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Träum was Schönes

Hardcover; Autor: Gramellini, Massimo

Ein Junge verliert im Alter von neun Jahren seine Mutter. Aber erst als Erwachsener versteht er, was damals wirklich geschah. Und warum jener Tag sein Leben für immer veränderte ... Bis dahin...
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Artikelnummer: 100160020

Ein Junge verliert im Alter von neun Jahren seine Mutter. Aber erst als Erwachsener versteht er, was damals wirklich geschah. Und warum jener Tag sein Leben für immer veränderte ... Bis dahin ist er einer, der auf Zehenspitzen geht, mit gesenktem Kopf, weil die Erde ihm so viel Angst macht wie der Himmel. Erst die Liebe wird ihn lehren: Nur wer sich in den Schmerz hinein begibt, kann ihn überwinden, kann das Misstrauen abschütteln und die eigenen Grenzen sprengen. "Träum was Schönes" ist die Geschichte eines Geheimnisses, das über vierzig Jahre wie versiegelt war. Massimo Gramellini erzählt leidenschaftlich von den Höhen und Tiefen eines Lebens, dem der wichtigste Halt fehlte. Dass er dabei seine eigene Geschichte erzählt, macht dieses Buch nur umso lesenswerter.
Text Review

"Einfühlsam erzählt dieses Buch von einem Menschenleben, dem der wichtigste Halt fehlt: die Liebe der Mutter.", Dolomiten Tagblatt der Südtiroler, 26.09.2014


Titel Zusatz

Roman


Autor(en)

Gramellini, Massimo


Erscheinungsdatum

27.03.2014


Abmessungen

(H) 0,21 (B) 0.14 (T) 0.03


Gewicht in Gramm

368 gr


Seitenzahl

208


Herausgeber

Piper


Sprache

Deutsch


Ausschnitt

Wie jedes Jahr an Silvester holte ich Madrina ab, um sie zu Mama zu bringen. Madrina ist wie ein gut erhaltenes Stück altes Holz. Sie lebt allein in einer lichtdurchfluteten Wohnung, wo sie Krimis liest und mit den gerahmten Fotografien ihres Mannes spricht. Von Zeit zu Zeit geht sie an ein anderes Regal und spricht mit dem Foto von Mama, hauptsächlich über mich. Ich nehme an, die heikelsten Informationen verschweigt sie ihr. Wie die, dass ich zwei Ehefrauen hatte, wenn auch nacheinander. Und dass ich dann doch nicht Anwalt geworden bin. Während ich Madrina in den Mantel half, brachte sie die Rede auf den Roman, den ich ihr zu Weihnachten geschenkt hatte. "Heute Nacht habe ich ihn ausgelesen " "Hat er dir gefallen, auch wenn es kein Krimi ist?" "Sicher, du hast ihn ja geschrieben." "Und die Seiten über Mama?" "Eben darüber wollte ich mit dir sprechen." "Das sind die einzigen autobiografischen Stellen. Da habe ich einen Teil meiner Geschichte verarbeitet." "Bist du sicher, dass es deine Geschichte ist?" "Warum ist sie das etwa nicht?" "So ist es nicht gewesen Mein lieber Junge, ich hätte dir da etwas zu geben." Ich sah sie mit winzigen Schlüsseln an der Kommodenschublade hantieren. Ein brauner Umschlag tauchte in ihren schönen Händen voller Gichtknoten auf. Als sie ihn mir übergab, zitterte ihre Stimme. "Nach vierzig Jahren ist es an der Zeit, dass dir jemand die Wahrheit sagt." Vierzig Jahre zuvor I Vierzig Jahre zuvor war ich an Silvester so zeitig aufgewacht, dass ich noch zu träumen glaubte. Ich erinnere mich an Mamas Duft in meinem Zimmer, ihren Morgenmantel am Fuß des Bettes. Was machte er da? Und dann: Schnee auf dem Fensterbrett, die Wohnung hell erleuchtet, das Geräusch schlurfender Schritte und dieses Brüllen wie von einem verletzten Tier. "Neiiiiiin!" Ich schlüpfe verkehrt herum in die Pantoffeln, aber dafür ist jetzt keine Zeit. Schon quietscht die Tür unter dem Druck meiner Hände, bis ich ihn in der Mitte des Korridors neben dem Weihnachtsbaum sehe. Papa. Die starke Eiche meiner Kindheit steht, von einer unsichtbaren Kraft gebeugt, wie eine Weide, zwei Unbekannte halten ihn unter den Achseln. Er trug die purpurrote Hausjacke, die Mama ihm geschenkt hatte. Die mit einer Vorhangkordel anstelle des Gürtels. Er machte ruckartige Bewegungen, krümmte sich zusammen und trat um sich. Als er mich bemerkte, hörte ich ihn murmeln: "Das ist mein Sohn Bitte bringt ihn zu den Nachbarn." Er warf den Kopf nach hinten und stieß gegen den Weihnachtsbaum. Ein Engel mit gläsernen Flügeln verlor das Gleichgewicht und fiel auf den Teppich herab. Die Unbekannten waren stumm, aber freundlich und gaben mich an der gegenüberliegenden Wohnungstür bei einem Rentnerehepaar ab. Tiglio und Palmira. Tiglio begegnet dem Leben in der unwandelbaren Rüstung seines gestreiften Pyjamas und im tröstlichen Schutz einer hartnäckigen Taubheit. Er kommuniziert für gewöhnlich schriftlich, doch an diesem Morgen weigerte er sich, die Fragen zu beantworten, die ich in Druckbuchstaben auf den weißen Rand einer Zeitung gekrakelt hatte. WO IST MAMA? IST PAPA GEKIDNAPPT WORDEN? Räuber mussten in der Nacht in unsere Wohnung eingedrungen sein Und wenn das die beiden waren, die Papa unter den Achseln gehalten hatten? Palmira tauchte auf, mit Einkaufstüten. "Papa hat etwas Kopfweh gehabt, mein Junge. Aber jetzt geht es ihm besser. Die zwei Männer waren Ärzte, die ihn untersucht haben." "Warum hatten sie dann keinen weißen Kittel an?" "Den ziehen sie nur im Krankenhaus an." "Und wieso waren sie zu zweit?" "Die Ärzte vom Notdienst sind immer zu zweit." "Ah, okay. Wenn dann einer plötzlich krank wird, kann der andere ihm helfen. Wo ist Mama?" "Papa hat sie bei einigen Besorgungen begleitet." "Und wann kommt sie wieder?" "Bald, du wirst sehen. Willst du eine heiße Schokolade?" In Ermangelung meiner Mama begnügte ich mich mit einer heißen Schokolade. Für ein paar Stunden nahmen mich die be


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