Allergikerbettwäsche

Viele Menschen leiden unter Hausstaubmilben, die in Polstermöbeln, Bettwaren und Teppichen leben. Die Ausscheidungen der kleinen Tierchen können allergische Reaktionen auslösen. Wer sich im Schlaf vor den Milben schützen möchte, kann das mithilfe der passenden Allergikerbettwäsche tun. Die richtigen Bezüge für Kissen, Decke und Matratzen lindern die Beschwerden im Handumdrehen.

Was ist Allergikerbettwäsche?

Da sich Hausstaubmilben nicht komplett vermeiden lassen und die kleinen Tiere sich am liebsten von Hautschuppen ernähren, sollten Allergiker gerade im Bett auf eine spezielle Ausrüstung achten. Als Allergikerbettwäsche werden meistens sogenannte Encasings bezeichnet. Diese engmaschig gearbeiteten Bezüge werden über Kopfkissen , Bettdecke und Matratzen gezogen, sodass die allergieauslösenden Elemente nicht mehr in Kontakt mit Haut und Schleimhäuten kommen können. Über die Encasings kann dann die handelsübliche Bettwäsche gezogen werden.

Welche Eigenschaften sollte Allergikerbettwäsche erfüllen?

Eigenschaften von BettwarenAuch Allergiker müssen nicht auf pflegeleichte, saisonal abgestimmte Bettwaren verzichten.

Auch die handelsübliche Bettwäsche , die über die Encasings gezogen wird, kann bei der Linderung der Allergiesymptome helfen. Sie sollte bei mindestens 60 °C waschbar sein und die Feuchtigkeit gut nach außen transportieren, da die Milben es gerne feucht mögen. Bettwäsche aus Baumwolle ist daher besonders gut geeignet. Einen wirklich sicheren Schutz bieten jedoch nur die speziellen Allergikerbezüge. Die Encasings sollten ebenfalls bei 60 °C oder sogar 90 °C waschbar und als „allergikergeeignet“ gekennzeichnet sein. Ein guter Zwischenbezug hält mindestens 40 Prozent der Partikel ab einer Größe von 0,3 Mikrometer zurück. Das Greenfirst-Label kennzeichnet Bettwäsche, die mit einer hypoallergenen, pflanzlichen Behandlung gegen Staubmilben ausgerüstet wurde. Auszeichnungen wie das Oeko-Tex-Siegel garantieren die Schadstofffreiheit der Allergikerbettwäsche.

Allergikerbettwäsche auf Rezept

Manche Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Allergikerbettwäsche. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Rezept eines Facharztes, der die Allergie sowie die Notwendigkeit der Bettwäsche bestätigt.

Wie wird Bettwäsche für Allergiker richtig gepflegt?

Die verwendete Bettwäsche sollte am besten wöchentlich gewechselt und bei mindestens 60 °C in der Maschine gewaschen werden. Die allergikerfreundlichen Zwischenbezüge brauchen etwas weniger Pflege. Hier reicht es, die Encasings drei bis vier Mal im Jahr in der Maschine zu waschen. Außerdem sollten die Bezüge vor der ersten Nutzung einmal heiß gewaschen werden. Auf Weichspüler oder Bleichmittel sollte beim Waschen möglichst verzichtet werden. Sie können die Eigenschaften der Allergikerbettwäsche beeinflussen und damit die gewünschte Wirkung schmälern.

Schlafzimmertipps für Allergiker

NOMITE-Logo Bettwaren mit NOMITE-Logo sind für Allergiker geeignet.

Neben einer speziellen Bettwäsche für Allergiker kann auch die Wahl von Kissen, Decke und Matratze selbst den Milben das Leben schwermachen. Vor allem Kaltschaummatratzen sowie einige Kissen und Decke mit Kunstfaserfüllung, Daunen oder Federn sind für Milben eher unattraktiv und daher für Allergiker besonders geeignet. Das NOMITE-Logo gibt Aufschluss darüber, ob zum Beispiel eine Daunendecke für Hausstauballergiker geeignet ist. Je atmungsaktiver und damit trockener die Umgebung, desto besser. Bettdecke und Kissen sollten regelmäßig an der frischen Luft ausgelüftet und die Matratze sollte monatlich gewendet werden. Wenn Kissen und Decke dann noch bei 60 °C in der Maschine waschbar sind, haben Hausstaubmilben kaum noch eine Chance. Lüften und eine generell niedrige Raumtemperatur sind beim Kampf gegen die Milben ebenfalls hilfreich.