • Champagner wird ausschließlich in der französischen Champagne hergestellt.
  • Die Trauben werden von Hand geerntet.
  • Die Ertragsmenge ist reduziert.
  • Der Weinberg wird vergleichsweise eng bestockt.
  • Es werden ausschließlich bestimmte Rebsorten wie Chardonnay, Pinot Noir oder Pinot Blanc verwendet.
  • Zunächst wird aus dem Most durch alkoholische Gärung der Grundwein hergestellt. Anschließend findet eine Zweitgärung in der Flasche statt, bei der die Kohlensäure entsteht.
  • Champagner reift danach mindestens 15 Monate in der Flasche.
  • Qualitätsschaumweine aus anderen Regionen Frankreichs heißen Crémant.