Weinwissen: Grundlagen und Profiwissen

Erweitern und vertiefen Sie Ihr Wissen über Wein

Wein zählt zu den ältesten alkoholischen Getränken der Menschheit. Im Laufe der Zeit wurde immer mehr Wissen über den edlen Tropfen angesammelt. Mittlerweile ist es schwer, den Überblick zu behalten: Was zählt zum Grundwissen über Wein? Welche Weintipps sind im Alltag tatsächlich hilfreich? Was sollte ein Weinkenner wissen?
Unser Weinprofi Richard Bampfield präsentiert Ihnen im Folgenden 15 Weinfakten: von Grundlagen über Kuriosiäten bis hin zum Profiwissen. Darüber hinaus finden Sie hier einen Überblick unserer Spezialthemen rund um das Weinwissen.

Wie lange ist offener Wein haltbar?
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Unglaublich, aber wahr: Manchmal bleibt doch ein Rest in der Flasche. Was tun mit einer angebrochenen Weinflasche?

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15 Weinfakten von Richard Bampfield

Inhaltsverzeichnis

"Ob es uns gefällt oder nicht: Wein ist ein sehr kompliziertes Thema. Mit den folgenden 15 Weinfakten möchte ich Ihnen helfen, Wein besser zu verstehen."

Richard Bampfield

"Ob es uns gefällt oder nicht: Wein ist ein sehr kompliziertes Thema. Mit den folgenden 15 Weinfakten möchte ich Ihnen helfen, Wein besser zu verstehen."

Richard Bampfield
Richard Bampfield

5 Weinfakten, die jeder wissen sollte

  1. Die Süße des Weins ist natürlich: Zucker oder konzentrierter Traubensaft kann VOR der Gärung hinzugefügt werden, um den Alkoholgehalt in einem Wein zu erhöhen. Allerdings darf dem Wein NICHT Zucker zugesetzt werden, um ihn süßer zu machen.

    Merke: Die Süße in Süßweinen kommt durch den natürlichen Zuckergehalt der Trauben zustande.

5 Fakten über Wein
  1. Die Traubenschale bestimmt die Farbe des Weins: Die Traubenschalen geben dem Wein seine Farbe, denn das Fleisch fast aller Trauben ist farblos. Daher ist es möglich, aus schwarzen Trauben einen Weißwein herzustellen, indem man das Fleisch vor der Gärung schnell von den Traubenschalen trennt. Diese Weine werden „Blanc de Noirs“ genannt. Wenn ein Weißwein, insbesondere Sekt, nur aus weißen Trauben hergestellt wird, ist von „Blanc de Blancs“ die Rede.

    Merke: Rotweine müssen aus roten Trauben hergestellt werden. Weißweine lassen sich auch aus roten Trauben gewinnen.

  2. Die Herkunft des Weins beeinflusst den Geschmack: In wärmeren Ländern wachsen reifere Trauben mit einem höheren Zuckergehalt, was wiederum zu Weinen mit einem höheren Alkoholgehalt führt.

    Merke: Vollmundige, samtige Weine kommen eher aus heißeren Ländern. Erfrischendere Weine hingegen stammen aus kühleren Klimazonen wie Deutschland.

  3. Die Qualität der Schaumweine steht und fällt mit dem Gärungsverfahren: Bei der Gärung von Schaumweinen entsteht auf natürliche Weise Gas, insbesondere Kohlendioxid. Bei Schaumweinen von hoher Qualität kommt ein Verfahren zum Einsatz, bei dem das Kohlendioxid auf natürliche Weise zurückgehalten und im Wein als Kohlensäure aufgelöst wird – gut für den Wein und gut für die Umwelt!

    Merke: Gute Schaumweine haben keine künstlich zugesetzte Kohlensäure.

  4. Natürliche Aromastoffe bestimmen den Geruch und den Geschmack des Weins: Fruchtig, würzbig, blumig – bei Weinproben wird oft darüber gesprochen, dass ein Wein nach einer Frucht, einem Gewürz oder einer Blume riecht bzw. schmeckt. Das bedeutet NICHT, dass dem Wein eines dieser Aromen zugesetzt wurde. Es bedeutet einfach, dass die im Wein enthaltenen Aromastoffe an die genannten Früchte, Gewürze oder Blüten erinnern.

    Merke: Aromastoffe sind natürliche Substanzen im Wein, die über den Geruch und den Geschmack wahrgenommen werden.

5 kuriose Fakten über Wein

  1. Für die Herstellung einer Flasche Wein sind rund 600 Trauben notwendig.

  2. Der Korken einer Champagnerflasche schießt mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h heraus.

  3. In den letzten 50 Jahren wurde weltweit mehr Wein produziert, als wir konsumieren können. 2017 war seit Langem der erste Jahrgang, in dem weniger Wein produzierte wurde, als wir heute trinken.

  4. In tropischen Klimazonen wie Brasilien und Thailand haben die Weinberge im Winter keine Ruhephase und können so zwei oder mehr Ernten pro Jahr erzielen.

  5. In der berühmten französischen Weinregion Châteauneuf-du-Pape wurde 1954 ein Gesetz verabschiedet, das die Landung von fliegenden Untertassen in den wertvollen Weinbergen verbietet. Jetzt raten Sie mal, wie viele fliegende Untertassen dort gelanden sind… Richtig, keine :-)

5 Fakten, die nur ein Master of Wine kennt

  1. Masters of Wine beschränken ihr Trinken NICHT auf die teuersten Weine. Wir halten unser Wissen auf dem neuesten Stand, indem wir Weine aller Stilrichtungen und Qualitäten trinken.

    Und ganz wichtig: Wir trinken lieber Wein, als ihn zu probieren :-)

  2. Die europäischen Weingesetze wie Appellation d'Origine Protégée (Frankreich), Denominazione di Origine Controllata (Italien) und Qualitatswein (Deutschland – QbA und QmP) sind KEINE Qualitätsgarantien, sondern immer nur Herkunfts- und Echtheitsgarantien.

    Fazit: Das Prädikat entscheidet nicht, ob ein Wein qualitativ hochwertig ist.

  3. Es gibt Weine, die 20 Euro kosten und sehr ähnlich schmecken wie Weine, die 200 Euro kosten.

    Wer hätte es gedacht: Das Geheimnis ist, solche Weine zu finden!

  4. Mit zunehmendem Alter des Weins entwickeln sich die aromatischen Gerüche und werden komplexer, während der Wein irgendwann an Geschmack verliert.

    Fazit: Mit zunehmendem Alter beruht der Genuss des Weins immer mehr auf seinem aromatischen Duft als auf seinem Geschmack.

  5. Das Lernen über Wein beinhaltet viel mehr als nur das Wälzen von Büchern.

    Das Geheinmis eines Masters of Wine: Es geht darum, eine möglichst große Auswahl an Weinen zu probieren und die eigenen Erinnerungen an Aromen, Vorlieben und Abneigungen zu dokumentieren.

Vom Profi verkostete Weine: Schon probiert?

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