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Holz schleifen – von grob bis fein

Ob Sperr-, Span- oder Vollholz – der natürliche Baustoff muss in vielen Fällen geschliffen werden. Von der Vorbereitung der Holzoberflächen bis zum abschließenden Polieren gibt es jedoch einiges zu beachten. Mit etwas Hintergrundwissen und ein paar praktischen Tipps wird ein gutes Schleifergebnis erzielt.

Darum macht das Schleifen von Holz Sinn

Von Möbeln über Böden und Türen bis hin zu Spielzeug besteht im Haushalt vieles aus Holz. Doch mit der Zeit entstehen kleine Schäden an der Oberfläche oder die Farbe leidet. In beiden Fällen sollte das Holz geschliffen werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, von rau und naturbelassen bis samtig weich. Mit dem richtigen Werkzeug sind diverse Oberflächenstrukturen möglich.

Tipps zum Holzschleifen

Beim Schleifen von Tischen, Stühlen und anderen Möbeln aus Holz sind folgende Punkte zu beachten:


  • Schutz vor Staub
  • Schleifrichtung
  • Technik
  • Körnung

Beim Schleifen entstehen Staub und Späne, die man nicht einatmen sollte. Deshalb sind die meisten Schleifmaschinen heutzutage mit einer Vorrichtung ausgestattet, an welcher ein Staubsauger angebracht werden kann. Hat das Elektrowerkzeug keine solche Vorrichtung, empfiehlt sich ein Atemschutz.


Maserung und Faserung des Materials geben die Schleifrichtung vor. Quer dazu sollte nicht geschliffen werden, da ansonsten unschöne Vertiefungen entstehen können. Das Gleiche gilt für zu viel Druck. Dabei können ungewollte Fugen im Holz entstehen. Häufigeres Bearbeiten mit weniger Kraft erzielt bessere Ergebnisse.


Für die zu bearbeitende Fläche gilt: Je größer, desto mühsamer wird das Handschleifen. Ein Elektroschleifer schafft hier Abhilfe. Für kleine Projekte kann ein Schleifklotz oder Schleifschwamm ausreichen.

Schleifarbeiten zu Hause

Kratzer, Schrammen und Abnutzungserscheinungen in Holz lassen sich mit dem richtigen Schleifmittel und Vorgehen leicht entfernen. Hier gibt es nützliche Hinweise für die wichtigsten Anwendungsfälle.

Holzterrasse abschleifen

Für die Terrassenlatten bietet sich der Exzenterschleifer an, weil er sowohl den Grob- als auch den Feinschliff ermöglicht. Für den Grobschliff wird Schleifpapier mit niedriger Körnung (von zum Beispiel 40) benötigt, für den Feinschliff Schleifpapier mit feiner 150er- Körnung.

Holzbalken schleifen

Schwing- oder Exzenterschleifer sind für Holzbalken die Werkzeuge der Wahl. Weil Holzbalken selten Sichtflächen darstellen, reicht gröberes Schleifpapier mit niedrigerer Körnung aus. Geschliffen wird auch hier parallel zur Holzfaser.

Holzdecke abschleifen

Soll eine Decke abgeschliffen werden, ist ein Deckenschleifer empfehlenswert. Dank des Teleskopstabs können Decke und bei Bedarf auch Wände vom Boden aus bearbeitet werden. Das ist bequemer und sicherer als auf einer wackeligen Leiter.

Holzfarbe, Holzlack oder Holzlasur abschleifen

Alte Farbe lässt sich grundsätzlich schleifen, vorausgesetzt die „Von-grob-zu-fein“-Regel wird beachtet. Exzenterschleifer oder Bandschleifer leisten aufgrund ihrer hohen Abtragsmenge hierbei tolle Dienste. Anfangs kann quer zur Maserung geschliffen werden, beim Endschliff aber zwingend wieder parallel.

Nasses Holz schleifen

Für ein gutes Schleifergebnis bei unbehandeltem Holz ist ein Nassschliff sogar empfehlenswert. Durch Anfeuchten stellen sich die Holzfasern auf, sodass beim Feinschliff eine noch bessere Schleifqualität erzielt wird.

Holzkanten und -rundungen abschleifen

Kanten entfernen, auch Brechen genannt, geht am besten per Hand. Hierzu einfach mit einem Schleifklotz in Richtung der Kante (nicht quer zu ihr) schleifen. Das sorgt für ein gleichmäßiges Schleifresultat. Zudem sollte darauf geachtet werden, die Fläche des Holzes nicht zu beschädigen, indem zu viel der Kante durch das Brechen abgeschliffen wird.

Alte Holzfenster abschleifen

In kleine Ecken und Winkel in Fensterrahmen kommt man am besten mit einem Deltaschleifer oder Handschleifmitteln. Wie immer gilt: von grob zu fein.

Risse und Fugen nach dem Schleifen ausbessern

Kleine Risse und Fugen lassen sich mit Spachtelmasse auffüllen, die nach dem Trocknen glatt geschliffen wird. Weil Holz arbeitet, sind größere Fugen mit Füllstücken zu verschließen, die aus dem gleichen Holz bestehen und mit Holzleim eingesetzt werden.

Fragen & Antworten

Beim chemischen Beizen können giftige Dämpfe entstehen und der Arbeitsaufwand ist vergleichsweise hoch. Die einfachere Methode ist Schleifen, denn sie ist weniger zeitintensiv und besser für die Gesundheit. Eine Staubmaske sollte trotzdem immer getragen werden.

Ein Schwingschleifer ist aufgrund der kreisförmigen Schwingbewegung seiner Schleifplatte besonders gut für kleinere oder schmalere Werkstücke geeignet. Für flächigere Werkstücke hingegen empfiehlt sich die Verwendung eines Exzenterschleifers, da er durch die Kombination aus exzentrischer und kreisförmiger Bewegung einen höheren, gleichmäßigeren Materialabtrag ermöglicht.

Grundsätzlich schon. Das schönere Ergebnis wird jedoch mit zusätzlichem Schleifen erzielt, da so die natürliche Struktur des Holzes zur Geltung gebracht wird.

Ja, mit passenden Aufsätzen: für Flächen mit einem Schleifteller, in Löchern und Vertiefungen mit einem Schleifstift. Auch auf die Drehrichtung kommt es an: Stets gegen den Uhrzeigersinn, also linksdrehend schleifen.

Fazit

Mit den richtigen Kniffen gelingt das Schleifen von Holz ganz leicht. Unabhängig von Material und Werkzeug gilt: Am besten von grob zu fein und ohne extra Druck arbeiten.