Wände streichen wie ein Profi: So geht's

© purplequeue – fotolia.com

Bringen Sie Farbe ins Spiel! Vorbei die Zeiten der weißen Raufaser. Greifen Sie zu Pinsel und Farbrolle und frischen Sie Ihre Wände auf. Wie Sie dabei am besten vorgehen, um gleichmäßige Ergebnisse zu erhalten, und welche Fehler Sie vermeiden sollten, erfahren Sie hier.

Wichtig: die Vorbereitung

Sorgfältige Vorbereitung ist das A und O des Streichens. Wer hier Zeit sparen möchte, hat am Ende doppelte Arbeit! Investieren Sie auch in ein hochwertiges Pinselset und ausreichend Malervlies, um den Fußboden sicher vor Farbklecksen zu schützen. Abdeckfolie eignet sich, um Möbel wie Sofa oder Kommode damit zu schützen. Für den Fußboden ist sie nicht ideal, denn sie kann leicht reißen, wenn man darauf hin und her läuft. So sind schnell Teppich oder Parkett bunt gesprenkelt. Malervlies dagegen ist reißfest und schützt den Boden sicher vor Farbklecksen.

Damit die Farbe auch wirklich nur dorthin gelangt, wo sie hin soll, kleben Sie mit breitem Malerkrepp alles ab, was keine Farbe bekommen soll. Türzargen, Fensterrahmen, Fußleisten, Steckdosen, Lichtschalter. Übrigens: Profis schrauben Steckdosen und Lichtschalter vor dem Streichen ab. Wenn Sie das auch so machen möchten, denken Sie daran, währenddessen die Sicherung raus zu nehmen.

Die Ecken zuerst

Wenn alles gründlich geschützt und abgedeckt ist, kann es mit dem Anstreichen losgehen. Beginnen Sie mit den Ecken und Kanten. Dazu eignet sich ein hochwertiger Pinsel am besten, denn mit ihm können Sie wesentlich feiner arbeiten als mit einer Farbrolle. Ein guter Pinsel verliert beim Streichen keine Haare – sollte es aber doch einmal passieren, entfernen Sie das Pinselhaar sofort von der Wand und warten damit nicht, bis die Farbe trocken ist.

Danach die Zimmerdecke

Wenn Sie auch die Zimmerdecke streichen wollen, geht es damit nach den Ecken und Kanten weiter. Hier empfiehlt es sich, für die Farbrolle eine Teleskopverlängerung zu verwenden und vom Boden aus zu arbeiten. Das erspart das mühsame Hantieren mit einer Leiter. Zudem können so größere Flächen „in einem Zug" gestrichen werden, was zu einem besseren Endergebnis führt.

Die richtige Technik: Nass in Nass

Ein gleichmäßiges Ergebnis erzielen Sie, wenn Sie in regelmäßigen Bahnen von oben nach unten streichen. Achten Sie darauf, dass sich die Bahnen immer ein wenig überlappen, damit sich keine Streifen bilden.

Genau die richtige Menge an Farbe bekommen Sie, wenn Sie die Rolle nie ganz in den Farbeimer tauchen, sondern nur Stück für Stück. Dann über das Abstreifgitter abrollen, wieder etwas Farbe aufnehmen, wieder über das Gitter rollen und so weiter. Auf diese Weise haben Sie immer nur so viel Farbe auf der Rolle, wie dann auf Wand oder Decke aufgetragen werden kann. Ist zu viel Farbe auf der Rolle, spritzt es beim Anstreichen unschön. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich dicke Farbtropfen bilden, die an der Wand herunter laufen. Ist zu wenig Farbe auf der Rolle, deckt die Farbe nicht komplett und man muss mehrfach überstreichen.

Lassen Sie die Farbe gut trocknen bevor Sie das Malerkrepp entfernen. Pinsel, Rollen und alle anderen benutzten Werkzeuge gründlich auswaschen und reinigen, damit sie bei der nächsten Streichaktion wieder einsatzfähig sind.

Werkzeug

  • Malerkrepp
  • Folie
  • Farbrollen in unterschiedlichen Breiten
  • Konturenpinsel
  • Teleskopverlängerung
  • Abstreifgitter

Material

  • Wandfarbe (Dispersionsfarbe, fertig abgetönt, matt oder seidenmatt)
  • ggf. Deckenfarbe