Bitte beachten Sie:
Leider ist dieser Artikel aufgrund der hohen Nachfrage online bereits ausverkauft.

Wenn du wieder da bist

Taschenbuch; Autor: Trollope, Joanna

Alexa ist aufgeregt. Endlich kommt ihr Mann Dan wieder zurück, nach sechs Monaten Afghanistan. Das Haus ist von oben bis unten gewienert und aufgeräumt, die Kinder sind bei Freunden...
Wichtige Produktinformationen

online
ausverkauft
9.99* inkl. MwSt.

Artikelnummer: 100155954

Alexa ist aufgeregt. Endlich kommt ihr Mann Dan wieder zurück, nach sechs Monaten Afghanistan. Das Haus ist von oben bis unten gewienert und aufgeräumt, die Kinder sind bei Freunden untergebracht, Alexa war bei der Maniküre. Dan wird überglücklich sein. Doch was, wenn alles ganz anders kommt?
Titel Zusatz

Roman


Autor(en)

Trollope, Joanna


Erscheinungsdatum

14.02.2014


Abmessungen

(H) 0,19 (B) 0.12 (T) 0.03


Gewicht in Gramm

330 gr


Seitenzahl

384


Herausgeber

Berlin Verlag Taschenbuch


Sprache

Deutsch


Reihe

BVT


Reihe Band Nr.

Bd.946


Ausschnitt

KAPITEL 1 Noch bevor sie die Augen aufmachte, wusste Isabel, dass alle anderen im Haus bereits wach waren. Das Wasser rumpelte laut durch die Leitungen hinter der Wand, was es erst tat, seit der Wartungsdienst irgendeine zivile Firma in Liverpool, die laut Isabels Mutter nichts taugte da gewesen war, um die tropfende Dusche zu reparieren. Und sie konnte irgendwo die Zwillinge in dieser zwitscherigen Art plappern hören, die sie sich untereinander angewöhnt hatten. Das war echt nervig. Es war nervig, als Letzte aufzuwachen und nicht als Erste. Isabel hatte die Erfahrung gemacht, dass sie besser zurechtkam, sich besser zusammenreißen konnte, wenn sie den Tag mit einem kleinen Vorsprung begann und seien es nur fünfzehn Minuten. Diese Methode, sich bewusst und systematisch zusammenzunehmen, hatte sie in der Schule entwickelt (am besten sie dachte gar nicht erst an die Schule), um irgendwie mit dem Heimweh fertig zu werden. Vor allen anderen aufwachen und im Geiste sehnsüchtig die Bildergalerie von ihrem Zuhause mit Mum und den Zwillingen und dem Hund abschreiten, sich die Gerüche aus der Küche und Mums Pulloverschublade und dem sperrigen Wäscheschrank, dessen Tür nie richtig schloss, vergegenwärtigen, dann schlucken, schniefen, Augen abwischen, aufrichten und atmen. Atmen und atmen. Augen zu, Augen auf. Schlucken. Bürste nehmen und durchs Haar streichen, dabei daran denken, wie glücklich sie sich schätzen konnte, langes, dickes und glattes Haar zu haben und kein lockiges oder krauses, wofür man verachtet wurde, obwohl man überhaupt nichts dafür konnte. Haarbürste weglegen. Noch ein tiefer Atemzug. Auf. Isabel legte locker die Finger über die Augenlider und schlug dahinter langsam die Augen auf. Sie war natürlich nicht in der Schule, sondern daheim in ihrem eigenen Zimmer, in Nummer sieben des Quadrant, Larkford Camp, Wiltshire, das nun seit knapp zwei Jahren ihr Zuhause war. Davor war ihr Zuhause eine Weile in Deutschland und eine Weile in Yorkshire und eine Weile in London gewesen, und davor, als es nur sie beide, sie und Mum gegeben hatte, eine Weile in einem anderen Teil von London, in einer hochgelegenen Wohnung mit einer Baumkrone vorm Fenster, an die Isabel eine ausgesprochen nostalgische Erinnerung zu haben glaubte. Überall war sie zur Schule gegangen, jedes Mal in eine andere. Fünf Schulen in sechs Jahren , hatte Mum zu Isabel gesagt und versucht, triftige Gründe für ein Internat anzuführen. Das ist zu viel. Das ist einfach zu viel für dich. Es ist nicht fair. Du findest Freunde und dann ziehst du weg und verlierst sie. Wäre dir nicht ein bisschen Beständigkeit lieber, auch wenn das hieße, nicht zu Hause zu schlafen? Isabel wusste es nicht. Selbst jetzt, da sie längst im Internat wohnte, wusste sie es nicht. Sie wollte sich aufgehobener fühlen, sie wollte sich einfügen. Ihr war klar, dass sie vielleicht erneut umziehen mussten, wenn Dan befördert würde aber andererseits, wenn er es nicht würde, wenn sie nicht weg mussten und dieses Zuhause weiter bestehen blieb, warum durfte sie dann nicht auch dort sein? Und was war mit den Zwillingen? Sie gingen in einen lokalen Kindergarten, und mit fünf würden sie die lokale Grundschule besuchen. Aber die Zwillinge , setzte Isabel an. Mum blickte sie an. Isabel konnte ihr ansehen, dass sie zwar Verständnis hatte, jedoch keine rechte Antwort wusste. Sie sagte nur: Wir können nichts planen, verstehst du. Nicht, wenn wir als Familie zusammenbleiben wollen. Aber wenn du aufs Internat gehst, dann weißt du dann weiß ich , dass sich wenigstens eine Sache nicht ändert. Das ist alles. Isabels Erfahrung nach änderten sich nur die kleinen Dinge nicht, wie der Geruch des Wäscheschranks und die Weigerung der Zwillinge irgendetwas Orangefarbenes zu essen und der leicht krumm gewachsene Fingernagel an ihrer linken Hand. Die großen aber, zum Beispiel, wie es mit ihnen allen weitergehen würde, hingen immer als riesige Fragezeichen in der Luft und beei


Für dieses Produkt sind noch keine Bewertungen vorhanden.

Wie funktioniert die Abgabe von Kaufbewertungen?

Nach Bestellung und Erhalt der Ware erhalten Sie von eKomi eine E-Mail mit einem Link zur Kaufbewertungsseite. Daher ist es nötig, dass wir zur Abgabe von Kaufbewertungen mit Ihrer Einwilligung im Nachgang zu Ihrem Kauf vereinzelte Daten Ihrer Bestellung an den unabhängigen Bewertungsdienstleister eKomi weitergeben. Nur Kunden, die Produkte erworben und mit diesen Erfahrungen gesammelt haben, können Kaufbewertungen abgeben. Auf diese Weise sichern wir die Qualität der eingehenden Bewertungen. Ihre Einwilligung in den Erhalt der E-Mails und die Weitergabe der Bestelldaten können Sie jederzeit widerrufen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unseren Datenschutzbestimmungen.