Gute Gründe für Hundespielzeug

Natürlich reicht auch ein Stock oder Tennisball aus, um einen Hund kurzfristig glücklich zu machen. Spezielles Hundespielzeug hat allerdings einige Vorteile:

  • Hundespielzeug ist genau auf die Anatomie sowie Eigenheiten der Tiere abgestimmt und schadet ihnen nicht. Der Filzbezug von Tennisbällen hat beispielsweise negative Auswirkungen auf den Zahnschmelz.

  • Gutes Hundespielzeug ist sicher und stellt bei richtiger Verwendung keine Gefahr für das Tier dar.

  • Die Vielfalt an Spielzeugen ermöglicht es, verschiedene Aspekte zu trainieren und unterschiedliche Reize anzusprechen.

Spielzeugarten im Überblick

Hundespielzeug gibt es in zahlreichen Ausführungen. Für jeden Hund und jedes Spiel kann das passende Spielzeug gefunden werden.

Apportierspielzeug/Wurfspielzeug

Hund mit einem Kunststoffknochen Hundespielzeug zum Apportieren bereitet vielen Tieren Freude.

Eines der beliebtesten Spiele von Hund und Hundebesitzern ist das Apportieren. Damit das Holen und Zurückbringen des Apportiergegenstands auch lange Freude bereitet, sollte ein Apportierspielzeug gewählt werden, das ideal auf diese Aufgabe zugeschnitten ist. Besonders praktisch sind hier spezielle Apportierstäbe, die der Hund ähnlich wie einen Stock gut quer ins Maul nehmen kann, oder kleine Bälle, die sich gut werfen lassen. Auch Frisbees regen den Jagdtrieb vieler Vierbeiner an. Selbst wenn der Hund nicht apportieren kann oder möchte, können Wurfspielzeuge dafür genutzt werden, um die Ausdauer des Hundes zu trainieren, oder das Tier in einem spielerischen Rahmen zu erziehen.

Intelligenzspielzeug

Intelligenzspielzeug sorgt dafür, dass der Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert wird und lange fit bleibt. Ein befüllbarer Hundeball, Kisten mit abnehmbaren Deckeln oder kleine Labyrinthe und Spielbretter, die mit ein wenig Geschick die begehrten Leckerlis freigeben und somit das Tier direkt belohnen, regen den Hund zum Nachdenken und Ausprobieren an. Lernspielzeuge sind zudem ideal, wenn der Tierbesitzer einmal keine Zeit hat und der Hund sich für eine gewisse Zeit selbst beschäftigen soll.

Kauspielzeug

Hund liegt neben zwei SpielzeugenHunde rauchen Spielzeuge, auf denen sie ohne Bedenken rumkauen können

Hunde lieben es, auf Dingen herumzukauen. Damit nicht Schuhe oder andere Gebrauchsgegenstände Opfer der Kauattacken werden, sollte dem Hund ein Kauspielzeug zur Verfügung gestellt werden. Essbare Kauspielzeuge aus Knochen oder Gewebe sind zusätzlich gut für die Zahnhygiene, da der Zahnbelag beim Kauen abgerieben wird. Ebenfalls beliebt sind Spielzeuge aus Stoff, Seil oder Tau, an denen sich der Hund austoben kann.

Schwimmspielzeug

Viele Hunde sind wahre Wasserratten. Mit dem passenden Schwimmspielzeug wird das Spielen im kühlen Nass noch spaßiger. Schwimmende Bälle, die der Hund apportieren kann, oder ein eigener Hundepool für die Terrasse oder den Garten sorgen dafür, dass das Tier auch bei heißen Temperaturen Spaß am Spielen hat und sich nicht langweilen muss.

Tau- und Zerrspielzeug

Zerrspielzeuge wie Taue, Ringe oder Seile sorgen für ein besonders intensives Miteinander von Hund und Mensch. Während der Mensch an der einen Seite des Spielzeugs zieht, nimmt sich der Hund das andere Ende vor. Beim Spielen mit Zerrspielzeugen kann somit besonders gut auf die Bedürfniss des Hunds reagiert und das Spiel kontrolliert werden. Tauspielzeuge reichen in ihrer Bandbreite von einfachen Seilen bis hin zu dicken, geflochtenen Tauen für größere, kräftigere Hunde.

Welpenspielzeug

Welpenspielzeug unterscheidet sich im Großen und Ganzen nicht von Spielzeugen für ausgewachsene Hunde. Wichtig ist, dass das Spielzeug auf die Größe des Welpen abgestimmt ist. Lediglich auf ausgedehntes Ballspielen sollte am Anfang verzichtet werden: Das Springen und Abstoppen beim Herumtoben können die jungen Knochen sowie Gelenke schädigen. Hiermit sollte gewartet werden, bis der Hund ausgewachsen ist, um bleibenden Schäden vorzubeugen.

Qualitätsmerkmale von Hundespielzeug

Die Auswahl an Hundespielzeugen ist enorm. Und leider ist nicht jedes Spielzeug gut und sicher. Um gesundheitliche Risiken und Verletzungen beim Spielen einzudämmen, sollten beim Kauf verschiedene Kriterien beachtet werden:

  • Am wichtigsten ist die Schadstofffreiheit des Hundespielzeugs. Weichmacher, Schwermetalle und andere gesundheitlich schädliche Stoffe haben im Hundespielzeug nichts zu suchen.

  • Die Spielsachen sollten möglichst frei von verschluckbaren Kleinteilen sein. Ähnlich wie bei kleinen Kindern besteht bei den Hunden sonst Erstickungsgefahr. Deshalb sind Plüschtiere, die Knöpfe oder ähnliches als Augen haben, nicht als Spielzeug für Hunde geeignet.

  • Bei Holzspielzeugen sollte auf eine glatte Oberfläche geachtet werden, damit keine Verletzungen durch Splitter oder Späne entstehen. Zudem sollte der verwendete Lack unbedenklich sein.

  • Generell sollten scharfe Kanten und spitze Ecken beim Hundespielzeug vermieden werden.

Welches Spielzeug ist für welchen Hund geeignet?

Welches Spielzeug das beste für den eigenen Hund ist, hängt von dessen individuellen Vorlieben ab. Jeder Hund favorisiert ein anderes Spielzeug und eine andere Art des Spielens. Terrier, Jagd- und Hütehunde sind tendenziell eher für Wurfspielzeuge zu begeistern als Boxer oder Bulldoggen. Junge Hunde und Vierbeiner mit starkem Spieltrieb finden oftmals gefallen an Quietschspielzeugen, die beim Kauen oder Beißen ein Geräusch von sich geben. Je nach Rasse können Wurf- und Zerrspielzeuge die natürlichen Triebe des Hundes verstärken, was beim Spielen bedacht werden sollte. Generell hilft es, mit verschiedenen Spielzeugen zu experimentieren, bis die Lieblingsstücke gefunden sind.

Drei Tipps vor dem Kauf

  • Tipp 1: Einsatz bedenken
    Das passende Spielzeug ist auch immer auf den eigenen Alltag abgestimmt. Wer beispielsweise gerne auch im Dunkeln mit seinem Hund im Freien spielen möchte, sollte LED-Spielzeuge in Betracht ziehen. Die leuchtenden Stäbe und Bälle sind auch abends oder nachts gut zu sehen und sorgen damit auch bei Herrchen oder Frauchen für mehr Freude.

  • Tipp 2: Hundegröße berücksichtigen
    Beim Kauf von Hundespielzeug sollte unbedingt die Größe des Hundes berücksichtigt werden. Ein großer Apportierstab wird einem kleinen Chihuahua nur wenig Freude bereiten, während kleinteilige Spielzeuge von großen Rassen wie Schäferhunden schnell mal verschluckt werden und so zum Gesundheitsrisiko werden können.

  • Tipp 3: Qualität statt Quantität
    Ist das Lieblingsspielzeug des Hundes bekannt, sollte das Tier nicht mit dem 100. Ball überschüttet werden. Ein zu großes Angebot an Spielzeugen überfordert das Tier und sorgt dafür, dass aus dem Spielspaß schnell Desinteresse wird.