Heizungstisch selber bauen

Materialliste

Damit du es packst, steht eine fertige Bauanleitung mit allen notwendigen Baustoffen und Werkzeugen für euch unter dem Link bereit.

Du packst das!

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Video-Anleitung

Bauanleitung

1. Vorbereitung

Farbgestaltung:

Sowohl die Wand als auch der Heizkörper können im selben Farbton gestaltet werden. Wenn du das auch bei deinem Heizungstisch machst, führt das dazu, dass optisch eine Einheit entsteht.


Tipp: Achte beim Kauf der Farben darauf, dass alle Farben und Lacke den gleichen Farbton haben.

Abmessung:

Die Maße kannst du frei anpassen, denn dieser Bauplan funktioniert wie ein Baukastensystem. Wir haben uns, passend zu unserem Heizkörper, für eine 145 × 30 cm große Platte mit 87 cm langen Beinen entschieden.

Zuschnitt:

Zeichne die Maße deiner Tischplatte und der Zargen auf die Holzplatte. Stelle den Parallelanschlag der Tischkreissäge auf das Schnittmaß ein und schiebe die Platte über die Säge. Du kannst das aber auch mit deiner Handkreissäge und deren Parallelanschlag erledigen.

Die drei Bretter für die 9 cm breite Tischzarge – das ist die Blende unter der Tischfläche, die die Tischbeine hält – und die 5 cm breite Wandmontageleiste sind als Nächstes dran: Zeichne die Schnittlinie an und stelle den Parallelanschlag deiner Tischkreissäge exakt ein.


Tipp: Achte darauf, immer auf der Seite deines Bleistiftstrichs zu sägen, die danach nicht mehr gebraucht wird.

Die beiden Tischbeine bestehen aus Kanthölzern, die du mit der Multifunktions-Kapp-/Zug- und Gehrungssäge auf die gewünschte Länge zuschneidest.

Damit der Tisch nicht schwer und plump daherkommt, sollten die Beine zum Boden hin dünner werden. Dazu baust du dir aus einem Brett und zwei Leisten eine Sägehilfe. Die Leiste wird so auf dem Brett festgeschraubt, dass sie schräg zur Brettkante verläuft. Das ist genau die Schräge, die du auch ins Tischbeinkantholz sägen willst (siehe Montageskizze). Jetzt montierst du an den Leistenenden noch rechtwinklig zwei Stoßleisten und fixierst mit einer Sechskant-Holzschraube das Kantholz.


Tipp: Vorbohren nicht vergessen!

An der Tischkreissäge den Parallelanschlag so ein-stellen, dass das Sägeblatt erst nach 12 cm ins Holz schneidet. Jetzt einfach das Brett mit dem fixierten Kantholz am Parallelanschlag entlangschieben.

An allen acht Seiten der Tischbeine wiederholen.


Tipp: Für eine noch ansprechendere Optik kannst du mit der Tischkreissäge 1 cm unterhalb der Zarge noch eine umlaufende Nut in die Tischbeine fräsen. Dafür das Sägeblatt der Tischkreissäge auf 3 mm Höhe runterkurbeln. Dann mithilfe beider Anschläge die Tischbeine über das Sägeblatt führen.

2. Bohren

Jetzt setzt du die Bohrungen für die Holzdübel und Schrauben. Da die immer absolut senkrecht sein müssen, nimmst du dafür die Tischbohrmaschine.

Vor dem Bohren die Bohrlöcher sorgfältig anzeichnen: An den Beinen sollen die Löcher genau 14 mm Abstand zur Kante haben, damit die Zarge 5 mm zurückspringt – das sieht hinterher gut aus.


Tipp: Wer hat, nimmt dafür ein Streichmaß. Wir haben uns selbst eins gebaut: Einfach einen kleinen Holzklotz seitlich einsägen, am offenen Ende eine Bohrung für eine Schlossschraube mit Flügelmutter setzen, ein Stahllineal darin einklemmen und auf das gewünschte Maß einstellen.

Übertrage die Bohrposition an den Beinen auf die Stirnseiten der jeweils dazugehörenden Zargenbretter. Jetzt bohrst du die 8-mm-Dübellöcher in die Stirnseiten, die dann mit je einem der Tischbeine verbunden werden sollen. In die Wandmontageleiste und die kurzen Zargenbretter bohrst du ebenfalls Löcher, um sie bei der Montage mit Holzdübeln verbinden zu können.

Danach bohrst du jeweils vier Löcher von oben durch das lange Zargenbrett und die Wandmontageleiste, damit du sie später an die Tischplatte schrauben kannst. Die kurzen Zargenbretter bekommen dafür nur je zwei Bohrungen.

Durch die schmale Wandmontageleiste bohrst du noch zwei 6-mm-Löcher, durch die der Tisch später an der Wand festgeschraubt wird.


Tipp: Damit die Schraubenköpfe bündig im Holz verschwinden, senkst du alle Bohrlöcher im Kopfdurch­messer der Schrauben an.

3. Oberflächen

Setze jetzt am besten die Staubschutzmaske auf, denn es geht ans Schleifen: Für eine perfekte Oberfläche alle Flächen und Kanten einmal mit Korn 120 vor- und dann noch mal mit Korn 180 feinschleifen. Das machst du am besten mit deinem Exzenterschleifer und für die Kleinteile mit der Deltaschleifplatte am Multifunktionsaufsatz des 4-in-1-Akku-Kombigeräts. Damit dein Arbeitsplatz möglichst frei von Schleifstaub bleibt, schließe unbedingt den Nass-/Trockensauger an.

4. Farbe

Nun hast du alle Vorarbeiten erledigt und der Bausatz ist komplett. Das ist der richtige Zeitpunkt, um den Lack aufzubringen. Für eine perfekte Oberfläche setzt du dein Airless Farbsprühsystem ein. Dabei solltest du unbedingt eine geeignete Atemschutzmaske gegen Dämpfe und Partikel tragen!


Tipp: Klebe vorher alle späteren Leimflächen auf deinem Heizungstisch mit Malerklebeband ab.

Zuerst deckst und klebst du das gesamte Umfeld von deinem Lackierplatz gut ab, um es vor Sprühnebel zu schützen.

Anschließend baust du dir ein einfaches Lackiergestell, um deine Werkstücke so zu positionieren, dass du sie gut von allen Seiten erreichen kannst.


Mit einem Farbsprühgerät wird immer in mehreren dünnen Schichten lackiert. Dabei solltest du die Farbsprühdüse immer rechtwinklig und mit ca. 20 bis 25 cm Abstand zum Werkstück in Bewegung halten, sonst drohen unschöne Farbläufer.


Der erste Lackiergang ist die Grundierung, die für eine gleichmäßige Lackoberfläche sorgt. Besonders wichtig bei Faserplatten, die sehr saugfähig sind.


Sobald die Grundierung überlackiert werden kann, sprühst du deinen Wunschlack dünn und gleich­mäßig auf. Wo er nicht gleich deckt, gehst du nach dem Trocknen ein zweites Mal mit einer zweiten, dünnen Farbschicht darüber.

5. Montage

Wenn alles lackiert ist, ziehst du die Klebestreifen von den Lackflächen. Dann fügst du die Beine und die Zarge zusammen: Dafür gibst du einen Tropfen Holzleim an ein Ende des Holzdübels und steckst ihn auf einer Seite in die Bohrungen. Dann gibst du auch auf das freie Ende des Holzdübels einen Tropfen Leim. Dazu kommt noch ein Leimstrang auf die Leimflächen.


Alles zusammensetzen und für die Abbindezeit des Leims mit Zwingen fixieren. Herausquellenden Holzleim sofort mit einem feuchten Lappen wegwischen.

Jetzt setzt du die Tischplatte an das Untergestell, sodass sie an der Rückseite bündig ist. Fixiere die Platte mit zwei Schraubzwingen und schraube sie mit den 110 mm langen Holzschrauben von unten durch die Zarge fest.

Wandmontage:

Stelle den Tisch gegen die Wand, richte ihn mit der Wasserwaage aus und markiere mit einem Bleistift durch die Bohrlöcher die Bohrposition an der Wand.


Sicherheitshalber prüfst du vor dem Bohren mit dem Multifunktionsdetektor die Wand auf Strom- oder Wasserleitungen.

Mit deinem Akku-Bohrhammer (Steinwand) oder einem Akku-Bohrschrauber (Gipskartonwand) bohrst du jetzt die Löcher für die Wanddübel. Danach saugst du mit dem Nass-/Trockensauger die Löcher aus und steckst die Dübel bündig hinein.


Den neuen Tisch so an die Wand stellen, dass Dübel und Bohrungen in der Wandmontageleiste übereinanderliegen. Schrauben einstecken und mit dem Bohrschrauberaufsatz des 4-in-1 Akku-Kombigeräts festziehen.

FERTIG. DU HAST DAS GEPACKT!

Wow, dein neuer Heizungstisch sieht richtig gut aus! Die Heizung ist optisch verschwunden und die zusätzlich geschaffene Ablage ist dazu noch ziemlich praktisch. Lass das tolle Ergebnis ruhig mal auf dich wirken – so etwas kann man nicht kaufen.