Wertsachen: Verschlossen, versteckt, versichert und weitere Schutzmöglichkeiten

Egal ob Gemälde, Bargeld oder Schmuck – wenn Wertgegenstände gut geschützt sind, lässt es sich besser schlafen. Was beim Verschließen, Verstecken und Versichern persönlicher Wertsachen zu beachten ist, zeigt dieser Praxisleitfaden.

Wertsachen: Verschlossen, versteckt, versichert und weitere Schutzmöglichkeiten

Egal ob Gemälde, Bargeld oder Schmuck – wenn Wertgegenstände gut geschützt sind, lässt es sich besser schlafen. Was beim Verschließen, Verstecken und Versichern persönlicher Wertsachen zu beachten ist, zeigt dieser Praxisleitfaden.

Wertsachen: Begriff und Bedeutung

Jeder hat eine ungefähre Vorstellung davon, was Wertsachen sind. Juristisch kann das aber genau definiert sein, beispielsweise in Hausratversicherungen. Diese geben in der Regel vor, was unter die Bezeichnung Wertsachen fällt. Meist richtet sich das nach dem Geldwert. Gängige Beispiele für Wertsachen sind:

  • Bargeld
  • Aktien
  • Besitzurkunden, wie etwa Fahrzeugbriefe
  • Kunst und Antiquitäten
  • Gegenstände aus teuren Materialien, wie hochwertiger Schmuck oder Goldmünzen

Auch Sammlergegenstände wie Briefmarken oder Porzellan können ab einem gewissen Geldwert zu den Wertsachen gezählt werden.

Beliebte Verstecke für Wertsachen

Ein durchstöberter Raum mit geöffneten Schubladen und Schranktüren sowie auf dem Boden verteilter Wäsche. Dazu ein aufgeschlagenes Buch mit leerem Geheimfach.Die meisten Verstecke im Haushalt sind für Einbrecher leichter zu finden, als man denkt.

Die meisten Geheimverstecke im Haus sind leider schnell gefunden. Im Regelfall verfügt ein Einbrecher nicht über weniger Vorstellungskraft als man selbst, weshalb er unter Matratzen, in Schränken und Schubladen als Erstes nachsehen wird. Vasen, Keksdosen, Bücher und Schmutzwäschebehälter eignen sich genauso wenig. Nicht einmal das Tiefkühlfach ist ein verlässlicher Aufbewahrungsort. Es gibt zu Hause kaum ein geeignetes Versteck.

Selbsttest

Versuche innerhalb von fünf Minuten so viele potenzielle Verstecke aufzuschreiben wie möglich. Alle Orte, die auf dem Zettel stehen, sind unsicher. Ein Einbrecher wird in nahezu derselben Zeit auf ungefähr die gleichen Verstecke kommen.

Bessere Verstecke durch Kreativität

Um einschätzen zu können, was zum Beispiel gute Geldverstecke im Haus sind, sollte man sich in die Lage des Einbrechers versetzen. Dieser möchte nicht erwischt werden und steht deshalb unter Zeitdruck. Je länger es dauert, an Wertsachen zu kommen, umso geringer ist das Risiko, dass sie verschwinden. Bargeld kannst du etwa in CD- oder DVD-Hüllen vergleichsweise sicher aufbewahren. Zwar kommt man recht schnell auf die Idee hier nachzusehen. Ist die Sammlung aber sehr groß, hat ein Einbrecher keine Zeit, jede Hülle einzeln zu untersuchen. Mehr konkrete Beispiele zu nennen, ist aber wenig sinnvoll, da Einbrecher diesen Ratgeber ebenfalls lesen können. Sei also kreativ.

Safes und Bankschließfächer

Ein Bankschließfach wird von einem Mann im Anzug geöffnet. Darin befinden sich Schmuck und Wertpapiere.Am sichersten sind Wertsachen auch heute noch bei der Bank.

Das Bankschließfach ist der sicherste Ort für die Aufbewahrung von Schmuck und anderen Wertsachen. Die Preise hierfür variieren aber sehr stark. Je nach Mietpreis muss individuell abgewogen werden, ob es sich lohnt. Ein weiteres Kriterium ist der Versicherungsschutz. Dieser ist oft zu niedrig. Zwar kann er in vielen Fällen erhöht werden, das kostet dann aber auch mehr. Oftmals lohnt sich deshalb ein privater Tresor als Alternative. Tresore sind nur schwer oder zumindest zeitaufwendig zu öffnen und bieten außerdem Schutz vor Bränden. Sichergestellt werden muss jedoch die Verankerung. Ist diese nicht ausreichend, kann der Tresor einfach mitgenommen und später mit schwerem Werkzeug in Ruhe aufgebrochen werden.

Hinweis

Ein Tresor ist nutzlos, wenn in seiner unmittelbaren Nähe der Schlüssel oder die Zahlenkombination aufbewahrt wird.

Versicherungen als zusätzlicher Schutz

Wertsachen lassen sich am einfachsten über die Hausratversicherung absichern. Diese deckt Wertsachen meist bis zu einem Wert von 20 Prozent der gesamten Versicherungssumme. Außerdem übernimmt sie bei Einbrüchen Schäden an Fenstern und Türen sowie die Deckung von Feuer- und Wasserschäden. Die Hausratversicherung lohnt sich deshalb fast immer, die Bedingungen müssen aber unter Umständen angepasst werden. Je wertvoller die Dinge im eigenen Zuhause sind, umso höher sollte die Versicherungssumme sein. Außergewöhnlich teure Gegenstände lassen sich darüber hinaus individuell versichern.

Achtung!

Die meisten Versicherungen schützen nicht bei grober Fahrlässigkeit. Werden zum Beispiel Wertsachen aus einer unverschlossenen Wohnung gestohlen, kann der Versicherungsschutz erlöschen.

Nützliche Tipps für den Urlaub

  • Im Urlaub sind Wertsachen am besten direkt am Körper geschützt. Hierfür gibt es verschiedene unauffällige Stausysteme, die unter der Kleidung getragen werden können.

  • Am Strand sollte man sein Portemonnaie, Uhren und andere Wertgegenstände lieber nicht mit sich führen, wenn man sie nicht die ganze Zeit beaufsichtigen kann. Soll Geld sicher aufbewahrt werden, ist beispielsweise eine leere Sonnencreme-Flasche eine Lösung.

  • Hotelzimmersafes sind oftmals besonders leicht zu knacken. Manche Hotels bieten aber auch an der Rezeption geschützte Aufbewahrungsmöglichkeiten. Dort sind Wertsachen sicherer als auf dem Zimmer.

  • Am sichersten ist es, teure Wertsachen erst gar nicht mitzunehmen und diese zu Hause im Safe oder in einem Bankschließfach zu hinterlegen.