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          Was zeichnet den richtigen Arbeitsschuh aus?

          Inhalt

          1. Gute Gründe für Arbeitsschuhe
          2. Verschiedene Modelle im Überblick
          3. Tragekomfort, Passform und Größe
          4. Wichtige Kriterien für den Kauf
          5. Einsatzbereiche für Arbeitsschuhe

          Gute Gründe für Arbeitsschuhe

          Arbeits- und Sicherheitsschuhe kommen in den verschiedensten Arbeitsbereichen zum Einsatz. Die Gründe dafür sind vielfältig:


          • Beim Arbeiten mit schweren oder gefährlichen Geräten wie Hubwagen oder Säge schützen Sicherheitsschuhe vor Verletzungen.
          • Arbeitsschuhe geben guten Halt, sind rutschfest und beugen so Unfällen vor.
          • Wer spezielle Arbeitsschuhe hat, bewahrt sein Freizeitschuhwerk vor Flecken und Schäden.

          Verschiedene Modelle im Überblick

          Arbeitsschuhe können in verschiedene Kategorien unterteilt werden. Die Modelle unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich ihrer Sicherheitsmerkmale und den entsprechenden Einsatzbereichen.


          Sicherheitsschuhe

          Beim Stichwort Arbeitsschuhe wird oftmals als Erstes an die klassischen Sicherheitsstiefel beziehungsweise -schuhe gedacht. Sicherheitsschuhe zeichnen sich vor allem durch ihre durchtrittsicheren Sohlen, die Zehenschutzkappen und weitere Sicherheitsmerkmale aus. Damit der richtige Schuh für jeden Einsatz gefunden wird, gibt es verschiedene Sicherheitsklassen, die für bestimmte Eigenschaften stehen.


          Heimwerkerschuhe

          Heimwerkerschuhe sind ebenfalls robuster als normale Alltagsschuhe und bieten durch ihre stabile Sohle sowie verstärkter Fersenkappen guten Halt und sicheren Stand. Sie sind nicht zwangsläufig einer Sicherheitsklasse zuzuordnen und somit eher für den Einsatz im privaten Bereich geeignet, wenn keine offiziellen Sicherheitsvorschriften eingehalten werden müssen.


          Gartenclogs

          Auch bei der Arbeit im Garten ist das passende Schuhwerk wichtig. Feuchtigkeit und Schmutz können Freizeitschuhen aus Stoff oder Leder schnell zusetzen sowie für Flecken oder Schäden sorgen. Mit praktischen Gartenclogs sind die Füße vor Nässe – beispielsweise beim Gießen – geschützt. Das abwaschbare Obermaterial kann einfach von Erde oder Grasresten befreit werden, ohne dass langes Schrubben notwendig ist.

          Tragekomfort, Passform und Größe

          Arbeitsschuhe haben oftmals den Ruf, unbequem zu sein und Fußschmerzen zu verursachen. Wenn jedoch ein paar Aspekte beachtet werden, können auch stabile Schuhe einen gewissen Tragekomfort bieten.

          • Das Innenfutter des Schuhs sollte fest sein, damit der Fuß einen guten Halt hat, und gleichzeitig weich genug, damit es nicht drückt oder reibt.
          • Bei manchen Schuhmodellen lässt sich die Innensohle herausnehmen und durch eine individuelle Einlegesohle ersetzen. So sitzt der Berufsschuh auch bei Platt-, Senk-, Spreiz- oder Hohlfüßen perfekt.
          • Eine gute Dämpfung sorgt dafür, dass die Schritte besser abgefedert und somit die Gelenke geschont werden.
          • Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen sind verhältnismäßig schwer. Wenn durch das hohe Gewicht Muskelschmerzen entstehen, sollte über leichte Arbeitsschuhe mit Schutzkappen aus Kunststoff oder Aluminium nachgedacht werden.
          • Arbeitsschuhe sollten den Fuß gut und fest umschließen. Weder zu große noch zu kleine Modelle machen auf lange Sicht Freude. Beim Kauf sollte bedacht werden, welche Art von Socken getragen wird. Eventuell lohnt sich der Kauf eines zweiten Schuhpaars in einer größeren Größe, das genug Platz für dicke Wintersocken bietet.

          Wichtige Kriterien für den Kauf

          Neben der idealen Passform steht bei Arbeitsschuhen natürlich vor allem die Funktionalität im Vordergrund. Damit diese garantiert ist, sind bei der Wahl des Schuhwerks einige Aspekte zu beachten.

          Material

          Arbeitsschuhe werden aus Leder, Kunstleder oder Gummi gefertigt. Die Materialien haben jeweils ihre Vor- und Nachteile. Während Lederschuhe besonders atmungsaktiv sind und eine lange Lebensdauer aufweisen, sind Arbeitsschuhe aus Kunstleder einfacher zu pflegen. Gummischuhe hingegen eignen sich ideal für Arbeiten in feuchter Umgebung oder mit Chemikalien. Dafür sind sie weniger robust und gehen schneller kaputt.


          Durchtrittschutz

          Auf Baustellen ist es keine Seltenheit, dass Nägel oder ähnlich gefährliche Gegenstände auf dem Boden liegen. Hier ist es wichtig, dass der Arbeitsschutzschuh über eine durchtrittsichere Zwischensohle verfügt, um Verletzungen zu verhindern.


          Schutzkappe

          Um den Fuß auch vor Verletzungen von oben zu schützen, ist eine Schutzkappe an den Zehen entscheidend. Die Zehenschutzkappen bestehen meistens aus Stahl und können so Quetschungen, Schnittverletzungen oder Schlimmeres verhindern.


          Wasserdichtigkeit

          Wer in einer feuchten oder nassen Umgebung arbeitet, sollte darauf achten, dass der Arbeitsschuh entsprechend wasserdicht ist. Es gibt Arbeitsschutzschuhe mit einer erhöhten Wasserdichtigkeit, die bei gelegentlichem Spritzwasser oder ähnlichem ausreichend sind. Andere Schuhe sind sogar 100 % vor Wasseraufnahme und Wasserdurchtritt geschützt und somit zum Beispiel auch im Sanitärbereich einsetzbar.

          Antistatik

          Menschen, die mit elektronischen Geräten oder Bauteilen arbeiten, benötigen Berufsschuhe, die sie vor elektrischen Schlägen schützen. Dafür sind antistatische Schuhe ideal. Das antistatische Schuhwerk beziehungsweise die entsprechenden Sohlen sorgen dafür, dass eine elektrostatische Aufladung verhindert und deren Ableitung gewährleistet wird.

          Antistatik vs. elektrostatische Entladung

          Nicht nur der Mensch, auch empfindliche Bauteile müssen vor einer eventuellen elektrostatischen Entladung (electro static discharge / ESD) geschützt werden. Hierfür kommen Schuhe mit dem ESD-Logo infrage. Generell gilt: Jeder ESD-fähige Schuh ist antistatisch, aber nicht jeder antistatische Schuh entspricht der Norm zum „Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene“.

          Sicherheitsklassen

          In Branchen wie dem Gartenbau oder dem Handwerk sind Sicherheitsschuhe vorgeschrieben, die der europäischen Norm EN ISO 20345:2011 entsprechen. Diese unterscheidet fünf verschiedene Sicherheitsklassen, die unterschiedliche Eigenschaften des Schuhs voraussetzen.a)

          • S1: Sicherheitskappe, antistatisch, Energieaufnahme im Fersenbereich, öl- sowie benzinresistente Sohle
          • S2: wie S1, erhöhte Wasserdichtigkeit
          • S3: wie S2, durchtrittsichere Sohle, rutschfestes Profil
          • S4: wie S2, 100 % wasserdicht, Stiefelform
          • S5: wie S3, 100 % wasserdicht, Stiefelform

          Einsatzbereiche für Arbeitsschuhe

          Bei der Vielzahl an Arbeits- sowie Sicherheitsschuhen gibt es für jeden Aufgabenbereich und jede Branche das passende Modell. Grundsätzlich gibt es gesetzliche Vorgaben, welcher Schuh notwendig ist.