Tauchsäge

Die Tauchsäge ist die Weiterentwicklung der gängigen Handkreissäge und bietet ihr gegenüber ein Plus an Sicherheit und Präzision. Außerdem erlaubt sie das Eintauchen in Materialien und muss nicht wie bei einer klassischen Kreissäge an der Kante angesetzt werden. Tauchsägen sind deshalb eine praktische Ergänzung jeder Werkzeugsammlung.

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Ratgeber Tauchsäge

Die Tauchsäge ist eine Variante der Kreissäge und können per Hand durch das Material geführt werden. Besonders ist hierbei, dass das Sägeblatt im Ruhezustand nicht nach unten herausragt, sondern im Gehäuse versenkt ist. Zum Sägen wird es bis zu einer einstellbaren Schnitttiefe ausgefahren. Je nach Ausführung lässt sich zudem das Sägeblatt neigen, wodurch auch Schrägen gesägt werden können.

Diese Vorteile bieten Tauchsägen

Im Vergleich zur herkömmlichen Handkreissäge bieten Tauchsägen drei wesentliche Vorteile:

  • Eintauchen: Da das Sägeblatt im Ruhezustand im Gehäuse verschwindet, kann das Elektrowerkzeug fest und eben auf das Material aufgelegt werden, bevor es an beliebiger Stelle eingetaucht wird. Dadurch lassen sich Aussparungen beispielsweise in eine Küchenarbeitsplatte für ein Spülbecken oder einen Herd sägen.
  • Präzision: Das Führen über eine Schiene ermöglicht besonders genaue und saubere Schnitte.
  • Sicherheit: Die Einfassung des Sägeblatts macht es nahezu unmöglich für den Benutzer, damit in Berührung zu kommen. Der Einsatz einer Führungsschiene verhindert zudem ein Abrutschen. Das Unfallrisiko ist deshalb im Vergleich zur Handkreissäge erheblich geringer.

So funktioniert das Gerät

Eine Person führt eine angewinkelte Tauchsäge mit einer Führungsschiene über eine Holzplatte.Mit einer Führungsschiene gelingen besonders präzise und saubere Schnitte

Die Tauchsäge besteht aus einem Kreissägeblatt, das über einen Elektromotor angetrieben wird und in einem Gehäuse versteckt ist. Darunter befindet sich eine Bodenplatte, die auf eine Führungsschiene gesetzt werden kann. Während dieser untere Teil immer eben bleibt, lässt sich der obere Teil mit dem Sägeblatt je nach Modell in einem individuellen Winkel neigen. Beim Sägen fährt das Blatt nach unten aus und wird in das Material eingetaucht.

Einsatzbereiche für Tauchsägen

Tauchsäge, einmal mit eingefahrenem und ausgefahrenem SägeblattDas Sägeblatt der Tauchsäge lässt sich je nach Notwendigkeit ein- und ausfahren

Die Tauchsäge kann für alle Arbeiten verwendet werden, für die man auch eine Handkreissäge verwenden könnte. Man muss aber nicht seitlich am Material ansetzen, sondern kann jede beliebige Stelle wählen. Außerdem lassen sich durch den Einsatz einer Führungsschiene besonders gleichmäßige Kanten und Fasen sägen. Das Elektrowerkzeug kann beispielsweise zum Sägen von Boden- und Wandbelägen wie Laminat und Fliesen oder auch beim Möbelbau verwendet werden.

Hinweis

Für das Sägen von Metallen und anderen besonders harten Werkstoffen sind spezielle Sägeblätter nötig.

Die Auswahl der passenden Tauchsäge

Tauchsägen verfügen teilweise über unterschiedliche Features. Folgender Leitfaden verschafft einen Überblick und verrät, worauf zu achten ist.

Leistung

Eine hohe Leistung ist kein Muss, aber sie erleichtert die Arbeit. Gerade bei tiefen Schnitten und harten Werkstoffen tun sich Geräte mit hoher Leistung leichter und man kommt schneller durch das Material. Es kommt deshalb darauf an, wie viel und häufig zu sägen ist. Geräte ab 1.000 Watt sind für die meisten Arbeiten sehr gut geeignet. Für den sporadischen Gebrauch ist die Leistung aber kaum von Bedeutung und es reichen auch 500 Watt. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist dann aber auch langsamer.

Geschwindigkeit

Die Schnittgeschwindigkeit beschreibt die Geschwindigkeit, mit der sich das Blatt durch das Material bewegen kann. Sie berechnet sich vor allem aus der Drehzahl sowie der individuellen Vorschubgeschwindigkeit. Sie variiert zudem je nach Materialhärte. Generell empfehlenswert ist eine Schnittgeschwindigkeit bis etwa 50 m/s: Für Heimwerker ist sie aber nur dann tatsächlich von Bedeutung, wenn große Mengen oder sehr hartes Material gesägt werden soll.

Schnitttiefe

Viel wichtiger ist die Schnitttiefe. Ist diese zu gering, kommt man nicht durch den Werkstoff. Wähle die Schnitttiefe nach dem Material, das bearbeitet werden soll. Bei Laminat reichen geringere Schnitttiefen von 25 mm aus. Für Bauholz kann aber ein tieferer Schnitt nötig sein. Beachte außerdem, dass bei geneigtem Winkel die Schnitttiefe geringer ist.

Ist die Handkreissäge eine Alternative?

Für die meisten Arbeiten im Heimbereich ist die Tauchsäge besser geeignet als die Handkreissäge. Das liegt vor allem an besserer Präzision, der Eintauchmöglichkeit und höherer Sicherheit für den Anwender. Die Handkreissäge ist nur dann die bessere Wahl, wenn besonders tiefe Schnitte nötig sind und deutlich mehr Leistung gefordert ist. Für den Heimwerker ist die Tauchsäge fast immer die sinnvollere Alternative.

Sicherheitstipps

  • Schutzbekleidung

    Wie bei allen Sägearbeiten sollte passende Schutzausrüstung getragen werden. Hierzu gehören ein Atemschutz gegen Staub und eine Schutzbrille, um die Augen vor umherfliegenden Spänen zu schützen. Auch ein Gehörschutz und schnittfeste Kleidung sind bei der Arbeit mit einer Tauchsäge zu empfehlen.
  • Stabilität

    Sorge immer für sicheren Stand. Beim Sägen wird enorme Kraft entwickelt, die sich beim Verkanten des Sägeblattes gegen den Sägenden richten kann. Hier hilft ein Rückschlagstopp, der das Blatt bei überraschendem Widerstand blockiert.
  • Materialtest

    Bei der Arbeit mit neuen Materialien empfiehlt sich ein Probeschnitt zu Beginn, um mit den Materialeigenschaften vertraut zu werden. Das sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern verbessert auch das Ergebnis.