Erkennen und anpacken

Unverträglichkeiten

Warum du trotz Intoleranz nicht auf Genuss verzichten musst.
Wenn der Magen streikt, der Bauch bläht und der Kopf schmerzt, kann eine Lebensmittelintoleranz der Grund sein. Schließlich leiden mehr und mehr Menschen – ohne es zu wissen – an Unverträglichkeiten. Doch mit der Unfähigkeit, bestimmte Lebensmittel oder deren Bestandteile richtig verdauen zu können, lässt es sich gut leben und essen. Lidl Vital nimmt drei stark verbreitete Intoleranzen unter die Lupe und schafft Abhilfe – mit Free-from-Produkten, frei von Gluten und Laktose, sowie mit Ernährungstipps und leckeren Rezeptideen.

Laktoseintoleranz oder Milchzuckerunverträglichkeit

Wer an einer Laktoseintoleranz leidet, verträgt nur geringe Mengen Milchzucker – die sogenannte Laktose. Wie der Name schon vermuten lässt, steckt der Zucker in Milcherzeugnissen. Allen voran Quark, Joghurt, Sahne, Frischkäse und natürlich Milch – in frischer wie haltbarer Form.

Damit Laktose vom Körper aufgenommen werden kann, muss sie im Darm über das Verdauungsenzym Laktase gespalten werden. Bildet der Körper zu wenig des Enzyms oder ist dies nicht ausreichend wirksam, landet der Milchzucker „unangetastet“ im Dickdarm, wo er von Bakterien zerlegt wird. Die Folge: Blähungen oder Durchfall. Mitunter können auch Kopfschmerzen oder Nervosität auftreten. Kommen dir diese Symptome bekannt vor? Dann schafft ein Atemtest beim Arzt Gewissheit. Doch selbst bei positivem Ergebnis musst du Milch & Co. nicht von deinem Speiseplan streichen. Laktosefreie Lebensmittel – deren enthaltener Milchzucker bereits gespalten ist – sind eine gute Alternative zu klassischen Produkten. So musst du weder auf deine Milch zum Kaffee noch auf deinen Joghurt zum Müsli verzichten.

 

 

Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit

Was auf den ersten Blick kompliziert auszusprechen scheint, ist im Grunde leicht erklärt: Hinter Zöliakie steckt eine Überempfindlichkeit gegen Bestandteile von Gluten – ein Klebereiweiß, das in den Getreidesorten Roggen, Weizen, Dinkel, Gerste, Grünkorn und Hafer vorkommt. Und das wiederum steckt „leider“ in vielen leckeren Lebensmitteln wie Brot, Kuchen oder auch Pasta. Die Empfindlichkeit selbst drückt sich in Form einer – teils sogar chronisch – entzündeten Darmschleimhaut aus, entfacht durch das eigene Abwehrsystem. Die zugeführten Nährstoffe können dadurch schlecht bis gar nicht vom Körper aufgenommen werden. Während der eine Patient mit Durchfall oder fettigem Stuhl zu kämpfen hat, beschwert sich ein anderer über Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Gewichtsverlust oder gar Depressionen. Du merkst, Zöliakie kann verschiedenste Symptome aufweisen. Diagnostiziert wird die Unverträglichkeit über einen Bluttest samt Gewebeprobe. Behandeln kann man sie mit einer glutenfreien Diät. Klingt schwer, ist es aber nicht.

 

Fructoseintoleranz oder Fruchtzuckerunverträglichkeit

Ein großes Glas Fruchtsaft und Obstsalat zum Frühstück, später auf der Arbeit eine Handvoll Trockenfrüchte – und plötzlich streikt der Bauch und bläht sich auf. Bei einer Fructoseintoleranz ist die Aufnahme von Fruchtzucker im Dünndarm gestört und der Zucker muss im Dickdarm von Bakterien abgebaut werden. Die Folgen sind logischerweise unangenehm. Ob aber tatsächlich direkt eine Intoleranz vorliegt, kann ähnlich wie bei der Laktoseintoleranz via Atemtest beim Arzt festgestellt werden. Ist der Befund positiv, gilt es an erster Stelle fruchtzuckerreiches Obst und Obstprodukte zu meiden. Dazu zählt nicht nur, wie eingangs aufgeführt, Saft und Trockenobst. Auch des Deutschen liebstes Obst – der Apfel – weist jede Menge Fructose auf. Birnen, Trauben und Kiwi ebenso. Schließlich sind auch Honig, Fruchtmus und Marmelade vom Speiseplan zu streichen. Verhältnismäßig wenig Fruchtzucker hingegen steckt beispielsweise in der Avocado, Aprikose und Mandarine. Individuell abstimmen lässt sich die Fructoseaufnahme mithilfe eines Ernährungsexperten.