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Gartenhäuser

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    Die Wahl des Gartenhauses: Darauf kommt es an.

    Inhalt

    1. Gartenhaus: Nutzung und Funktionen
    2. Welches Gartenhaus ist das richtige?
    3. Fragen und Antworten

    Gartenhaus: Nutzung und Funktionen

    Ein Gartenhaus kann verschiedene Aufgaben übernehmen. Vor dem Kauf sollte deshalb überlegt werden, wofür das Gartenhaus genutzt wird.


    • Stauraum für Gartengeräte
    • Winterlager für Gartenmöbel
    • Spielzimmer
    • Partyraum
    • Erholungsoase
    • Büro
    • Gästehaus
    • Mischnutzung


    Die gewünschte Funktion des Gartenhauses bestimmt unter anderem dessen Größe. Doch auch weitere Faktoren sollten beim Kauf eines Gartenhauses berücksichtigt werden, damit Aufbau und Nutzung ein voller Erfolg werden.

    Welches Gartenhaus ist das richtige?

    Größe, Ausführung, Material, Wandstärke und mehr: Bei der Wahl des richtigen Gartenhauses gibt es viele Aspekte zu berücksichtigen. Die wichtigsten Entscheidungskriterien im Überblick:

    Größe

    Die verfügbare Fläche im Garten gibt den Rahmen für die mögliche Größe des Gartenhauses vor. Innerhalb dieser Vorgaben kann geplant werden. Dabei gilt: Ein größeres Haus ist mit größeren Kosten und größerem Aufwand verbunden.


    • Kleines Gartenhaus: Wer sein Gartenhaus als Lager für Gartengeräte und Möbel nutzen möchte, ist mit einer kleinen Varianten mit einer Fläche von 5 m2 gut bedient. Die gleiche Größe ist auch für einen kleinen Essplatz aus Tisch und Stühlen geeignet.
    • Mittelgroßes Gartenhaus: Mit 10 m2 ist ein Gartenhaus dafür geeignet, um einen Partyraum mit mehreren Sitzplätzen, ein großzügiges Spielzimmer oder ein geräumiges Büro unterzubringen.
    • Großes Gartenhaus: Ab 15 m2 bietet das Gartenhaus genug Platz, um es als Gästehaus mit einem Schlafsofa, einem Tisch und Sitzgelegenheiten auszustatten. Beim Festlegen der Größe sollte auch berücksichtigt werden, welche Ausführung gewünscht ist.


    Je nach Bundesland kann es hinsichtlich der Größe eines Gartenhauses Beschränkungen geben. Die örtlichen Behörden geben Auskunft über die erlaubten Maße und ob beispielsweise eine Baugenehmigung nötig ist. Mehr Infos zum Thema Baugenehmigung findest du im Abschnitt „Fragen und Antworten“.

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    Ausführung

    Wie auch bei einem Wohnhaus muss die Nutzfläche des Gartenhauses nicht auf den Innenraum beschränkt sein. Wer möchte, kann sein Gartenhaus durch eine Veranda oder einen überdachten Vorplatz ergänzen. Auch ein nachträglicher Anbau ist denkbar, wenn beispielsweise der Platz im Gartenhaus nicht mehr ausreicht oder zusätzlicher Stauraum für große Geräte wie ein Rasenmäher geschaffen werden muss.

    Material

    Sind die gewünschte Größe und Ausführung definiert, geht es an die Auswahl des Materials. Das am häufigsten gewählte Material für Gartenhäuser ist Holz: Es fügt sich gut in die natürliche Umgebung ein, sorgt für ein gutes Raumklima und ist bei richtiger Pflege langlebig. Besonders gut geeignet sind Nadelhölzer wie Fichte, Lärche und Kiefer.


    Fichte

    Vorteile

    • preiswert


    Nachteile

    • Harzaustritt bei hohen Temperaturen
    • große Astlöcher, d. h. größeres Risiko derEntstehung undichter Stellen

    Kiefer

    Vorteile

    • besonders stabil
    • langlebig


    Nachteile

    • anfällig für Pilz- und Insektenbefall

    Lärche

    Vorteile

    • stabil
    • langlebig
    • resistent gegenüber Pilzen und Insekten


    Nachteile

    • teuer

    Generell gilt: Mit einer hochwertigen Imprägnierung oder Lasur wird das Gartenhaus aus Holz strapazierfähiger und langlebiger. Anstrich und Imprägnierung müssen regelmäßig wiederholt werden.


    Standort des Gartenhauses

    Der ideale Standort für ein Gartenhaus aus Holz ist in der Sonne. Hier kann es nach einem Regenschauer am schnellsten trocknen, sodass Schimmel und Moos keine Chance haben. Steht das Gartenhaus in der nordöstlichen Ecke des Gartens, ist es von morgens bis abends der Sonne ausgesetzt.


    Wem der Pflegeaufwand für ein Holzhaus zu groß ist, kann auf ein Gartenhaus aus Kunststoff oder Metall zurückgreifen. Metallhäuser sind meistens aus Aluminium oder Stahlblech hergestellt und witterungsbeständig. Kunststoff eignet sich vor allem für kleinere Gartenhäuser und Geräteschuppen. Nachteil von Metall und Kunststoff: Die Verarbeitung ist zumeist nicht so komfortabel und die kühle Optik fügt sich nicht in jeden Garten ein.


    Dachform

    Die meisten Gartenhäuser sind mit einem Pultdach, einem Satteldach oder einem Flachdach ausgestattet. Das Satteldach ist das klassische Giebeldach mit zwei Schrägen, die sich im Scheitelpunkt berühren, während das Pultdach nur aus einer geneigten Fläche besteht. Werden zwei Satteldächer auf unterschiedlicher Höhe kombiniert, spricht man von einem Stufendach. Das Flachdach weist eine maximale Neigung von 10 Prozent auf, damit Regenwasser abfließen kann.


    • Vorteile des Satteldachs: Durch die starke Neigung kann Regenwasser ungehindert abfließen. Zudem überzeugen die einfache Bauweise des Dachstuhls und der Raumgewinn, der beispielweise für einen kleinen Dachboden genutzt werden kann, auf dem Gäste übernachten können.
    • Vorteile des Pultdachs: Ein Pultdach braucht weniger Höhe als ein Satteldach, was bei gesetzlicher Höhenbegrenzung von Vorteil ist. Außerdem lässt es sich einfach bepflanzen oder für die Montage einer Fotovoltaikanlage nutzen.
    • Vorteile des Stufendachs: Zu den Vorteilen des Pultdachs kommen beim Stufendach der Raumgewinn in der zweiten Ebene sowie die besonders moderne Optik. Es vereint die positiven Aspekte von Sattel- und Pultdach.
    • Vorteile des Flachdachs: Der größte Vorteil des Flachdachs ist seine geringe Höhe, die zum Beispiel in Gärten mit großen Bäumen entscheidend ist. Die klare, schlichte Optik fügt sich gut in jeden Garten ein.


    Außergewöhnliche Dachformen

    Wer auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Dach für sein Gartenhaus ist, kann auf andere Dachformen zurückgreifen. Für fünfeckige Gartenhäuser kommt ein Zeltdach infrage, ein Pagodendach sorgt für asiatisches Flair, während ein Tonnendach eher urig wirkt.


    Dacheindeckung

    Während die Dachform vor allem eine Geschmacksfrage ist, entscheidet die Dacheindeckung darüber, ob das Gartenhaus auch wirklich dicht ist und der Witterung standhält. Bei der Dacheindeckung gibt es verschiedene Optionen. Die drei beliebtesten sind Dachpappe, Bitumenschindeln und Dachpfannen.


    Dachpappe

    Vorteile

    • leicht
    • flexibel
    • einfach zu befestigen (Nägel, Heftklammern, Klebstoff)


    Nachteile

    • starke Wärmebildung bei Sonneneinstrahlung
    • regelmäßige Erneuerung/Ausbesserungen nötig

    Bitumenschindeln

    Vorteile

    • leicht
    • flexibel
    • witterungsbeständig


    Nachteile

    • professionelle Anbringung nötig

    Dachpfannen

    Vorteile

    • Optik passend zum Wohnhaus
    • langlebig
    • witterungsbeständig


    Nachteile

    • sehr hohes Gewicht
    • professionelle Montage nötig

    Weitere Materialien für die Dacheindeckung sind:


    • KSK-Dachbahnen für Flachdächer
    • Dachfolien
    • Schiefer
    • Kupfer
    • Blech
    • Reet
    • Gras


    Wandstärke

    Die Wandstärke ist ein nicht zu unterschätzendes Auswahlkriterium beim Kauf eines Gartenhauses. Es gilt die Faustregel: Je größer das Gartenhaus, desto höher die Wandstärke. Für ein kleines Gerätehaus und Möbellager ist eine Wandstärke von 10 bis 20 mm ausreichend. Ein Gartenhaus, in dem man sich zum Erholen, Spielen oder Arbeiten aufhält, sollte eine Wandstärke zwischen 20 und 40 mm aufweisen. Und ein Gartenhaus als Gästehaus braucht mindestens 40 mm dicke Wände, damit es stabil genug und für Übernachtungen auch bei niedrigeren Temperaturen geeignet ist.


    Schneelast

    Das Gartenhaus selbst und das gewählte Dach bringen bereits einiges an Gewicht auf die Waage – kommt dann noch zentimeterhoher Schnee dazu, kann das die Stabilität der Konstruktion gefährden. Denn je nach Art des Schnees, Neigung des Dachs und nach der Dachfläche kann der Schnee schnell mehrere Dutzend Kilo mehr Belastung bedeuten. Die sogenannte Schneelast sollte deshalb bei der Wahl des Gartenhauses berücksichtigt werden. Je nachdem, in welcher Schneelastzone sich das Gartenhaus befindet, steigt die zu erwartende Schneelast. Wird die angegebene Belastungsgrenze des Gebäudes erreicht, muss der Schnee vom Dach geräumt werden, um die Statik des Gartenhauses nicht zu gefährden.


    Fenster und Türen

    Welche und wie viele Fenster und Türen in das Gartenhaus eingebaut werden, ist in erster Linie eine Geschmacksfrage. Große doppelflügelige Türen haben den Vorteil, dass sie das Gartenhaus nach außen öffnen und dass so ein fließender Übergang zwischen innen und dem Garten entsteht. Außerdem sind die großen Türen praktisch, wenn Möbel in das Haus hinein- oder herausgetragen werden. Wer viel Zeit im Gartenhaus verbringt, freut sich über das Tageslicht und die Frischluft, die einflügelige und zweiflügelige Fenster bringen. Bei Sattel- und Stufendächern können Fenster in den Giebeln für zusätzliches Licht sorgen.

    Fragen und Antworten

    Die Regelungen für den Bau eines Gartenhauses sind bundeslandspezifisch. Die örtlichen Bauämter geben Auskunft darüber, ob für das geplante Gartenhaus eine Baugenehmigung erforderlich ist oder nicht.

    Auch wenn der Mietvertrag die Nutzung des Gartens erlaubt: Der Bau eines Gartenhauses braucht üblicherweise die Zustimmung des Vermieters. Vor allem die Regelung, was beim Auszug mit dem Gartenhaus geschieht, sollte in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten werden.

    Damit das Gartenhaus sicher steht und nicht im Laufe der Zeit absinkt, braucht es ein massives Fundament. Eine Bodenplatte aus Beton, ein Streifenfundament oder ein Punktfundament sind die beste Wahl. Wird das Fundament eigenhändig angelegt, ist darauf zu achten, dass besonders exakt gearbeitet werden muss, um ein sicheres und tragfähiges Ergebnis zu erhalten.

    Während ein Gartenhaus sowohl Stauraum als auch Wohnkomfort bieten kann, ist ein Geräteschuppen lediglich als Lagerraum zu nutzen. Bei der Wahl eines Geräteschuppens müssen deshalb ein Faktor wie gutes Raumklima nicht beachtet werden.