Tipps zum Einfrieren, Lagern & Reinigen

Ein Gefrierschrank oder eine Tiefkühltruhe eignen sich hervorragend, um Vorräte langfristig zu lagern. Durch die Tiefkühlung bleiben Vitamine und Geschmack erhalten, und die Qualitätseinbußen sind sehr gering.

Für das Einfrieren gibt es allerdings einige Grundregeln zu beachten, damit die Lebensmittel im Gefrierschrank möglichst lange frisch und haltbar bleiben:

  • Die maximale Temperatur in der Tiefkühltruhe sollte -18°C betragen und regelmäßig mit einem Thermometer nachgemessen werden.
  • Die Tür immer nur kurz öffnen und tiefgekühlte Waren nach dem Einkauf möglichst schnell wieder einfrieren, ohne dass sie vorher antauen.
  • Ein regelmäßiges Abtauen spart Energie – vor allem, wenn der Gefrierschrank stark vereist ist.

Sie haben keinen separaten Gefrierschrank, aber ein integriertes Kühlfach im Kühlschrank? Dann achten Sie die Anzahl der Sterne: Ein bis zwei Sterne sind nur für eine kurzzeitige Lagerung vorgesehen. Erst ab drei oder vier Sternen sind Kühlfächer zum Einfrieren und längeren Lagern geeignet.

  • * = -6 °C – Lagerung ist nur bis zu einer Woche lang möglich
  • ** = -12 °C – Lagerung bis zu 3 Wochen möglich
  • ***/**** = -18 °C – hier ist eine Lagerung von mehreren Monaten möglich

Auch Tiefgefrorenes ist nicht unbegrenzt lange haltbar. Beim Einfrieren sind folgende Zeiten zur Haltbarkeit zu beachten:

  • Obst: 8 bis 12 Monate
  • Gemüse: 6 bis 12 Monate
  • Brot: 1 bis 3 Monate
  • Fleisch: 3 bis 12 Monate
  • Käse: 2 bis 4 Monate


Gefriertruhen-Ordnung

Im Gegensatz zum Kühlschrank gibt es in den meisten Gefrierschränken keine speziellen Fächer, die für ein geordnetes Einräumen sorgen. Daher Bieten wir Ihnen Tipps für die optimale Tiefkühl-Lagerung:

Führen Sie eine Liste über den Inhalt und das Einfrierdatum, so behalten Sie den Überblick.

Auch im Gefrierschrank ist es unten kälter als oben – lagern Sie also, Lebensmittel, die besonders lange tiefgefroren werden sollen, unten ein und Nahrungsmittel wie Eis & Co., die schnell verzehrt werden, eher in die oberen Fächer.

Stromsparend ist bei den Tiefkühltruhen übrigens, wenn möglichst wenig leerer Raum vorhanden ist! Wer seinen Gefrierschrank nicht ausnutzt, sollte als Raumfüller große Styroporwürfel in die Schubladen geben: So wird beim Öffnen der Gefriertruhe die warme, einströmende Luft reduziert. Dadurch kann sich weniger Kondenswasser am Gefriergut und den Wänden festsetzen und das Risiko für Gefrierbrand sinkt.

Achten Sie darauf, dass Sie zum Einfrieren nur kältestabile Boxen oder geeignete Gefrierbeutel verwenden. Müllbeutel oder Plastiktüten eignen sich nicht: Sie werden werden zum Beispiel häufig aus recyceltem Material hergestellt und unterliegen nicht den strengen Vorschriften der Gefrierbeutel. Einmal verwendet, sollten Sie die Gefrierbeutel wegwerfen, da sich bei einer zweiten Nutzung Keime ausbreiten können. Ebenfalls nicht geeignet fürs Einfrieren sind Plastikbecher, z.B. von Joghurt: Sie sind nicht kälteresistent und können Risse bekommen.

Gefrierbrand verhindern

Mit Gefrierbrand werden ausgetrocknete, meist sehr helle bis graue Stellen an gefrorenen Lebensmitteln bezeichnet, die durch zu viel Luft in der Verpackung entstehen. Das Lebensmittel ist zwar durch die „verbrannten" Stellen nicht verdorben, aber der Geschmack leidet darunter.  Daher wird  empfohlen, die Gefrierbrand-Stellen zu entfernen oder das Lebensmittel komplett zu entsorgen.

Durch eine eng anliegende, luftdichte Verpackung lässt sich Gefrierbrand am besten vermeiden. Wer kein Vakuumier- oder Folienschweißgerät besitzt, sollte bei einem Gefrierbeutel die Luft soweit wie möglich herausstreichen.

Verpacktes, frisches Fleisch aus einer sogenannten Schutzatmosphäre sollte vor dem Einfrieren in einen neuen Gefrierbeutel verpackt werden – optimalerweise in kleinen Portionen, dann sind diese auch wieder leichter entnehmbar.